Das waren die heftigsten Böen

Sturmtief EUGEN überquert Deutschland mit Sturm und Orkan

Sturmlage durch Tief EUGEN - Im Herbst und Winter normal, im Mai sehr selten

Das Gröbste ist geschafft. Tief Eugen hat auf dem Weg nach Osten seinen Höhepunkt überschritten. In der Nacht lässt der Wind allgemein nach. Im Norden, speziell an der Küste, und im höheren Bergland sind noch Sturmböen dabei. Die ganz großen Schäden hat das ungewöhnliche Sturmtief im Mai glücklicherweise nicht hinterlassen, aber hier und da stürzten eben doch Bäume um und gefährdeten Passanten, Anwohner und Verkehrsteilnehmer.

Feuerwehrleute sichern im Stadtteil Wellingsbüttel eine umgestürzte Birke. Sturmtief «Eugen» zieht über Deutschland hinweg. Der Deutsche Wetterdienst DWD warnt vor Sturm- und in exponierten Lagen auch vor Orkanböen.
Sturmtief Eugen hielt die Feuerwehr am Dienstag auf Trab. © dpa, Daniel Bockwoldt, dbo scg

Das richtete Tief EUGEN in Deutschland an

Niedersachsen: Im Harz blies der Sturm mit Orkanstärke. Auf dem Brocken wurden Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von fast 140 km/h gemessen.

Im Kreis und in der Stadt Osnabrück war die Feuerwehr wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Einsatz. In Bad Laer war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Niemand wurde verletzt.

In Hannover blieben wegen des Sturms der Stadtpark, der Tiergarten und die Waldstation Eilenriede vorsorglich geschlossen. Die Stadtverwaltung warnte vor dem Betreten von Wäldern und Parks.

Sturmtief EUGEN im Regenradar

Mehr zum Regen und den teils kräftigen Schauern in der Vorhersage:
Das wetter.de-Prognose-Radar.

Baden-Württemberg: Windböen brachten einen Maibaum zu Fall. Der Polizei zufolge stürzte der Baum in eine Bushaltebucht in Weinstadt und beschädigte ein geparktes Auto. Es entstand ein Schaden von rund 3000 Euro. Menschen hielten sich zu dem Zeitpunkt nicht dort auf.

Nordrhein-Westfalen: Ein umgewehter Baum traf auf einer Landstraße das Auto eines 23-Jährigen aus Wiehl. Der eingeklemmte Mann musste von der Feuerwehr befreit werden. Er kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, wie die Kreispolizei berichtete.

Die A44 zwischen dem Kreuz Holz und dem Dreieck Jackerath wurde aus Sicherheitsgründen in beiden Richtungen gesperrt. Zuvor war ein Sattelauflieger umgeweht worden. Verletzt wurde niemand.

In Bad Oeynhausen wurden die Zelte eines Corona-Drive-in-Testzentrums aus den Ankern gerissen. Auch Bauzäune und ein mobiles Toilettenhäuschen wurden umhergewirbelt.

Tief Eugen ist durch Deutschland gezogen. Die Schäden hielten sich in Grenzen.
Bei so einem Wind geht die Spargel-Folie fliegen. © dpa, Arne Dedert, ade hjb

Messwerte der Wetterstationen: Einige Spitzenböen des Tages

Hier eine Auswahl der stärksten Böen:

  • Brocken (Sachsen-Anhalt) 139 km/h
  • Feldberg/Schwarzwald (Baden-Württemberg) 120km/h
  • Weinbiet (Baden-Württemberg) 115 km/h
  • Borkum MG (Niedersachsen) 113 km/h
  • Wasserkuppe (Hessen) 111 km/h
  • Belchen/Schwarzwald (Baden-Württemberg) 107km/h
  • Haaren (NRW) 107km/h
  • Fassberg (Niedersachsen) 107km/h
  • Schmücke (Thüringen) 106 km/h
  • Aachen Orsbach 101km/h
  • Oerlinghausen (NRW) 100 km/h
  • Bremen 97km/h
  • Hornisgrinde (Baden-Württemberg) 96 km/h
  • Eschweiler (NRW) 96 km/h
  • Xanten (NRW) 93 km/h

Vorhersage: So geht es mit dem Wind weiter

Der Wind nach Tief Eugen lässt nach.
Besonders an der Küste bläst der Wind noch ordentlich. © wetter.de

Am Mittwoch ist es wieder stürmisch, vor allem über der nördlichen Mitte Deutschlands können auch wieder Sturmböen auftreten. Über der breiten Mitte kommen noch einzelne kurze Gewitter hinzu. Wie üblich sind die von Sturmböen gefährdetsten Bereiche an der See und im höheren Bergland zu finden.

Im Video: Was bedeuten die Windstärken?

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