Ein Mann tot aufgefunden

Nach Starkregen in Kärnten: Überflutungen und Murenabgänge verwüsten Orte in Österreich

Die Unwetter haben mehrere Ortschaften im österreichischen Kärnten getroffen und teilweise schwer verwüstet. Die Einsatzkräfte haben Schwierigkeiten die betroffenen Gebiete zu erreichen. Mit dem Hubschrauber wurden bereits einige Menschen aus dem Katastrophengebiet gerettet. Ein 82-jähriger Mann wurde in Treffen am Ossiacher See von einem Bach mitgerissen und am Mittwoch tot aufgefunden, sagte der Bezirkschef von Villach-Land, Bernd Riepan, dem Sender ORF. Nach einer weiteren vermissten Person wurde gesucht.

Hochwasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr

29.06.2022, Österreich, Treffen: Feerwehrleute beobachten Einsatzkräfte des Katastropfenschutz bei ihren Arbeiten nach einem Unwetter mit schweren Schäden. Schwere Unwetter haben ganze Ortschaften im Bezirk Villach-Land verwüstet. Bäche traten über d
Unwetter im südlichen Österreich: Das Katastrophengebiet ist für die Einsatzkräfte schwer zugänglich.

Ein schweres Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Am Mittwoch riefen die Behörden Zivilschutzalarm für die Gemeinden Treffen am Ossiacher See und Arriach wegen Erdrutschen und reißenden Bäche aus. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sich im ersten Stock ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen. Gewässer führten Hochwasser, wie es nur alle 30 Jahre vorkomme, sagte Johannes Moser, ein Hydrologe des südlichen Bundeslandes von Österreich.

Bereits gegen 2 Uhr in der Nacht wurde die Feuerwehr alarmiert, da stand allerdings das Gröbste noch aus. Gegen 3 Uhr nahm das Unwetter dann richtig an Fahrt auf. Starkregen und Sturmböen sorgten dafür, das etliche Muren abgingen. Feuerwehr und Gemeinde blieb nichts weiter übrig, als den Katastrophenschutz zu alarmieren und auch den Zivilschutzalarm auszulösen.

Tweet: So krass schossen die Wassermassen durch den Ort Treffen

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Hoffnung auf wenig Personenschäden

Landesrat Daniel Fellner erklärt, mit welchen Schwierigkeiten die Einsatzkräfte zu kämpfen haben: „Es gibt Gebiete, da kommen wir nur mit schwerem Gerät weiter und so arbeiten wir uns Meter für Meter vorwärts.“ Außerdem appelliert er auch an die Anwohner: „Macht Euch keine Sorgen, alles was hier an Sachschaden entsteht, das werden wir in irgendeiner Art lösen können.“

In den Morgenstunden startete sogar ein Polizeihubschrauber, um das überflutete Gebiet zu erkunden. Sieben Menschen und ein Hund konnten bis in die frühen Morgenstunden so bereits mit dem Hubschrauber aus dem Katastrophengebiet gerettet werden. Zusätzliche Hilfe soll nun auch das hinzu gerufene Bundesheer leisten.

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Menschen ohne Stromversorgung

Überflutungen in Kärnten: Muren gingen ab und Bäche traten über die Ufer
Bäche traten über die Ufer, Muren gingen ab und verschütteten die Häuer teils bis zum ersten Stock.

Das Unwetter verursachte besonders im Gegendtal in der Nähe von Villach schwere Schäden. Häuser wurden zum Teil bis zum ersten Stock verschüttet. Wegen der Schlamm-Massen war auch die Straße zum Feuerwehrhaus in Treffen zunächst blockiert.

Bereits am Dienstagabend hatte ein Sturm mit Orkanböen in Kärnten Bäume gefällt, Stromleitungen gekappt und Dächer abgedeckt. 7.500 Menschen waren in diesem Gebiet von der Stromversorgung abgeschnitten. Orkanböen hinterließen in der Nacht zum Mittwoch Geschwindigkeiten von bis zu 129 Kilometer pro Stunde, außerdem fielen innerhalb von 12 Stunden rund 117 Liter Regen.

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(kfb mit dpa und ntv.de)