Der Wetter-Tag bei wetter.de
Kräftiger Regen und Frost

In der Nacht fällt in einem breiten Streifen vom Südwesten/Westen bis in den Nordosten teils kräftiger Regen. Das gilt vor allem für die Regionen vom Harz bis zum Schwarzwald. Trocken bleibt es wahrscheinlich von Niederbayern bis zum Bayerischen Wald und vom Emsland bis Schleswig-Holstein. Hier ist dafür leichter Frost möglich, sonst liegen die Tiefstwerte zwischen 2 und 7 Grad.
Ungemütliches Wetter: Tief Ivo beschert uns einen stürmischen Start in die neue Woche
Fischerei durch Klimawandel unter Druck

Die Krise der deutschen Ostseefischerei lässt die Anzahl entsprechender Betriebe in den beiden Küstenländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weiter sinken. Nach jüngsten Zahlen der entsprechenden Landesbehörden waren in beiden Ländern Ende 2024 noch 303 Kutter- und Küstenfischer im Haupterwerb registriert. Ein Jahr zuvor waren es den Angaben zufolge 312. Ende 2021 waren früheren Angaben zufolge an der deutschen Ostseeküste noch 385 Fischer im Haupterwerb gemeldet.
Nach Angaben des Schweriner Fischereiministeriums wechseln Fischer häufig vom Haupterwerb in den Nebenerwerb. Dennoch gingen auch im Nebenerwerb die Zahlen für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt zurück von 318 Ende 2023 auf 304 Ende 2024.
Die Bestände in der Ostsee stehen wegen des Klimawandels, Überfischung und Nährstoffeinträgen stark unter Druck. Arten wie der Hering und der Dorsch, die einst wichtig für das Auskommen hiesiger Fischer waren, dürfen gar nicht oder nur noch in wenigen Ausnahmen gezielt gefangen werden. Anfang der 1990er Jahre war die Anzahl der Fischereibetriebe an der Ostsee noch vierstellig.
Auch in Sachen Nachwuchs gibt die Branche eher ein düsteres Bild ab. An der Berufsschule in Sassnitz auf Rügen, wo Fischereifachwirte ausgebildet werden, gibt es derzeit noch zwei Azubis. Zur Zeit der DDR gab es mehrere Parallelklassen.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern will aber die Ausbildung im Land halten – «auch wenn sich die Zahlen wenig optimistisch entwickeln», wie eine Sprecherin des Fischereiministeriums schrieb. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Azubis, die zur Ausbildung das Land verlassen müssen, in der Regel nach Abschluss nicht wiederkehrten. Das würde auf lange Sicht die ohnehin schwierige Lage hinsichtlich verfügbarer Fachkräfte verschärfen.
Spiel in Schottland abgesagt
Der schottische Fußball-Meister Celtic Glasgow hat das für Samstag geplante Spiel gegen den FC Dundee wegen Sturmschäden am Stadion kurzfristig absagen müssen. „Das ist natürlich enttäuschend, aber die Sicherheit unserer Fans hat für uns immer Priorität“, teilte der Club am Vormittag mit. Das Spiel wurde auf den 5. Februar verlegt.
Über die Schäden machte Celtic keine genaueren Angaben. Schottland war – wie Irland und andere Teile Großbritanniens – am Freitag schwer vom Sturm Éowyn getroffen worden. Das öffentliche Leben stand zeitweise still, auch am Samstag gab es noch große Einschränkungen im Bahnverkehr. Celtic führt die Tabelle der Scottish Premier League souverän vor Lokalrivale Rangers an.
Erst ungemütlich, dann mehr Sonne

Die letzten Ausläufer von Éowyn ziehen heute noch durch. Die nachfolgende Kaltfront bringt dann niedrigere Temperaturen und ungemütliches Wetter. Bis Sonntagnachmittag beruhigt es sich etwas und die Chancen auf Sonne steigen. Die Ausläufer von Tief Ivo bringen mehr Bewölkung im Westen und ersten Regen dann am Montag. Damit auch wärmere Luft, allerdings ist es schon nicht mehr so warm wie am Samstag. Damit folgt milde Atlantikluft. Ab der zweiten Wochenhälfte lassen die Schauer nach, aber die Luft wird kühler. Am kommenden Samstag könnte noch einmal der Winter anklopfen.
Ein Blick auf die Bauernregeln

Die Bauernregeln im Februar schauen auf das Wetter im Jahr 2024. Der 100-jährige Bauernkalender bezieht sich auf die alten Erfahrungen der Landwirte und Menschen, die vom Wetter abhängig waren. Früher war es überlebenswichtig – aber auch heute ist der Blick auf die Bauernregeln interessant. Und genau darum geht es hier. Im 42-Tage-Trend gehen wir die Sache dann meteorologisch an.
So wird das Wetter 2025: Das sagen die Bauernregeln im Februar
Angespannte Wetterlage auf den britischen Inseln
Die Wetterlage in Irland und Teilen Großbritanniens bleibt wegen Sturm Éowyn angespannt. In Irland starb am Freitag ein Mann, nachdem ein Baum auf sein Auto gestürzt war, Hunderttausende Haushalte waren auch in der Nacht zu Samstag ohne Strom. In Schottland rief die Polizei die Menschen dazu auf, Reisen weiterhin zu vermeiden. Die Wetterdienste Met Éireann (Irland) und Met Office (Großbritannien) gaben Warnungen wegen Schnee und Eis aus.
Éowyn war in der Nacht zu Freitag auf Irland und Teile Großbritanniens getroffen und hatte massive Schäden verursacht, das öffentliche Leben in den betroffenen Regionen stand weitestgehend still. Die Aufräumarbeiten werden wohl mehrere Tage dauern.
Sturm-Serie: Nach Éowyn: Stürmische Zeiten mit Starkregen in Europa
Ein Hauch von Frühling - aber nicht für alle
Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde,
heute bleibt es im Südosten weitgehend trocken und zeitweise scheint hier auch die Sonne. Sonst ist es größtenteils bewölkt und häufig fällt Regen. Es wird zudem sehr mild mit meist zweistelligen Plusgraden zwischen 10 und 14 Grad. Am föhnigen Alpenrand und am Oberrhein sind örtlich sogar mehr als 16 Grad drin. Etwas „kühler“ ganz im Südosten und Norden mit 6 bis 9 Grad. Dazu weht v.a. in den Mittelgebirge kräftiger Wind.
Am Sonntag ziehen die Regenwolken allmählich in Richtung Südosten ab und zum Nachmittag setzt sich die Sonne immer besser durch. Die Temperaturen fallen zwar nicht mehr ganz so warm aus, erreichen aber immer noch milde 4 bis 11 Grad.
Wechselhaft und windig mit weiteren Schauern aber auch ein paar sonnigen Lücken geht es in der kommenden Woche weiter. Es bleibt zudem mild mit teilweise zweistelligen Plusgraden.
7-Tage-Wettertrend: Zwei Orkantiefs schicken Frühlingsluft nach Deutschland
Wetterlage: Orkantief macht es viel zu mild

Orkantief Gilles, international Eowyn genannt, ist inzwischen nach Norwegen abgezogen. Trotzdem sorgt es noch – im Verbund mit Tief Heiko über Deutschland – mit einer starken Südwestströmung dafür, dass sehr milde Luft subtropischen Ursprungs zu uns kommt. Am Samstag werden die Temperaturen im Süden und teils auch im Osten frühlingshaft.
Nach kurzer Wetterberuhigung am Sonntag nimmt am Montag das nächste Sturmtief (Ivo) Kurs Richtung Schottland. In der Folge entsteht dabei auch ein Tief über Norditalien, das dann zumindest den höheren Lagen in den Alpen endlich mal wieder nennenswerte Neuschneefälle bringen dürfte. Ein Wintercomeback im Flachland ist aber erst mal nicht in Sicht.
Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage
(mit dpa)