Der Winter fängt ja gut an

Dezember beginnt mit Kälte-Schock: Eiskalte Ostwetterlage möglich

von Claudia Träger und Patrick Panke

Noch ist nicht mal richtig Herbst gewesen, da deutet sich in den Langfrist-Prognosen der Winter an. Dabei ist „andeuten“ wohl etwas untertrieben, der 42-Tage-Trend von wetter.de stößt uns mit der Nase drauf. Mit dem Monatswechsel November/Dezember kehrt der Winter in Deutschland ein. Und zwar mit Karacho.

Video: Wann bleibt der erste Schnee normalerweise liegen?

Außergewöhnliche Ostwetterlage

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es zu Beginn eines Dezembers so kalt gewesen ist, zumindest nicht in den letzten 20 Jahren“, sagt wetter.de-Meteorologe Patrick Panke angesichts der Berechnungen des EZMWF-Modells für November und Dezember. „Es müsste schon eine außergewöhnliche Ostwetterlage werden.“ Trockene Kälte bis in den sehr strengen Frostbereich - das sieht mehr nach Februar als nach Dezember aus.

Schnee bis ins Flachland?

Die Grafik zeigt einen möglichen Kälteeinbruch Anfang Dezember.
Winter in Köln: Kommt zur Kälte auch noch Schnee?

Nach einer sehr unbeständigen Witterungsphase in der zweiten November-Hälfte rauschen die Temperaturen in den Keller. Selbst in der milden Köln-Bonner Bucht wird es nachts bitterkalt bis -8 Grad, und die Tageshöchstwerte bewegen sich nach den ersten Dezember-Tagen um den Gefrierpunkt. Dann wird es sogar noch kälter.

Da ist die Frage nach Schnee im Rheinland – oder überhaupt im Flachland – nicht weit. Das wird wohl nichts. Denn die kalte Kontinentalluft, die dann nach Deutschland schwappen müsste, ist total trocken. Und vorher war es zu mild für Schneefall.

An den Alpen: -10 bis -20 Grad in den Nächten

Der 42-Tage-Trend zeigt einen Wintereinbruch Anfang Dezember an.
Sehr strenger Frost am Alpenrand - da bleibt man nachts besser drinnen.

Und wie sieht es in den Bergen aus? Da kann es klappen mit Schnee, muss aber nicht. Am Alpenrand, in Garmisch etwa, ist es dem 42-Tage-Trend zufolge schon Ende November kalt genug, dass die Niederschläge dann als Schnee fallen könnten. Allerdings geht es dem tagsüber an den Kragen. Denn dort steigen die Temperaturen noch weiter in den Plusbereich als im Flachland. Das würde für eine Inversionswetterlage sprechen.

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Schnee nicht ausgeschlossen

Die Grafik Tiefsttemperaturen Anfang Dezember 2022.
Ein seltenes Bild: Die Deutschland-Karte im totalen Frost-Look.

Auf jeden Fall ist so eine Ostwetterlage eine gute Voraussetzung für Schnee. Da kann sich immer mal ein Kaltlufttropfen in höhere Luftschichten mogeln, der für Schneefall sorgt. Oder eine zwischenzeitliche Strömungsänderung auf westliche Richtungen könnte es schneien lassen.

Bis dahin hat das Wetter noch einen Monat Zeit, es sich anders zu überlegen. So weit im Voraus bewegen wir uns natürlich im Bereich der sehr großen Unsicherheiten. Was Fakt ist: Die Wettercomputer für den 42-Tage-Trend berechnen aktuell genau diese eisige Wetterlage.

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(ctr,ppa)