Der Wetter-Tag bei wetter.de

Glättegefahr im Osten noch nicht gebannt!

von Amelie von Kruedener

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:

Meteorologe Joshua Pillar hat auch heute wieder die frühen Wetterkarten für euch im Blick: „Mit einer kräftigen südwestlichen Höhenströmung gelangen weiterhin milde Luftmassen ins Land, die vor allem im Westen und in der Mitte bereits für deutliche Plusgrade sorgen. Ganz im Nordosten und im Südosten hält sich noch etwas Kaltluft und auch die Böden sind stellenweise noch etwas gefroren, daher ist zu Beginn des Tages lokal noch mit etwas Glätte zu rechnen.”

Was bedeutet das im Detail?

Winterwetter in Berlin
In den östlichen Landesteilen sowie im Bergland steckt der Frost zum Teil noch tief im Boden!

Pillar: „Der Tag verläuft oft dicht bewölkt, ganz im Nordosten sowie in Ostbayern ist zu Beginn noch mit gefrierendem Regen und Glätte zu rechnen. Später fällt im Nordwesten und in der Mitte etwas Regen, im Süden wird es zunehmend freundlich. Gebietsweise bildet sich Nebel, vor allem im Nordosten. 0 bis 13 Grad.”

Rückkehr zum Alltag in Niedersachsen und Bremen nach winterbedingten Schließungen

Nach den winterbedingten Schließungen kehren die Schulen in Niedersachsen und Bremen heute wieder zum Präsenzunterricht zurück. Busse und Straßenbahnen nehmen vielerorts den Regelbetrieb wieder auf. Laut der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen gab es am frühen Morgen keine wetterbedingten Schulausfälle, außer für das Gymnasium Alfeld, wo aufgrund einer technischen Störung Distanzunterricht angesetzt wurde. Auch in Bremen wurde die Rückkehr in den Präsenzunterricht angekündigt, und die Schülerbeförderung steht wieder planmäßig zur Verfügung. Allerdings müssen die Bürger in einigen Regionen noch mit Verspätungen und Einschränkungen im Busverkehr rechnen.

Winterdienst in Hamburg im Einsatz wegen überfrierender Nässe

In Hamburg ist der Winterdienst seit den frühen Morgenstunden aufgrund überfrierender Nässe im vollem Einsatz. Seit 2.30 Uhr sind 728 Einsatzkräfte in über 360 Fahrzeugen unterwegs, um wichtige Hauptverkehrsstraßen, Buslinienstrecken, Radwege, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege zu streuen. Nebenstraßen werden nicht bearbeitet. Der Einsatz wurde notwendig, da nach Schnee und Eisregen Sprühregen eingesetzt hat, der auf gefrorenen Boden trifft und Glätte verursacht. Laut Polizei gab es in der Nacht und am frühen Morgen keine größeren Vorkommnisse aufgrund der Glätte.

Glätteunfälle in Schleswig-Holstein: Mehrere Verkehrsunfälle in der Nacht

Im Süden Schleswig-Holsteins kam es in der Nacht zu mehreren Glätteunfällen, die zu zwanzig Verkehrsunfällen führten, bei denen drei Personen leicht verletzt wurden. Besonders betroffen war die A1, wo es vermehrt zu Auffahrunfällen mit einem Reisebus und einem Lkw kam. Die Autobahn musste kurzfristig in beide Richtungen gesperrt werden, jedoch gab es nur eine leicht verletzte Person. In anderen Teilen des Bundeslandes blieb die Nacht ruhig.

Winterwetter in Hamburg: S-Bahn und Busverbindungen weiter mit Einschränkungen

Aufgrund des anhaltenden Winterwetters fahren die S-Bahnen in Hamburg weiterhin eingeschränkt. Die Linie S2 entfällt ganztägig, während die Linie S3 zwischen Pinneberg und Neugraben alle zehn Minuten verkehrt, jedoch ohne Halt in Altona. Fahrgäste zum Altonaer Bahnhof werden gebeten, die S1 oder S7 ab Hauptbahnhof zu nutzen. Auch auf anderen Strecken gibt es Fahrplanänderungen, und es können kurzfristige witterungsbedingte Einschränkungen wie Verspätungen und Zugausfälle auftreten. Zudem sind einige Haltestellen bei Busverbindungen im Hamburger Umland aufgrund vereister Straßenverhältnisse aufgehoben.

Wetterlage: Atlantischer Tiefausläufer sorgt für mildere Luft

Die Tiefs übernehmen von Westen her und bringen eine spürbare Milderung.
Die Tiefs übernehmen von Westen her und bringen eine spürbare Milderung.

Glatteis trifft Mildluft – Winter im Umbruch

Der Dienstag zeigt sich von seiner grauen Seite. Meist ist es stark bewölkt, gebietsweise fällt etwas Regen. Besonders im Osten kann es heikel werden: Dort ist der Niederschlag anfangs örtlich noch gefrierend, teils mit unwetterartiger Glatteisgefahr. Straßen und Wege können spiegelglatt sein, vor allem in den frühen Stunden.

Im Süden und Südwesten setzt sich ab dem Mittag eine ruhigere Phase durch. Die Niederschläge ziehen sich zurück, örtlich lockert es sogar etwas auf. Dort macht sich die deutlich mildere Luft bemerkbar, während der Osten weiter mit winterlichen Resten kämpft. Am Abend erreicht den Nordwesten bereits neuer Regen und kündigt den nächsten Wetterwechsel an.
Die Temperaturen spiegeln die Gegensätze gut wider: Von -1 Grad am Oderhaff bis zu 13 Grad am Oberrhein ist alles dabei.

Massenkarambolage mit 13 Verletzten in Oberfranken

13 Verletzte und viel Blechschaden gab es am Montag bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels in Oberfranken. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrbahn sei „spiegelglatt“ gewesen. In die Massenkarambolage seien 16 Autos und ein Lastwagen verwickelt gewesen. In der Folge hätten sich mehrere kleinere Unfälle mit Blechschaden ereignet. Die B173 wurde im Unfallbereich vorübergehend komplett gesperrt.

Kleintransporter prallt gegen Rettungswagen – fünf Verletzte

Beim Zusammenstoß eines Kleintransporters mit einem Rettungswagen sind am Montag in Oberbayern fünf Menschen verletzt worden: die drei Insassen im Transporter sowie die beiden Sanitäter aus dem Rettungswagen. Die Sanitäter kümmerten sich um die verletzten Männer aus dem Kleintransporter, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte. Dann seien alle fünf Unfallopfer in Krankenhäuser gebracht worden.
Der 23 Jahre alte Fahrer des Kleintransporters war laut Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen nahe Palling (Landkreis Traunstein) auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen den Rettungswagen geprallt. Beide Fahrzeuge seien von der Straße geschleudert worden.
Der 23-Jährige wurde laut Polizei mittelschwer verletzt, seine 29 und 22 Jahre alten Mitfahrer sowie die 43 und 30 Jahre alten Sanitäter haben leichte Verletzungen.
Ein Patient befand sich laut Rotem Kreuz nicht an Bord des Rettungswagens. Dieser sei auf dem Weg von einem Krankenhaus zur Rettungswache gewesen.

Jugendlicher will Schnee von Stromleitung entfernen – tot

Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist zu Beginn der neuen Woche ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung am Freitag auf einem Hof in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, habe er einen Stromschlag erlitten.
Der Jugendliche, der demnach in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus.

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Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP, DWD.de