Mehr Golden als Grau

Novemberbilanz: zu warm, zu sonnig, zu trocken

von Amelie von Kruedener und Martin Pscherer

Kaum Grau, kaum Nebel, kaum Regen: Das war kein normaler November – die Werte beim Niederschlag, bei den Temperaturen und bei den Sonnenstunden sind deutlich abweichend von einem November, wie wir ihn kennen.

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Niederschlag, Temperatur und Sonnenstunden alles andere als normal

  • Regen: 45,7 Liter pro Quadratmeter, das entspricht ca. 70Prozent des üblichen Niederschlags. Viel kommt auch nicht mehr dazu.
  • Temperatur: Mittelwert 6,5 Grad, das sind ca. 2,3 Grad zu warm.
  • Sonnenstunden: 75 Stunden Sonne, entspricht 140 Prozent der üblichen Ausbeute.

Die Zahlen beziehen sich auf die alten Referenzperiode (1961 - 1990). Nach nach der neuen Referenzperiode (1991 - 2020) sind es 80 Prozent Regen, +1,48 Grad und 130 Prozent Sonne


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Der Monat hat sein Soll mehr als erfüllt

Das Novemberwetter lud immer wieder zum Aufenthalt in der Sonne ein.
Bei so viel Sonne lässt man es sich auch im November am Tegernsee in einem Biergarten gut gehen

Meteorologe Martin Pscherer schaut nicht nur auf die letzten grauen Tage: „Auch wenn es die letzten trüben Tage kaum vermuten lassen, können wir uns im November über zu wenig Sonne nicht beklagen. Im Gegenteil: Der Monat hat sein Soll mehr als erfüllt, mit 75 Stunden bekamen wir sogar gut 40 Prozent mehr von der Sonne zu sehen als normalerweise. Dass er zu warm ausfällt, kommt dagegen weniger überraschend, damit reiht er sich in die lange Liste der letzten zu warmen Monate ein. Unterdurchschnittlich fällt dagegen die Bilanz in Sachen Regen aus. Mit ca. 45 Litern haben wir gerade mal 70 Prozent des üblichen Niederschlags bekommen.“

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(avo)