Tornado in Frankreich

Unwetter-Serie in Südwest-Europa geht mit Regen und Sturm weiter

von Oliver Hantke und Martin Pscherer

Das kräftige Tief HELGARD bei Schottland führt feuchte, aber recht warme Luft nach Deutschland. Ausläufer dieses Tiefs brachten auch bei uns am Wochenende heftige Gewitter. In Nordfrankreich gab es sogar einen schweren Tornado. Und in Teilen von Europa besteht auch in dieser Woche weiter Unwettergefahr.

Oben im Video die Wettervorhersage für Europa für die nächsten 10 Tage

Schwere Schäden durch Tornado in Nordfrankreich

In Nordfrankreich haben heftige Unwetter Dächer von den Häusern gefegt und zu Stromausfällen geführt. In der Gemeinde Bihucourt nordöstlich von Amiens wurden 150 Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur Pas-de-Calais in der Nacht zum Montag mitteilte. Bürgermeister Benoît-Vincent Caille sagte dem Sender BFMTV, etwa zwei Drittel der Häuser in dem Ort seien beschädigt worden. Das Unwetter sei nur kurz, aber sehr heftig gewesen.

Die Präfektur schrieb von „starken Windböen vom Typ Tornado“. Ein Mensch sei in der Gegend leicht verletzt worden. Auch Innenminister Gérald Darmanin schrieb auf Twitter, die Gegend sei von einem Tornado getroffen worden. Zwischen Le Havre und Paris waren wegen des Unwetters zwischenzeitlich etwa 2900 Haushalte in verschiedenen Orten ohne Strom, wie die Präfektur Eure mitteilte.

So entwickelt sich die Lage weiter

Für Pscherer ist immer noch keine Entwarnung gegeben: „Vor allem rund um Portugal und Norditalien mit dem Alpenraum sind noch einzelne kräftigere Ereignisse möglich.

Wetterkarten im Blick – Deutschland, Europa und weltweit

HELGARD hält sich und bringt Sturm und Regen

Windvorhersage für Dienstag, 24. Oktober 2022
Vor allem über Portugal und Spanien kann es am Dienstag noch ganz schön stürmisch werden

Auch in der neuen Woche hält Tief HELGARD Teile Europas in Atem. Es bringt vor allem Wärme und Saharastaub, aber dem Süden Europas auch wieder viel Wind. Es drohen erneut Starkregen und Sturm- bis hin zu Orkanböen im höheren Bergland. Am Dienstag sieht der Meteorologe „vor allem Portugal und Spanien im Visier”.

Hier geht es zur aktuellen Windkarte von Spanien und Portugal

Regen strandet in Portugal und Spanien

Niederschlag für Mittwoch, 25. Oktober 2022
Auch Regen bleibt bis Mitte der Woche ein Thema in Portugal und dem Nordwesten Spaniens.

Immer wieder rücken neue Tiefdruckausläufer an die iberische Halbinsel heran. Sie bringen nicht nur starken Wind mit, sondern auch jede Menge Niederschlag. Hoher Luftdruck über den Alpen und Italien hält dagegen, so dass die Regenfronten sich nicht weiter im westlichen Mittelmeer ausbreiten können. Der meiste Regen fällt somit an der Atlantikküste in Portugal und im Nordwesten von Spanien.

Hier geht es zum aktuellen Regenradar von Spanien und Portugal

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(oha, mps mit dpa)