Unwetter-Fahrplan aktuell
Blitz-Mai lässt es jetzt landesweit krachen
Bis es Mitte nächster Woche vielleicht mal für ein stabileres Hoch reicht, lassen es die Tiefdruckgebiete leider weiter krachen. Wiederholt mit Starkregen, Hagel und Sturmböen – denn unser Luftmassen-Mix ist und bleibt explosiv.
Im Video: Schwülwarme Luft bringt Starkregen, Hagel, Sturm – aber: auch die Sonne hat ihre Anteile am Wochenend-Himmel
Die Ausgangslage: Schwül-warm und teils viel zu nass
Insbesondere die Südwesthälfte hat in puncto Regen teils schon extreme Wassermassen abbekommen. Letzten Freitag und Samstag bevorzugt in Richtung Saarland und Rhein-Pfalz mit bis zu um die 100 Liter pro Quadratmeter. Zuletzt legte Tief Lisa im Süden und Westen nochmals flächendeckend mit 30 bis 60, teilweise bis 90 Liter je Quadratmeter nach. Diesmal lag der Schwerpunkt östlich von Nürnberg.
Ganz anders sieht die Niederschlagsbilanz hingegen in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands aus. Abseits der schwül-warmen Luft hielten sich die Gewitter- und Unwetterkapriolen bis dato sehr in Grenzen.
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Feuchtere Luft schwappt nordwärts

Spätestens am Donnerstag wird die trockene Sommerluft auch im äußersten Nordosten abgedrängt und es setzt sich landesweit feuchtwarme Gewitterluft durch und damit gibt es landesweit das Potenzial für zum Teil schwere Gewitter, die sich entwickeln und die stellenweise mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einhergehen können. Grundsätzlich ist dabei davon auszugehen, dass sich die intensivsten Krawallmacher im Tagesverlauf und bis in den Abend hinein entwickeln und dass es im Laufe der Nacht meistens etwas ruhiger wird.
Stichwort: Überflutungen - mit welchen Regenmengen müssen wir rechnen?
Die Sommergewitter, mit denen der Blitz-Mai 2024 uns nach wie vor in Atem hält, dürften in Spitzen durchaus Regenmengen von 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit in petto haben. Aber auch größere Mengen sind vereinzelt weiterhin denkbar, so dass es weiterhin zu Überflutungen und Sturzfluten kommen kann.
Wo werden die Gewitterschwerpunkte liegen?
Derzeit ist es leider sehr schwer, die Unwetterzentren vorhersagen, die uns noch bis mindestens Sonntag drohen. Schaut man bis dahin auf die Regensummen der verschiedenen Wettermodelle, dann stechen aktuell der Westen, der Süden und der Nordosten hervor. Hier sind bis zum Ende der Woche stellenweise noch bis um oder über 100 Liter pro Quadratmeter berechnet. Weniger intensiv scheinen sich die Gewitter dagegen im Südwesten entwickeln zu wollen.
Schlussendlich hilft bei tagesaktuellen Planungen und Außenaktivitäten aber nur die aktuellsten Prognosen und vor allem das Radar im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren. Immerhin dürften die Gewitter nicht nur von Starkregen, Hagel und Sturm begleitet sein, sondern sie können weiterhin sehr blitzintensiv ausfallen.
(bal, apf)



