Musik hören und was fürs Klima tun

Bevor Sie das nächste Mal Musik streamen, sollten Sie das hier wissen

Riesige Rechenzentren zum Musik hören nötig

Streaming von Musik und Filmen hat Vorteile, aber auch ein riesiges Problem: Die Rechenzentren, die dafür nötig sind, werden immer mehr und verbrauchen extrem viel Strom – besonders zur Kühlung. Es gibt aber interessante Ansätze, die Wärme, die dabei entwickelt wird, zu nutzen. Im Klima Update erklärt Bernd Fuchs die Streaming-Problematik und gibt Tipps, wie klimaschonendes Musik hören geht.

Audio-Streaming ist ganz vorne

Das große Streaming-Geschäft ist schlecht fürs Klima.
71,5 Prozent des Musikumsatzes in Deutschland sind laut Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mittlerweile digital - davon entfällt der Löwenanteil auf Streaming. (Statista 2021)

Online-Verhalten ändern fürs Klima

Auch wenn das Internet papierlos ist und Kommunikationstools Fahrten oder Flüge unnötig machen, wir im Internetshop keinen Parkraum benötigen – unser Online-Leben hat extreme Auswirkungen auf das Klima. Abgesehen davon, dass die Geräte wie Laptops, Smartphones, Monitore, Headsets erst einmal produziert werden müssen, verbrauchen wir im Internet richtig viel Strom. Jede Suchmaschinen-Abfrage, das Speichern unserer Fotos in der Cloud, jedes angeschaute Katzenvideo braucht Strom und bei der Stromerzeugung durch fossile Brennstroffe wird CO2 ausgestoßen. Durch kleine Verhaltensänderungen können wir alle zum Stromsparen beitragen.

Unfassbar große Datenmengen in den Rechenzentren

Unfassbar große Datenmengen werden in den Rechnezentren gespeichert. Und die sind Stromfresser und Klimakiller.
Laut Cisco Systems waren im Jahr 2017 weltweit rund 397 Exabyte an Daten in Rechenzentren gespeichert. 2021 wird sich das Volumen verdreifacht haben. (Statsita 2021)

Was Sie online für den Klimaschutz tun können


  1. Musik und Podcasts speichern statt streamen

  2. Wenn schon streamen, dann auf dem Tablet
    Tablets verbrauchen weniger Strom als Laptops, kleine Bildschirme verbrauchen weniger als große.

  3. Kurz nachdenken statt googlen
    Beispiel: Geben Sie doch einfach gleich wetter.de ein und suchen Sie auf der Website nach den Informationen, die Sie haben wollen. Die Anfrage über eine Suchmaschine mit „Wetter Köln“ verbraucht mehr Strom.

  4. Fotos reduzieren, kleine Datenmengen verschicken
    Verschicken Sie keine riesigen Fotos durch die Weltgeschichte. Wenn der Empfänger nicht gerade ein Poster ausdrucken will, reicht eine viel geringere Dateigröße.

  5. Alternative Suchmaschinen nutzen
    Die Betreiber der Suchmaschine Ecosia lassen Bäume pflanzen und unterstützen Projekte in der Solarenergie, die Meta-Suchmaschine Lilo fördert Projekte auch aus dem Umweltschutz.

  6. Persönliches Gespräch statt Email

  7. Nachts Router ausschalten und alle anderen Geräte auch nicht auf Stand-by-Betrieb lassen

  8. Geräte lange nutzen
    Muss es immer das neuste Smartphone sein?

Vieles ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber irgendwo kann jeder doch anfangen, Strom zu sparen und das Klima zu schonen. Nur auf alternative Energien zu setzen, kann ja auch keine Lösung sein. Wenn überall Windräder, Staudämme und Photovolaikanlagen die Umwelt verschandeln.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemenhaben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(ctr)