Eine Sternschnuppe alle 5 Minuten

Highlights am Juli-Himmel: Aquariiden-Sternschnuppen, Jupiter und Saturn

Sternschnuppen am Sternenhimmel im Juli, Meteorschauer
Recht zahlreich sind die Aquariiden am Nachthimmel im Juli unterwegs. Ihren Höhepunkt erreicht der Meteorschauer am 28. Juli. © Nirut Sangkeaw (Nirut Sangkeaw (Photographer) - [None], Nirut Sangkeaw

Meteorschauer ab Monatsmitte

Die Tage werden im Juli wieder merklich kürzer. Mit dem 21. Juni liegt der längste Tag des Jahres hinter uns und die Sonne nähert sich wieder ihrem Herbstpunkt an. Trotzdem hat auch der Juli ein paar Höhepunkte am Sternenhimmel zu bieten. Die „Stars“ sind Jupiter und Saturn, die viel Glanz versprühen. Ab der Monatsmitte nähert sich ein Strom von Sternschnuppen. Der Aquariiden-Meteorschauer gehört zu den Highlights im Monat Juli.

Aquariiden-Maximum Ende Juli

Der nächste Vollmond erwartet uns am 24. Juli.
Der Vollmond ist am 24. Juli erreicht. © imago images/Wassilis Aswestopoulos, Wassilis Aswestopoulos via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Von Mitte Juli bis Mitte August tauchen die Meteore des Aquariidenstromes auf. Für den Beobachter sieht es so aus, als wenn sie alle dem Sternbild Wassermann entströmten. Das Maximum ist dann am 28. Juli in den Stunden nach Mitternacht zu erwarten. Zwar sind es dann 20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde, da wir aber immer nur einen kleinen Teil des Nachthimmels beobachten können, sieht man nur alle fünf bis zehn Minuten einen Aquariiden-Meteor. Die Sternschnuppen dieses Delta-Aquariidenstromes sind Bruchstücke des Kometen 96P/Machholz.

Am 5. befand sich der Mond mit 405.370 Kilometer nachmittags in Erdferne. Neumond trat am 10. um 3.17 Uhr ein. Seinen erdnächsten Punkt passiert der Mond am 21. mittags, wobei ihn 364.520 Kilometer von uns trennen. Vollmond wird am 24. um 4.37 Uhr im Sternbild Steinbock erreicht. Das ist dann zwar kein Supermond (Entfernung rund 360.000 km), aber immer noch gut anzuschauen.

Wie sieht der Nachthimmel heute aus?

Horizontnahe Venus und unsichtbarer Mars

In der fortschreitenden Abenddämmerung zeigt sich als erstes Gestirn die Venus tief im Nordwesten. Wegen ihrer horizontnahen Stellung ist sie nicht besonders auffällig. Sie wird gerne als Abendstern bezeichnet, obwohl sie gar kein Stern ist, sondern ein Planet. Gegen 23 Uhr geht die Venus am Monatsbeginn unter, Ende Juli aber schon 40 Minuten früher. Die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zog am 12. abends an der Venus vorbei und lieferte uns einen netten Himmelsanblick. Kleiner Funfact: Dem Löwe-Hauptstern Regulus begegnet sie am 21. Juli um 21 Uhr, wobei Regulus in der noch hellen Dämmerung nur mit einem Fernglas erkannt werden kann.

Wie auch schon im Juni zuvor, bleibt unser kleiner Planetenbruder im Juli unsichtbar – zumindest in unseren Breiten. In südlichen Gegenden wie in den Mittelmeerländern, in den Tropen und auf der Südhalbkugel der Erde kann man den sonnennächsten Planeten hingegen um die Monatsmitte in der Morgendämmerung tief am Osthimmel erspähen. Auch etwas unscheinbar bleibt der Rote Nachbarplanet, Mars. Am 8. Oktober wird ihn die Sonne dann im Sternbild Jungfrau einholen.

Jupiter und Saturn: Planetenriesen geben Gas am Nachthimmel

Jupiter und Saturn erhellen den Juli-Himmel.
Während sich der Merkur in unseren Breiten noch bedeckt hält, leuchten die beiden Gasriesen Jupiter und Saturn am Nachthimmel. © picture alliance / Hinrich Bäsem, Hinrich Bäsemann, hin sv

Ersatz für unsere direkten Nachbarplaneten Mars und Venus liefern dann unsere beiden Gasriesen. Jupiter steht im Sternbild Wassermann und beherrscht mit seinem Glanz den Nachthimmel. Nach Venus ist er der hellste Planet am irdischen Firmament. Anfang Juli ging der Riesenplanet zehn Minuten vor Mitternacht auf und ist täglich etwas früher zu sehen. Am Monatsende zeigt er sich dann bereits gegen 22 Uhr. In der Nacht vom 25. auf den 26. zieht der noch fast volle Mond südlich am Jupiter vorbei.

Saturn im Sternbild Steinbock kann fast die ganze Nacht über gesehen werden. Am 1. Juli ging der Ringplanet fünf Minuten nach 23 Uhr auf, Ende Juli schon um 21 Uhr. Pluto sei erwähnt, da er Mitte Juli im Sternbild Schütze der Sonne gegenüber steht. Seine exakte Oppositionsstellung erreicht der prominente Zwergplanet am 17. Das von Pluto reflektierte Licht hat dann vier Stunden und 37 Minuten gebraucht, um die fünf Milliarden Kilometer Entfernung zu überbrücken.

Sonne beginnt Abstieg zum Herbstpunkt - Tageslänge nimmt ab

Während unsere Sonne in Äquatornähe für eine Umdrehung etwas mehr als 25 Tage benötigt, dreht sich die viel größere Wega in nur zwölf Stunden einmal um seine Achse. Durch die starke Abplattung des Wega-Globus sind die Pole näher am zentralen Kernfeuer als die Äquatorzone. Dies führt zu einer erheblichen Differenz der Oberflächentemperaturen. Während an den Polen eine Temperatur von 9880 Grad Celsius herrscht, sind die Äquatorregionen lediglich 7380 Grad heiß. Mit knapp dreifacher Sonnenmasse ist Wega eine noch junge Sonne mit einem Alter von 400 Millionen Jahren. Unsere Sonne ist mit knapp fünf Milliarden Jahren rund zwölfmal so alt.

Am 5. Juli erreichte die Erde mit 152 Millionen Kilometer ihren maximalen Sonnenabstand. Das Sonnenlicht war dann acht Minuten und 27 Sekunden zu uns unterwegs. Anfang Januar, wenn die Erde ihren geringsten Abstand von der Sonne einnimmt, erreicht uns das Sonnenlicht siebzehn Sekunden früher.

Die Sonne hat mit ihrem Abstieg zum Herbstpunkt am Himmelsäquator begonnen. Am 20. verlässt sie abends die Zwillinge und wechselt in das Sternbild Krebs. Zwei Tage später tritt sie nachmittags in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft in 50 Grad Nord um eine Stunde, die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fünf Grad ab.

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(kfb mit dpa)