Der Hammer kommt zum Schluss

Wird so das Wetter im Winter? Warmer Januar, kalter Februar mit Schnee und Eis

von Claudia Träger und Björn Alexander

Viele wollen jetzt wissen: Wie wird der Winter? Das ist immer eine spannende Frage, in diesem Jahr wird sie auf dem Hintergrund hoher Energiekosten aber besonders oft gestellt. Wird es besonders kalt? Das wäre schlecht fürs Portemonnaie. Ein milder Winter ohne Schnee und Eis, von vielen als „kein richtiger Winter“ nicht so geschätzt, käme 2022 ganz gelegen. Was kann man denn jetzt schon dazu sagen?

Oben im Video: Wo und wann bleibt normalerweise der erste Schnee liegen?

Der Winter 2022 in den Wettermodelle

Der Januar wird in Deutschland laut NOAA gehörig zu warm.
Der Januar hat den Berechnungen der NOAA-Computer zufolge eine positive Abweichung vom langjährigen Mittel von bis zu 2 Grad.

Prognosen über das Wetter in der Zukunft sind leider unsicher. Trotzdem werden die Wetter-Computer natürlich nicht davon abgehalten, Berechnungen darüber anzustellen. Sie rechnen und prognostizieren einfach immer weiter. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat gerade seine aktualisierte saisonale Vorhersage vorgelegt. Wie auch andere langfristige Klimamodelle sagt sie nichts über das Wetter aus, sondern gibt eine Prognose darüber ab, ob die betrachteten Zeiträume trockener oder feuchter, wärmer oder kälter als im langzeitlichen Mittel werden.

Also kann man solche Prognosen gleich vergessen? Nein, meint wetter.de-Meteorologe Björn Alexander: „Es sind eben auch Computerprognosen und insofern kann man sie sich anschauen und bewerten.“ Da sind beispielsweise die experimentellen Langfristvorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA.

Prognose für Dezember: zu warm

Die NOAA und ihre Langzeitprognose: In Deutschland soll der Winter nur leicht warm werden.
Das geht noch. Den Dezember in Deutschland rechnet die experimentelle Langfristprognose der NOAA nur leicht zu warm.

In Zeiten des Klimawandels ist es keine große Überraschung, dass die Berechnungen für Europa und Deutschland meistens zu trocken und zu warm ausfallen. Allerdings sind - im Vergleich zu den letzten Jahren - die vorhergesagten Abweichungen für Herbst und Winter aktuell nur etwas zu hoch. Eine vergleichsweise kühle Vorhersage“, sagt Björn Alexander.

Prognose für den Februar 2023: Normal kalt

Die NOAA sieht den Februar ganz normal werden.
Das kommt nicht mehr so häufig vor: Ein Monat mit Durchschnittstemperatur ohne Abweichung nach oben vom langjährigen Mittel.

Besonders die Berechnungen für den Februar sind interessant und angesichts der Energiekrise mit Sorge zu betrachten: Der NOAA zufolge würde der Februar ein durchschnittlicher Wintermonat werden. Mit einer Durchschnittstemperatur von wenig über 0 Grad ist er normalerweise absolut ein Heiz-Monat.

Aber die Daten solcher Langfristvorhersagen haben noch mehr Schwächen in ihrer Aussagekraft. „Selbst zu hohe Durchschnittswerte können am Ende durchaus eiskalte Phasen beinhalten“, erklärt Alexander. „Bestes Beispiel ist der Februar 2021, der eisig begann und auf Frühlingsniveau mit Rekordwerten endete und somit zu warm in die Wettergeschichte einging. Trotz Schnee und zweistelliger Minusgrade zum Anfang.“

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(ctr, bal)