Expertengruppe fordert bessere Daten

Noch immer 5 Prozent aller Ufos unerklärlich

von Karim Belbachir

Die Nasa will sich intensiver mit Ufos auseinandersetzen. Vor allem mit denjenigen, die bisher nicht erklärt werden konnten, denn diese könnten eine Gefahr für den Luftraum sein.

Ufos als Gefahr im Luftraum

An American fighter jet pursues a UFO over a coastline somewhere
Einige Phänomene am Himmel bleiben weiterhin ein Rätsel.

Bei einem ersten öffentlichen Treffen hat sich eine Expertengruppe der US-Raumfahrtbehörde Nasa für mehr und bessere Daten zu Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten (Ufo) ausgesprochen. US-amerikanische Behörden nennen Ufos mittlerweile UAP, Unidentified Aerial Phenomena oder in Deutsch unindentifizierte Luftphänomene. Im Grunde genommen sind es aber Ufos.

Die Untersuchung dieser Phänomene sei „extrem wichtig“ unter anderem aus Sicherheitsgründen, sagte Nasa-Manager Dan Evans bei einer Pressekonferenz nach dem rund vierstündigen Treffen am Mittwoch, 31. Mai. „Es ist die Pflicht des Landes, festzustellen, ob diese Phänomene potenzielle Risiken für die Luftraumsicherheit darstellen“, sagte Evans. Um dieser anspruchsvollen Aufgabe nachkommen zu können, müssen aber noch ein paar Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden.

Bessere Aufnahmen der Phänomene werden gebraucht

FILE PHOTO: Workers pressure wash the logo of NASA on the Vehicle Assembly Building before SpaceX will send two NASA astronauts to the International Space Station aboard its Falcon 9 rocket, at the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, U.S., May 19, 2020. REUTERS/Joe Skipper/File Photo
Bis Ende Juli soll die Expertenrunde der Nasa eine Studie vorlegen, wie mit Ufos umgegangen werden soll.

Viele Beobachtungen von Ufos in der Vergangenheit könnten nicht aufgeklärt werden, weil die Daten dazu zu gering und von zu schlechter Qualität seien, sagte sein Kollege David Spergel, Astrophysiker und ehemaliges Mitglied des Nasa-Beirates. Künftig brauche man deswegen mehr und bessere Aufnahmen und Daten. Bislang gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass UAPs in Verbindung zu außerirdischem Leben stünden, betonte Spergel.

Der frühere ISS-Kommandant, Scott Kelly betonte: „Die Umgebung, in der wir arbeiten, ist für optische Täuschungen sehr, sehr günstig. Es ist eine sehr, sehr schwierige Umgebung, in der man arbeiten muss, besonders nachts." Seit 1996 untersuchte das US-Verteidigungsministerium rund 800 Ufo-Fälle und konnte dabei rund 95 Prozent aufklären.

Lese-Tipp: Ufo-Anhörung im US-Repräsentantenhaus: "Sie sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real"

In Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten

US-Astronaut Scott Kelly hat zusammengezählt mehr Tage im All verbracht als jeder andere Mensch. Foto: Kirill Kudryavtsev/Pool
Der frühere ISS-Kommandant, Scott Kelly

Die Arbeit intensivieren sollen nun die 16 von der Nasa ausgewählten Experten und bis Ende Juli eine Studie zum weiteren Vorgehen bei der Untersuchung von Ufos vorlegen. Die Studie sei mit der US-Regierung abgesprochen, hieß es von der Nasa, sei aber unabhängig von der Arbeit des US-Verteidigungsministeriums und in Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten.

Das Pentagon hatte in den vergangenen Jahren Berichte vorgelegt, nach denen es für Dutzende Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bislang keine Erklärungen gebe - aber auch keine Hinweise auf geheime Technik anderer Länder oder außerirdischen Lebens. Auch das Pentagon hatte unzureichende Daten bemängelt. Erstmals seit Jahrzehnten hatte es dazu auch eine Anhörung im Kongress gegeben.

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(kfb)