Der Wetter-Tag bei wetter.de
Nacht mit Eiskeller-Süden und bis -20 Grad
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:
In der kommenden Nacht zeigt sich der Winter von seiner kantigen Seite. Im Nordwesten ziehen wiederholt Schneeschauer durch, an der Nordsee teils mit Blitz und Donner – ein eher seltenes, aber eindrucksvolles Schauspiel. Besonders zwischen Nordfriesland, Dithmarschen sowie rund um Flensburg und Eckernförde kann es kräftig schneien. Innerhalb von zwölf bis vierundzwanzig Stunden sind dort gebietsweise zehn bis zwanzig Zentimeter Neuschnee möglich, kleinräumig sogar mehr als zehn Zentimeter in wenigen Stunden. In der zweiten Nachthälfte lässt der Schneefall dort langsam nach.
Abseits davon bleibt es meist ruhig. Häufig zeigt sich der Himmel teils stark, teils gering bewölkt, vielerorts bleibt es trocken. Örtlich bildet sich Nebel. Die Neuschneemengen bleiben insgesamt gering, meist zwischen null und drei Zentimetern, in Staulagen einzelner Mittelgebirge lokal um fünf Zentimeter.
Die Temperaturen gehen deutlich zurück: An der Nordsee sinken die Werte auf 0 bis -3 Grad, sonst verbreitet auf -3 bis -12 Grad. Richtung Alpen und Allgäu sind sogar Tiefstwerte bis -20 Grad oder knapp darunter möglich. Dazu kommt verbreitet Glätte durch überfrorene Nässe, gefrorenes Schmelzwasser oder leichtes Schneegrieseln.
Städte warnen vor Betreten zugefrorener Eisflächen
Gefrorene Wasserflächen machen mancherorts schon Lust auf Schlittschuhfahren. Doch angesichts der noch dünnen Eisdecken ist das Betreten gerade lebensgefährlich, warnen mehrere Städte. Die Eisdecken der Gewässer seien noch zu dünn, heißt es von den Stadtverwaltungen Osnabrück und Hannover. Der Maschsee in Hannover darf bislang nicht betreten werden. „Wer gegen das Verbot verstößt, begibt sich in Lebensgefahr”, teilt die Landeshauptstadt mit.
Wer durch dünnes Eis ins sehr kalte Wasser einbricht, kühle extrem schnell aus, heißt es von der Feuerwehr Hannover. Betroffene würden in wenigen Minuten bewegungsunfähig und drohten zu ertrinken.
Auch wenn am Ufer schon dickeres Eis zu erkennen sei, könne das zu einer gefährlichen Fehleinschätzung über die Tragfähigkeit einer gesamten Gewässerfläche führen, warnt die Stadt Osnabrück. Die Städte rufen daher dazu auf, insbesondere Kinder, Jugendliche und ausländische Bürger auf die Gefahren hinzuweisen.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Streik im Winterdienst

Verkehrsteilnehmende in Schleswig-Holstein müssen sich am Dienstag auf witterungsbedingte Einschränkungen auf den Straßen einstellen. Wegen eines Streikaufrufs in den 22 Straßenmeistereien des Landes könne es zu einem teils stark eingeschränkten Winterdienst auf den Landes- und Bundesstraßen sowie auf Kreisstraßen kommen, kündigte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr an.
Landesbetrieb und Gewerkschaften verhandeln demnach zwar über den Abschluss einer Notdienstvereinbarung. Sie soll gewährleisten, dass alle Meistereien besetzt sind und der Winterdienst koordiniert werden kann. „Es ist aber nicht davon auszugehen, dass ein regulärer Winterdienst dargestellt werden kann”, warnte der Landesbetrieb. Er appellierte an Fahrerinnen und Fahrer, besonders vorsichtig und umsichtig unterwegs zu sein und die Fahrweise den weiterhin winterlichen Witterungsbedingungen anzupassen.
Bittere Kälte im Deutschland-Winter, Teil 2: -20 Grad und weniger
Ganz schön kalt heute, was? Polare Kaltluft liegt über Deutschland und sorgt oft für Dauerfrost und nur in ein paar Regionen für wenige Stunden für zarte Plusgrade. Aber das geht ja noch.... RTL-Meteorologe Rainer Buchhop blickt auf eine erneut teilweise bitterkalte Nacht.
„In der kommenden Nacht gibt es im Nordwesten Schneeschauer, an der Nordsee sogar mit Blitz und Donner. Im Südosten bleibt es teils klar. Die Temperaturen sinken auf 0 und -3 Grad an der Nordsee, während es ansonsten meistens zwischen -3 und -12 Grad sind. Richtung Alpen und Allgäu sind sogar Tiefstwerte bis -20 Grad oder knapp darunter möglich.”
Wetterkarte: So kalt wird die Nacht an deinem Ort
Winterwetter hat europäische Länder fest im Griff

Deutschland steht mit Schnee und Kälte nicht alleine da. Starker Schneefall und eisige Temperaturen haben in etlichen europäischen Ländern für chaotische Verhältnisse gesorgt. Am Montag kam es etwa in Polen, Tschechien und den Niederlanden zu zahlreichen Verkehrsstörungen.
Am Großflughafen Schiphol in Amsterdam wurden am Morgen rund 450 Flüge gestrichen. Bis 13.00 Uhr sollen nur sehr wenige Flüge starten können, hieß es vom Flughafen. Auch der Zugverkehr rund um die niederländische Hauptstadt und Utrecht brach zwischenzeitlich zusammen. Auf den Autobahnen kam es zu Hunderten Kilometern Stau.
Die polnische Eisenbahn PKP meldete teils stundenlange Verspätungen und Ausfälle aufgrund von starken Schneefällen. Der Fernverkehrszug Odra (Oder) zwischen Krakau und Berlin erreichte die deutsche Grenze mehr als zweieinhalb Stunden später als geplant.
In der tschechischen Gemeinde Kvila im Nationalpark Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurde ein Tiefstwert von minus 30,6 Grad Celsius gemessen. Auf den rutschigen Straßen kam es vor allem in den Mittelgebirgen zu einer Reihe von Unfällen.
In vielen Teilen Großbritanniens gilt seit mehreren Tagen eine Wetterwarnung wegen des starken Schneefalls. In Schottland konnten immerhin viele Kinder das Schneetreiben genießen, am Morgen wurden Hunderte Schulen geschlossen.

In Rumänien waren insbesondere die Karpatenregionen in Siebenbürgen betroffen: Mehrere Dörfer waren wegen zugeschneiter Zufahrten isoliert. Mindestens 42.000 Haushalte waren ohne Strom, weil Transformatoren durch heftigen Schneefall beschädigt worden waren.
Die schwedische Polizei rief die Menschen dazu auf, das Auto stehen zu lassen. «Sushi zu holen, ist keine Notwendigkeit!», hieß es dazu. Auch am Stockholmer Flughafen Arlanda fielen zahlreiche Flüge aus oder waren verspätet. Der Zugverkehr in mehreren Regionen wurde zeitweise gestoppt, und Busse und Lastwagen rutschten von den eisglatten Straßen.
In Österreich riefen die staatlichen Meteorologen eine Kältewarnung für den Westen des Landes aus. Am Dienstag könnten die Temperaturen auf bis zu minus 17 Grad fallen. Größere Schneefälle werden im deutschen Nachbarland aber nicht erwartet
Mittelmeer: Hier kann es heftig zur Sache gehen
Kalte Luft polaren Ursprungs hat viele Regionen Europas momentan fest im Griff. Das spüren wir nicht nur in Deutschland, wo jetzt mitunter nochmals Neuschneemengen von bis zu 30 Zentimetern drohen. Gleichzeitig sind die Tiefdruckgebiete mit kalter Luft bis weit in den Süden unseres Kontinents vorgestoßen, so dass es rund ums Mittelmeer zum Teil extrem heftig zur Sache geht.
Unwetter Südeuropa: Hier drohen extreme Schnee- und Wassermassen
Mit eiskaltem Start gehen wir in eine tief winterliche Woche - neuer Schnee im Norden

Gut für Wintersportlerinnen, weniger gut für Autofahrer: Auch in den nächsten Tagen ist es in Deutschland bitterkalt. Der Winter ist da und nistet sich ein.
Tiefausläufer bringen vor allem in Norddeutschland feuchte Luft mit wiederholten Schneeschauern. Der Süden profitiert von schwachem Hochdruckeinfluss und mehr Sonnenschein. Der Schnee taut bei Frost nicht, auch die Wintersonne vermag ihn nicht zu schmelzen. Das bedeutet für das Bergland: „Ski und Rodel gut.”
Das Wetter heute:

Heute gehen ganz im Norden teils kräftige Schneefälle nieder. Von Nordwesten bis in die Mitte fällt im Tagesverlauf ebenfalls etwas Schnee, im Süden und Osten bleibt es dagegen trocken und teilweise sonnig, aber verbreitet frostig. Die Temperaturen liegen zwischen -8 Grad an den Alpen und 1 Grad am Niederrhein.
Norden startet noch ohne Chaos in den Tag
In Schleswig-Holstein und Hamburg hat die Polizei heute nur wenige Glätte-Unfälle verzeichnet. Der Verkehr habe sich trotz niedriger Temperaturen und Schnee in der Nacht und am Morgen ruhig gestaltet. Es sei nur zu sehr wenigen Unfällen aufgrund der Witterungsbedingungen gekommen. Die Polizei betonte, dass dies allerdings die Lage vor dem morgendlichen Arbeitsverkehr sei. Da kann also noch was kommen, zumal im Norden nochmal richtig Schnee runterkommt heute.
Die Wetterlage: Kaltluft dominiert

Polare Kaltluft dominiert heute vor allem im Süden und Osten des Landes, dadurch sind die aktuellen Temperaturen dort häufig noch im zweistelligen Minusbereich; tagsüber bleibt es in Deutschland verbreitet bei einem Eistag. Über der Nordsee kreist derzeit Tief Birte und sorgt vor allem an der Nordseeküste für Schneefall und auffrischenden Wind aus westlichen Richtungen. Auch am Dienstag herrscht im Norden Tiefdruckeinfluss, im Süden überwiegt dagegen der Einfluss eines großflächigen Hochdruckgebiets und sorgt damit für ruhigeres Wetter. Nach aktuellem Stand stellt sich zum Freitag mit einem kräftigen Tief die Wetterlage um und die Kaltluft wird allmählich ausgeräumt.
Schneeschauer weiter möglich
Kaltluft beißt sich fest im Land
Die Aussichten: Kalte Tage beim Wetter
Am Dienstag ganz im Nordwesten weitere Schneeschauer und auch in den Südosten ziehen dichtere Wolken mit etwas Schnee. Dazwischen außerhalb von Nebel oft freundlich und trocken. Nach frostig kalter bis eisig kalter Nacht auch tagsüber weiterhin fast überall dauerfrostig kalt mit -7 bis +1 Grad.
Am Mittwoch wenig Änderung. Im Nordwesten und im Südosten sind weitere Schneeschauer möglich, sonst bleibt es teils bewölkt oder neblig trüb, teils freundlich und trocken bei Höchstwerten zwischen -8 und 0 Grad.
Trend: sehr unsicher: je nach Modell bleibt es am Donnerstag nochmal weitgehend trocken mit Schnee im Südosten oder aber von Westen kommen neue Schauer. Ab Freitag setzt sich voraussichtlich von Westen etwas „mildere Luft“ durch und statt Schnee ist dann auch Regen / gefrierender Regen möglich.
Videos auf wetter.de
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Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP, DWD.de



