Unwettergefahr noch nicht gebannt
Heftige Gewitter in Barcelona - so geht es jetzt weiter
Die festgefahrene Wetterlage lässt im Süden unseres Kontinents noch keine nachhaltige Entspannung zu. Zuletzt gab es vor allem rund um Barcelona sintflutartigen Regen.
Oben im Video: Unwetter-Chaos in Barcelona
Schwere Gewitter im Westen Spaniens
Nach den katastrophalen Unwettern rund um Valencia gab es zum Wochenanfang insbesondere rund um die spanische Metropole Barcelona schwere Gewitter.
Zum Wochenanfang vermeldete die Wetterstation am Flughafen knapp 150 Liter Regen pro Quadratmeter – das Gros davon dürfte allerdings binnen drei Stunden niedergegangen sein. Mit entsprechenden Folgen, wie überfluteten Straßen, vollen Kellern sowie Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr.
Wie ist die Lage aktuell?
Derzeit besteht von Barcelona bis zur französischen Grenze ein kleines Schauer- und Gewitterrisiko, die Mengen sollten aber eher gering ausfallen. Deutlich höhere Regenmengen können in Südfrankreich zusammenkommen.
In der Region zwischen Toulouse und Marseille reichen die Modellvorhersagen zunächst einmal von 30 bis knapp über 100 Liter pro Quadratmeter.
Warum hören die Unwetter nicht auf?
Grund ist die weiterhin außergewöhnlich festgefahrene Wetterlage, die uns in Deutschland Hochdruckeinfluss beschert, während die Tiefdruckgebiete vom Atlantik ans Mittelmeer sowie nach West- und Nordeuropa ausweichen müssen.
Daher sind von den Azoren bis zur Iberischen Halbinsel und Italien sowie in Irland, Island und Norwegen in den nächsten Tagen nach wie vor teilweise erhebliche Niederschlagsmengen möglich.
Wo liegen die Schwerpunkte in den Urlaubsregionen im Süden?

Vor allem von der Küstenregion an der Grenze Spanien/Frankreich bis nach Menorca sind weitere, kräftige Regengüsse und Gewitter zu erwarten. Wobei die Wettermodelle die intensivsten Gewitter aber glücklicherweise auf dem offenen Meer sehen.
In Sachen Festland sind am ehesten der Nordosten Mallorcas und Menorcas sowie die Westküste Italiens und Malta betroffen. Die berechneten Regenmengen liegen bis Freitagabend meistens bei 20 bis 60 Liter pro Quadratmeter.
(bal, apf)



