Von Skandinavien bis Südosteuropa
Europawetter aktuell: Tiefdruckrinne lässt es europaweit krachen
Nicht nur hierzulande sind teils schwere Gewitter unterwegs. Auch andere Teile unseres Kontinents liegen im Einflussbereich der unwetterwilligen und schwülwarmen Luft.
Im Video: Schwülwarme Luft bringt Starkregen, Hagel, Sturmböen
Die Ausgangslage: Tiefdruckrinne von Südskandinavien bis zur Türkei

Wer jetzt zur Reise aufbricht, der sollte in weiten Teilen Europas die Wetterkarten im Blick haben. Grund ist, dass sich zwischen einem starken Hoch im Nordosten unseres Kontinents und über Russland sowie einer Hochzone im Westen Europas eine ausgeprägte Tiefdruckrinne gebildet hat. In dieser dominiert teilweise schwülwarme und dementsprechend energiereiche Luft, in der sich stellenweise Unwetter entwickeln können.
Lesetipp: Wo ist man bei Unwettern sicher?
Welche Gefahren drohen?
Das Hauptproblem ist die geringe Zuggeschwindigkeit möglicher Gewitter. Denn damit sind punktuell große Regenmengen zu erwarten. Durchaus mit Mengen von 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter. Aber auch deutlich mehr ist vereinzelt nicht auszuschließen. So haben die Wettermodelle auch Spitzen bis um die 100 Liter pro Quadratmeter im Programm – mit der Gefahr von Überflutungen und Sturzfluten. Letztere betreffen natürlich insbesondere bergige Regionen, wo außerdem auch Erdrutsche denkbar sind.
Womit ist sonst noch zu rechnen?

Grundsätzlich sind blitzintensive Gewitter möglich. Und auch Hagel sowie Sturmböen sind nicht auszuschließen. Da die Bäume inzwischen schon stark belaubt sind, besteht zudem die Gefahr von Windbruch durch die Gewitterböen. Besonders betroffen von möglichen Unwettern sind die Bereiche vom Süden Skandinaviens über Mitteleuropa, Teile Frankreichs und den gesamten Alpenraum bis herunter nach Griechenland und die Türkei. Es empfiehlt sich somit die ortsgenauen Vorhersagen sowie die allgemeinen Wetterkarten im Blick zu behalten.
Regen und Gewitter aktuell
(bal, apf)



