Unwetterwarnung für Iberische Halbinsel
Starkregen und Gewitter halten Spanien und Portugal in Atem
Ein kräftiges Tiefdruckgebiet sorgt derzeit auf der Iberischen Halbinsel für unbeständiges Wetter mit starken Regenfällen und Gewittern. Besonders betroffen sind Regionen in Spanien und Portugal, wo es zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen kommt. Auch die Inselgruppe der Balearen ist betroffen.
Unwetter in Spanien: Warnstufen und heftige Regenfälle

Die spanische Wetterbehörde AEMET hat für mehrere Regionen Spaniens Wetterwarnungen herausgegeben. Besonders stark betroffen sind die Comunidad Valenciana sowie Teile Andalusiens und der Region Murcia. In Castellón und Valencia fielen innerhalb weniger Tage bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter, was zu Überschwemmungen und erheblichen Schäden an der Infrastruktur führte. In Murcia wurde aufgrund der anhaltenden Niederschläge die Alarmstufe Orange aktiviert, sodass in mehreren Gemeinden, darunter Caravaca de la Cruz und Cehegín, der Schulbetrieb ausgesetzt wurde. Auch auf den Balearen gab es vorübergehende Warnungen, insbesondere für Mallorca, wo einzelne kräftige Schauer mit Gewittern auftraten.
Portugal: Sturm und hohe Wellen an der Küste
Auch in Portugal sorgt das Unwetter für massive Beeinträchtigungen. Der portugiesische Wetterdienst IPMA meldete in den vergangenen Tagen ergiebige Regenfälle und teils stürmische Böen. Besonders betroffen ist der Großraum Lissabon, wo Böen bis zu 75 km/h gemessen wurden. Zudem warnt die Behörde vor hoher Wellenaktivität, insbesondere an der Westküste und im Süden des Landes. Die Wellen erreichen Höhen von fünf bis fünfeinhalb Metern, mit vereinzelten Spitzen von bis zu zehn Metern. Fischer und Küstenbewohner wurden zur Vorsicht aufgerufen, da die Gefahr von Küstenüberschwemmungen besteht.
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Wetterausblick: Keine schnelle Entspannung in Sicht
Laut den Prognosen der AEMET bleibt das Wetter in Spanien und Portugal bis mindestens Freitag unbeständig. Während sich die Lage in den südlichen Regionen bis zum Wochenende etwas stabilisieren könnte, bleibt vor allem der Nordosten Spaniens anfällig für weitere Starkregenfälle. Auch Sardinien und Sizilien geraten zunehmend unter den Einfluss des Tiefs, bevor sich die instabile Wetterzone bis Sonntag nach Süd- und Westfrankreich ausdehnt. Besonders in diesen Regionen sind lokale Überschwemmungen und Niederschlagsmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden möglich. Währenddessen profitiert Mitteleuropa weiterhin von stabilem Hochdruckwetter mit Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad und sonnigen Abschnitten.
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Behörden rufen zur Vorsicht auf
Angesichts der extremen Wetterlage empfehlen die Behörden in den betroffenen Regionen folgende Verhaltensweisen:
- Meiden überflutungsgefährdeter Gebiete: Besonders Flussnähe und Senken sind gefährlich.
- Verzicht auf nicht zwingend notwendige Autofahrten: Straßen könnten überflutet oder blockiert sein.
- Regelmäßige Wetter-Updates beachten: Die Situation kann sich schnell ändern.
Die Behörden raten, sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
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(kfb)