Von Portugal und Spanien bis Italien

Diesen Urlaubsregionen drohen Unwetter

von Paul Heger & Björn Alexander

Prognose und Vorhersage Gewitter und Unwetter am Samstag
Der Südwesten unseres Kontinents zeigt sich anfällig für Gewitter und Unwetter

Für viele von uns geht es jetzt in die Herbstferien und möglicherweise auch gen Süden - noch einmal Wärme und Sonne tanken. Doch das gelingt nicht überall. Denn mitunter müssen wir uns auf kräftige Gewitter und Starkregen einstellen.

Die Ausgangslage: Mittelmeer zu warm, Unwetterpotenzial enorm

Weite Teile des Mittelmeeres sind mit Wassertemperaturen von 22 bis über 25 Grad nach wie vor deutlich zu warm. Der Sprung ins kühle Nass ist somit gar nicht ganz so kalt – sicherlich zur Freude für die Sonnenanbeter.
Die Kehrseite der badegewaltigen Medaille ist allerdings, dass damit ebenfalls reichlich Energie für mögliche Unwetter vorhanden ist. Denn viel Wärme ist gleichbeutend mit mehr Wasserdampf und mehr Energie in der Atmosphäre, wenn gleichzeitig kalte Luft gen Süden strömt.

Wassermassen und heftige Unwetter in Italien

Schwere Unwetter und enorme Regenmengen in Teilen Italiens - zum Teil über 400 Liter pro Quadratmeter
Während der letzten Tage sind besonders in Norditalien enorme Wassermassen gefallen

Zuletzt gab diese unheilige Kombination ein verheerendes Gastspiel in Südfrankreich, dem südlichen Alpenraum sowie Norditalien bis herüber an den Balkan. Alleine in der Lombardei und in Ligurien sind zur Mitte dieser Woche beispielsweise bis zu um die 150 Liter binnen 24 Stunden gefallen. Damit hat es mit der letzten Unwetterphase an einigen Wetterstationen 200 bis 300, teils bis über 400 Liter Regen je Quadratmeter gegeben. Zum Vergleich: Das ist deutlich mehr als der halbe Jahresniederschlag von Berlin.

Unwetterschwerpunkte am Wochenende

Jetzt ist erst einmal die Iberische Halbinsel im Fokus der nächsten, teils heftigen Gewitter mit Starkregen. Besonders heftig wird es Portugal sowie von Süd- bis nach Zentralspanien. Am Wochenende ist auch Marokko betroffen. Dabei sind zudem Sturmböen möglich. Die Regenmengen bringen es bis einschließlich Sonntag in Spitzen auf 100 bis 200 Liter je Quadratmeter. Selbst größere Mengen sind nicht auszuschließen.

Die Maximalabschätzung der Wettercomputer liegt punktuell bei über 300 Litern. Für den Urlaub alles andere als toll – jedoch lechzen die Wasserspeicher in Spanien aber auch nach himmlischem Nass.

Wie geht es anschließend weiter?

Während es am östlichen Mittelmeer überwiegend schön und entsprechend warm bleibt, sieht es Richtung Westen anders aus. Die Tiefdruckgebiete wollen weiterhin ein Wörtchen mitreden. Zuerst wiederholt über Spanien, Portugal und Südfrankreich, im weiteren Verlauf dann aber erneut im Bereich zentrales Mittelmeer rund um Italien.
Bei Ausflügen und Wanderungen solltet ihr also durchaus aktuelle Warnungen, Aussichten und das Radar checken, um bestens informiert zu sein.