Gewaltiger Wetterkontrast

Unwetter treffen Urlaubsregionen im Süden

von Karim Belbachir

Wenn bei uns Hochdruck für ruhiges Wetter sorgt, erlebt Südeuropa das Gegenteil. Regenfluten, Gewitter und Sturmböen prägen die Lage von der Ägäis bis zur Adria. In Serbien kommt sogar der Winter mit voller Kraft zurück.

Regenfluten und Gewitter

businessman holding umbrella on a rainy day
In Südosteuropa könnten in Spitzen bis Mittwoch 300 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen.

In Deutschland ist momentan nach dem Schneefall rund um die Luftmassengrenze Beruhigung angesagt, auch wenn die Nächte weiterhin frostig bleiben. Das sieht in manchen südlicher gelegenen Teilen Europas anders aus.

Von Tunesien bis zur Ägäis dominieren kräftige Regengüsse und teils heftige Gewitter. Besonders in einem Gebiet von den Balkanländern über die Ägäis bis in die Türkei werden bis einschließlich Mittwoch zum Teil intensive Regenmengen von 200 bis 300 Litern pro Quadratmeter erwartet.

Schwarzmeerküste im Schnee- und Regenchaos

Regenschauer im Südosten Europas
Besonders stark betroffen sind die Ägäis und die Türkei.

An der türkischen Schwarzmeerküste sorgen ergiebige Regenfälle für ungemütliche Bedingungen. Hier fällt in kürzester Zeit eine enorme Wassermenge, die in manchen Gebieten zu Überschwemmungen führen könnte.

Ein anderes Extrem trifft auf dem Balkan Serbien. Dort setzt Winterwetter ein. Das bedeutet, dass selbst in tiefen Lagen Schneefall für eine weiße Landschaft sorgt. Das könnte natürlich mit erschwerten Verkehrsbedingungen einhergehen.

Sturmböen und Orkanwinde

Dazu legt der Wind eine Schippe drauf. Von der Adria bis zur nördlichen Ägäis, dem Bosporus sowie Korsika und Sardinien zieht stürmisches Wetter auf. Besonders an der kroatischen Küste macht sich die Bora bemerkbar: Während in den Gebirgsregionen Kroatiens schwere Sturm- bis hin zu Orkanböen toben, bleibt es an der Küste extrem windig.

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Die Bora ist ein kalter, böiger Fallwind, der vor allem an der Adriaküste in Kroatien und Montenegro auftritt. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „boreas“ ab, was „nördlicher Wind“ bedeutet. Die Bora weht in der Regel aus Ost-Nordost und kann eine Windgeschwindigkeit von bis zu 250 Kilometern pro Stunde erreichen.

(kfb)