Salz ist ein Riesenproblem
Schadstoffe im Wasser: 90 Prozent der deutschen Flüsse und Seen sind belastet
Diese Zahl überrascht: Nur rund 9 Prozent der deutschen Flüsse und Seen sind aus ökologischer Sicht in Ordnung. Eins der Probleme ist deren Versalzung. Drei einfache Tipps, wie jede und jeder unsere Gewässer schützen kann.
Am 22. März ist Weltwassertag – Fakten zu unserem Trinkwasser
Viel zu viel Salz in Flüssen und Seen
Am 22. März 2025 ist Weltwassertag. Dazu gibt es aus Deutschland schlechte Nachrichten: Nur 9,3 Prozent der deutschen Flüsse und Seen sind in einem ökologisch guten Zustand. Der EU-Durchschnitt liegt bei 39,5 Prozent.
Beispiel Versalzung. Kläranlagen können Chlorid (Bestandteil von Salz) nicht aus dem Abwasser filtern. Es gelangt daher ungehindert in Flüsse und Seen. Ihr Salzgehalt wird ständig größer. Was ist schlimm daran?
- Dort beeinträchtigt bis zerstört es den Lebensraum der Tiere und Pflanzen, die dort heimisch sind. Die Artenvielfalt geht verloren.
- Dafür breiten sich Pflanzen- und Tierarten aus, die das salzhaltige Wasser sogar bevorzugen. Das Gleichgewicht der Ökosysteme geht verloren.
- Durch den erhöhten Salzgehalt im Grundwasser nimmt die Qualität des Trinkwassers ab. Es muss aufwändig behandelt werden und wird teurer.
Grundwasser wird knapp: Drei Milliarden Menschen von Wassermangel bedroht
Drei einfache Tipps, wie jeder Haushalt zum Gewässerschutz beitragen kann
Die gute Nachricht: Jede und jeder kann einen Beitrag zum Gewässerschutz leisten. Maximilian Wilk, Experte für umweltfreundliche Wasseraufbereitung bei Aqon Pure nennt drei Maßnahmen, mit denen ein 4-Personen-Haushalt in einem bis zu 150 kg Salz pro Jahr einsparen kann:
Maßnahme 1: Eine Geschirrspülmaschine nur dann nutzen, wenn sie möglichst voll ist und idealerweise in einem "eco-Modus". Denn jede Geschirrspülmaschine enthält eine kleine Wasserenthärtungsanlage mit Salz. Pro Spülgang wird dieses Salz verbraucht. Daher muss man regelmäßig Spülmaschinen-Salz nachfüllen. Stark verschmutztes Geschirr kann man bei Bedarf zuvor einweichen.
Maßnahme 2: Statt einer Enthärtungsanlage mit Salz besser sogenannte Kalkschutzanlagen ohne Salz verwenden. Denn ca. 40 % der 19 Mio. Wohngebäude in Deutschland haben sehr kalkhaltiges Wasser. Hier werden oft Enthärtungsanlagen mit Salz verwendet. Je nach Wasserhärte benötigen diese Anlagen für ein Einfamilienhaus mehr als 100 kg Salz pro Jahr. Eine umweltfreundliche Alternative sind sogenannte Kalkschutzanlagen ohne Salz.
Maßnahme 3: Im Winter statt Streusalz besser Sand oder Splitt benutzen. Außerdem ist es am besten, wenn man Wege möglichst schnell mit Schaufel oder Besen vom Schnee befreit, sodass dieser erst gar nicht vereisen kann.
Toller Frühlingsstart! Und wie geht der Frühling jetzt weiter?
Über den Weltwassertag
Der Weltwassertag findet jährlich am 22. März statt. Er wurde 1993 von der UN ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Bedeutung der Ressource Wasser zu schaffen. Denn Wasser ist für die Menschheit überlebenswichtig. Aktuell haben 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Daher sollen Maßnahmen in den Vordergrund gerückt werden, die bei der Bekämpfung der globalen Wasserkrise helfen.
(ctr mit dpa)



