Jahreswechsel vorgezogen

2023 beginnt deutlich vor Mitternacht

von Letizia Vecchio

ARCHIV - 01.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Feuerwerk ist in der Silvesternacht am Rhein über dem Dom zu sehen. (Zu dpa: «NRW-Regierungsparteien wollen Feuerwerk zu Silvester») Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Silvester - Feuerwerk

Die Stunden des Jahres 2022 sind gezählt, bald ist dieses Jahr der Extreme Vergangenheit. Gerade in diesem Moment (30.12. um 12.39 Uhr) ist das Jahr noch einen Tag, 11 Stunden und 20 Minuten alt. Eigentlich. Denn aus astronomischer Sicht beginnt 2023 schon viel früher.

Der Gregorianische Kalender

ILLUSTRATION - Auf einem Kalender in Dresden (Sachsen) ist am 28.12.2012 die Zahl "31" mit der Unterschrift "Silvester" zu lesen. Als Silvester wird in vielen europäischen Ländern der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres, bezeichnet. Foto: Arno Burgi/dpa (zu dpa "ilvester - mit einem Papst endet das Jahr" vom 15.12.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Der 31. Dezember ist im Gregorianischen Kalender den letzten Tag des Jahres.

Klar, nach unserer Zeitrechnung endet das Jahr stets exakt am 31.12. um 23.59 und 59 Sekunden. Das ist nach unserer Zeitrechnung, dem Gregorianischen Kalender, der auch weltweit am gebräuchlichsten ist, so festgelegt. Dieser Kalender, eine Reform des Julianischen Kalenders aus der Römerzeit, gilt schon fast 500 Jahre, nämlich seit 1582.

Der neue Kalender wurde unter anderem deswegen eingeführt, weil der römische Kalender nicht die genaue Zeit berücksichtigte, die die Erde braucht, um einmal um die Sonne zu kreisen, sondern 11 Minuten mehr, durchschnittlich 365,25 Tage. Damit verschob sich allerdings der Frühlingsanfang immer weiter nach hinten.

Der Besselsche Jahresbeginn

Aus astrononomischer Sicht ist der Gregorianische Kalender allerdings ebenfalls nicht exakt. Denn die Sonne passiert den Punkt 280 Grad östlich vom Frühlingspunkt in ihrer scheinbaren Jahresbahn, also den „Jahreswechselzeitpunkt“ schon etwas früher, in diesem Jahr um 15.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Die genauen Hintergründe sind allerdings hochmathematisch und daher für Laien schwer nachzuvollziehen. In diesem Zusammenhang reicht es aber, sich den Namen dieser „Entdeckung“ einzuprägen: Friedrich Wilhelm Bessel. Er war der erster Direktor der Königsberger Sternwarte (heutiges Kaliningrad).

Es gibt noch mehr Neujahrsfeste

Chinese performers portray an imperial entourage dressed in brilliant clothing during a recreation of the Sacrifice to Heaven ritual on the eve of the Lunar New Year, or Spring Festival, at the Temple of Heaven in Beijing, China, 05 February 2010. The elaborate ritual was performed 682 times by 23 emperors of the Ming and Qing dynasties, which together spanned from 1368 AD to 1911 AD. The first Sacrifice to Heaven ritual began in the year 1420 AD when the Temple of Heaven was completed. The practice was meant to usher in wealth and security for the emperor (the Son of Heaven) and his nation. China's Lunar New Year in 2010 commences on the February 14th - the first day of the Year of the tiger. EPA/DIEGO AZUBEL  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Auch die Chinesen haben ihre eigene Zeitrechnung.

Der Gregorianische Kalender ist gut durchdacht und nicht zu Unrecht der Gebräuchlichste. Dennoch gibt es auch noch ein paar andere Arten von Zeitrechnungen, die sich wiederum an anderen Daten orientieren. So schreiben die Juden am Sonnenuntergang des 15.September 2023 mittlerweile das Jahr 5784. Das islamische Neujahr beginnt am 18. Juli ebenfalls mit Sonnenuntergang. Und die Japaner feiern am 01.01. zwar ebenfalls wie wir Neujahr, allerdings schreiben sie das Jahr 2683 des kaiserlichen Kalenders.

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(eve)