Der Wetter-Tag bei wetter.de
Tief Frieda hinterlässt Verwüstungen und große Schäden
Die Unwetter-Serie geht weiter. Bereits jetzt sind in Teilen Deutschlands und Nachbarländern massive Schäden aufgetreten. Sturzfluten mit Überschwemmungen ganzer Innenstädte, zerstörerische Hagelkörner mit Durchmessern bis zu 6 Zentimeter und Sturmböen wüteten durchs Land. Sogar Tornados haben sich gebildet.
Österreich: Angst vor Hagelschäden
Die Unwetter haben auch Österreich erreicht. Auch hier fallen massive Hagelkörner vom Himmel. Sie sind über 5cm groß. Die Einwohner von Rosenau, am Sonntagberg und Biberach befürchten schwere Schäden.
Erneute Tornadosichtung in Deutschland?
Ein weiteres Video zeigt eine Wolkenverwirblung, die einem Tornado ähnelt. Im Kreis Warnedorf in Nordrhein-Westfalen filmt ein Autofahrer einen möglichen Tornado auf der L586 in Richtung Albersloh. Die offizielle Bestätigung steht noch aus.
Frankreich: Rekord-Hagel von 9cm
Im französischen Mazères-de-Neste (Haute-Pyrénées) brachte die Superzelle sogar Hagelkörner mit einem Durchmesser von 9cm mit. Die schweren Körner haben fast die Größe einer ganzen Handinnenfläche und sind lebensgefährlich.
Niederlande: Heftige Regenfälle überschwemmen Limburg an der Maas
Auch die Niederlande bleibt von den Unwettern nicht verschont. In Limburg an der Maas führten immense Regenfälle zu sturzflutartigen Überschwemmungen. die Straßen stehen unter Wasser.
Doppelt so groß: In Backnang haben die Hagelkörner eine Größe von 6cm
Baden-Württemberg trifft es noch einmal. In Backnang brachte die Superzelle Hagelkörner mit 6cm Durchmesser! Die Folge sind nicht nur schwere Schäden an den Fahrzeugen, sondern auch die Vegetation leidet unter den massiven Geschossen.
Baden-Württemberg: 3cm große Hagelkörner fallen vom Himmel
In Remseck am Neckar brachte das Gewitter eine schwere Überraschung mit sich. Nach Messungen waren die Hagelkörner ganze 3cm groß. Solche Größen können schon zu immensen Schäden führen.
Frankreich: Sturmschäden verlangen Großeinsatz
Seit letzter Nacht sind 40 Feuerwehrleute des SDIS19 nach einem lokalen Sturm in Sarroux-Saint-Julien, Monestier-Port-Dieu und Thalamy im Einsatz.
Superzelle über Backnang im Rems-Murr-Kreis bringt 4cm große Hagelkörner mit
Die Unwetter erreichten auch Backnang im Rems-Murr-Kreis. Eine Superzelle brachte in der Baden-Würrtembergischen Region Hagelkörner in einer Größe von 4cm mit.
Tornado fegt durch Telgte
Heftige Sturmböen haben im Nordrhein-westfälischen Telgte bei Münster für massive Schäden gesorgt. Nach Angaben der Stadt stürzten am Freitag Bäume in einem Gewerbegebiet um, die B51 musste gesperrt werden. Verletzte gab es laut ersten Angaben lokaler Medien nicht. Ob es sich bei dem Sturm um einen Tornado handelt, ist in Klärung.
Überflutungen, Windhosen, Hagel - es geht noch weiter in der Nacht
Es hat ordentlich gekracht, gestürmt und geschüttet am Freitag, was nicht ohne Schäden blieb. In den kommenden Stunden beruhigt sich die Lage aber. Im Südosten sowie von Sachsen bis zur Ostsee kann es aber noch heftig krachen und schütten. Hier gehen die Temperaturen nur auf 18 Grad zurück, im Westen kühlt es teils auf nur 10 Grad ab.
Am Samstagvormittag ziehen die letzten heftigen Regengüsse über die Ostsee ab. Sonst ist es häufig trocken und sogar sonnig. Am Nachmittag bleibt es bei einigen Sonnenstrahlen. Aber auch neue Schauer und einzelne Gewitter entstehen. Letzteres besonders im Nordwesten. Es ist kühler mit 18 Grad in den Alpen und immerhin 25 Grad im Osten. Dazu ist es im Norden windig.
Die Gewitter-Schwerpunkte im Süden um 20 Uhr

Die Gewitter-Schwerpunkte im Norden um 20 Uhr

Kleine Chronik des Unwetter-Freitags im Video
Lage aktuell bis zum Abend: In diesen Regionen kann es gefährlich werden

Derzeit zieht die bisher heftigste Gewitterzelle Mitteleuropas von Südbrandenburg nach Polen und lässt uns damit in Ruhe. Es folgt aber eine Linie von der Schweiz über Baden-Württemberg und Franken bis nach Sachsen mit weiteren Gewittern. Das sind einzelne aber im Kern sehr kräftige Gewitter mit wahrscheinlich auch Hagel und Sturmböen, Starkregen sowieso. Diese Zellen werden weiter nach Nordosten, im Laufe des Abends auch weiter nach Osten ziehen.
Gleichzeitig bildet sich sehr wahrscheinlich ein neuer Gewitter-Cluster aus der Schweiz heraus und wird dann am Alpenrand nach Osten ziehen. Besonders über dem Süden Bayerns könnte es im Laufe des Abends sehr ungemütlich bis gefährlich werden. In der ersten Nachthälfte regnet es dann über Bayern teils länger und intensiv. Eventuell hält das sogar bis zum Morgen an. Dann bestünde erneut Unwettergefahr.
Und dann gibt es noch die Gewitter in der Nähe des Tiefkerns im Nordwesten. Sie ziehen jetzt recht flott nach Nordost und werden sich auf dem Weg nach Bremen und Hannover wohl weiter intensivieren. Besonders hier könnte es auch hinsichtlich Tornados gefährlich werden. Die Windscherung ist recht groß. Gleichzeitig haben die Zellen eine schnelle Zuggeschwindigkeit und könnte starke Fallböen auslösen.
Windhose in Dissen in Niedersachsen
Eine Windhose ist am Freitagnachmittag durch ein Wohngebiet in Dissen gewirbelt und hat erhebliche Schäden angerichtet. Abgerissene Äste, beschädigte Dächer, herausgerissene Dachfenster – die enormen Windgeschwindigkeiten hatten ganz schön Zerstörungskraft.
Krasser Starkregen in Frankfurt am Main - Ton an!
Großeinsatz in Telgte im Münsterland
Umgeknickte Bäume, gesperrte Straßen und Schäden an Gebäuden: In Telgte im Münsterland ist die Feuerwehr im Großeinsatz. Die Bevölkerung wurde über die sozialen Medien gewarnt, zu Hause zu bleiben. Die Feuerwehr hat Unterstützung durch Kräfte aus dem Kreis Warendorf und des Technischen Hilfswerks angefordert.
Gewitter und Platzregen nach Hitze in Leipzig
Unwettergefahr in Tschechien, Österreich, Slowenien

In der noch viel wärmeren Luft weiter östlich in Europa geht es ebenfalls kräftig zur Sache mit Gewittern mit Unwetterpotenzial.
54 Liter Regen innerhalb einer Stunde in Coesfeld

Das Münsterland in Nordrhein-Westfalen hat es ganz schön erwischt. Innerhalb einer Stunde fielen in Coesfeld über 50 Liter Regen. Das sollte zu einigen Überflutungen geführt haben. Im naheglegenen Reken waren es immerhin 39 Liter.
Zelltracking Deutschland aktuell - hier sind Gewitter unterwegs

Direkt mehrere Gewitterzentren haben sich gebildet. Die Hauptzugrichtung ist hierbei meistens nordostwärts. Dabei liegen die Regenmengen binnen kurzer Zeit zum Teil bei 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter. Die Spitzenböen bewegen sich bei rund 70 bis über 80 km/h. Doch auch deutlich mehr ist im Umfeld der Gewitter noch möglich.
Superzelle breitet sich nach Brandenburg aus

Die Superzelle, die über weiten Teilen Sachsens liegt, zieht weiter Richtung Brandenburg. Neben Gewittern regnet es weiterhin kräftig. Bei diesen Unwettern sind weiter Hagel und Sturmböen, aber auch Tornados nicht ausgeschlossen.
Eine weitere Gewitterlinie zieht über Stuttgart hinweg und deckt die Stadt am Neckar mit Blitz und Donner ein. Weitere Gewitter liegen über der Schweiz, nähern sich aber dem Südwesten Deutschlands. Die Regenschauer über dem Ruhrgebiet und Niedersachsens ziehen weiter in nördlicher Richtung.
Im Video: Meteorologe Haeckl schätzt die Lage ein
Stormtracking: wachsende Superzelle im Osten

Ein großes Gewitterfeld liegt gerade über Leipzig und zieht mit Hagel, Starkregen und Sturmböen Richtung Dresden. Dabei können die Hagelkörner schon bis zu 2 cm groß sein. Außerdem sind bei der sich schnell ausbreitenden Superzelle in Sachsen auch Tornados nicht ausgeschlossen. Von Südwesten nähert sich eine weitere Gewitterfront. Teilweise donnert es schon in Baden-Württemberg wie beispielsweise nördlich von Stuttgart. Im Südosten sind die Gewitter größtenteils abgezogen. Regen fällt hier aber weiterhin. Genauso wie im Nordwesten Deutschlands. Weite Teile Niedersachsens liegt unter Regenwolken.
Explosive Gemengelage: Achtung, Tornado-Gefahr! Diese Regionen kann es erwischen
Krasse Temperaturkontraste teilen Deutschland

Während der Westen mittags im Dauerregen zum Teil kaum 15 Grad auf die Thermometer bringt, schaut es mit Sonne ganz anders aus. Insbesondere im südlichen Ostdeutschland sowie im östlichen Bayern ist die Hitzemarke von 30 Grad in Reichweite. Dabei liegen die Taupunkte zum Teil bei über 20 Grad – eine mitunter hochexplosive Lage.
Warten auf den Hochdruckeinfluss

Tief Frieda liegt mit seinem Kern angekommen und zieht in Richtung Küsten, wo sie am Samstag noch wirkt, um am Sonntag auf die Nordsee und anschließend in Richtung Norwegen zu ziehen. Bei uns kann sich dann Zwischenhocheinfluss zeigen. Von Montag zu Dienstag streift uns noch mal ein Tief und dann übernimmt hoher Luftdruck. Im Nordwesten Europas sind zwar noch die Tiefs und vielleicht nerven sie uns hier und da mit Norden, aber insgesamt ist es sonnig, mit nur wenigen Schauern oder Gewittern, vorzugsweise über den Bergen. Es ist quasi Hochsommerwetter, wie es im Buche steht. Das gilt auch für die Temperaturen von meist 25 bis 30 Grad. Das Ganze könnte in weiten Teilen Deutschlands bis Ende der Woche halten. Aber die Unsicherheiten sind dann natürlich groß und wir wissen ja, wie das in diesem Sommer so läuft.
Heftige Unwetter in Deutschland: Tief Frieda erhöht Gefahr durch Superzellen und Tornados
Stormtracking zum Mittag
Die Gewitterzellen haben sich in auf ihrem Weg nach Norden in Nordrhein-Westfalen ausgebreitet. Neben Blitz und Donner gibt es weiter Starkregen und Hagelschauer. Weiter östlich sind mittlerweile auch Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit in der Gewitter-Verlosung. Thüringen bleibt im Fokus der Unwetter.
Am Nachmittag wird es zunehmend schwül, mit teils kräftigen Gewittern und regional heftigen Unwettern. Vom Südwesten bis in die Mitte ist es ruhiger. Auf Rügen bleibt es am längsten trocken mit zeitweiligem Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen bei 18 bis 28 Grad.
Im Video: So schön können Gewitter sein: Blitze am Abendhimmel über Landsberg am Lech (Bayern)
Die Gefahr einer Rosenheimer Zelle

Als seien die Gewitter mit Starkregen nicht genug, könnte Tief Frieda die Gewitter sogar zu Superzellen wachsen lassen. Dabei beginnt ein Gewitter durch Scherwinde zu rotieren und zu verstärken. Diese Scherwinde sind Winde mit unterschiedlicher Richtung und Stärke in verschiedenen Höhen. Damit wird ein Gewitter fast automatisch zum Unwetter mit teils extrem großen Hagel. Aus Sturmböen werden dann auch häufiger Orkanböen. Diese Superzellen sind nicht selten langlebig und bekommen dadurch eine teils zig bis manchmal hunderte Kilometer lange Zugbahn. Eine der bekanntesten Zugbahnen für Superzellen in Deutschland ist die „Rosenheimer Zelle“. Benannt ist das Wetterphänomen nach einer Superzelle, die sich regelmäßig an den Alpen bildet – etwa über dem Allgäu oder Schwangau – und dann an den Alpen entlang nach Osten zieht. Dabei trifft sie regelmäßig die bayrische Stadt Rosenheim oder zumindest die Region. Diese Superzellen verursachten in den vergangenen Jahren hohen Schaden.
Gutes Wetter für das EM-Finale

Für das Public Viewing am EM-Final-Sonntag sieht es gut aus. Abgesehen von ein paar Regenschauern im äußersten Norden und an den Alpen im Süden bleibt es sonnig bei wenigen Wolken. Die Temperaturen liegen zwischen 17 und 23 Grad.
Fiese Gewitterzelle über Thüringen
Die Gewitter bündeln (Cluster) sich in zwei Regionen innerhalb von Deutschland. Eine davon liegt über dem Rheinland, wo sich nördlich von Köln Gewitter entladen. Die Gewitterwolken ziehen weiter Richtung Norden. Mit dabei können auch Starkregen und kleinkörniger Hagel sein. Das zweite Cluster liegt über Thüringen und zieht unter großem Getöse Richtung Sachsen-Anhalt und Sachsen. An den Alpen breiten sich außerdem die Regenschauer aus.
Tief Frieda erreicht den Westen

Das Gewitter- und Unwettertief Frieda ist im Westen Deutschlands angekommen und zieht in Richtung Küsten, wo das Tief am Samstag ebenfalls noch wirken wird, um am Sonntag auf die Nordsee und danach in Richtung Norwegen zu ziehen. Dabei wird’s einige Wetterkapriolen und Unwetter geben. Dabei droht unter anderem weiterhin reichlich Regen binnen kurzer Zeit – ähnlich wie zuletzt beispielsweise in Arnstein-Müdesheim (Bayern) oder in Naundorf bei Seyda (Brandenburg) mit knapp 30 Litern pro Quadratmeter.
Regen-Radar: Wo regnet es jetzt und gleich?
Stormtracking zum Start in den Tag

Über Hessen und Bayern entladen sich aktuell mehrere Gewitterzellen. Auch in Brandenburg geht es mit Blitz und Donner hoch her. Starke Regenschauer ziehen gleichzeitig über den Westen herein. Die nächsten Gewitter stehen möglicherweise in den Startlöchern.
Sehr stürmisch
Gewitter- und Unwettertief Frieda zieht von Frankreich her heute nach Deutschland und bis morgen weiter nach Südskandinavien. Der Norden bleibt bis einschließlich Sonntag unter dem Einfluss dieses Tiefs, wobei es aber in der Nacht zum Sonntag über der Nordsee zeitweise ordentlich stürmisch werden kann.
Unwetter gehen in die nächste Runde
Heute breiten sich von Südwesten her teils kräftige Schauer und Gewitter über die Mitte und nach Bayern aus und ziehen am Nachmittag in den Norden. Am längsten trocken und zeitweise sonnig bleibt es auf Rügen. Vor allem vom Osten bis zu den Alpen können sich schwere Unwetter bilden, aber auch im Nordwesten kommt es stellenweise zu Starkregen. Etwas ruhiger ist es tagsüber im Südwesten. Die Temperaturen erreichen zwischen Emden und Duisburg meist nur um 18 Grad, meist liegen die Höchstwerte aber über 20 Grad und vom Oberrhein bis in den Osten vielfach sogar über 25 Grad. Am wärmsten wird es voraussichtlich in der Niederlausitz bei bis zu 28 Grad.
Regen-Radar: Wo regnet es jetzt und gleich?
Wetterlage heute: Tief Frieda verhagelt den Freitag

Gewittertief Frieda zieht nun über Deutschland und die Unwettergefahr steigt. Das Tief verlagert sich am Wochenende nach Südskandinavien und sorgt am Samstag noch verbreitet für unbeständiges Wetter. Am Sonntag stellt sich im Süden und in der Mitte Deutschlands aber mal – wenn auch schwacher - Hochdruckeinfluss ein.
(mit dpa)



