Der Wetter-Tag bei wetter.de
Die Nacht wird nicht für alle lauwarm

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Die Nacht auf Sonntag wird im Osten und Süden lange lau, im Westen und Norden dagegen rasch kühl bei nur 11 bis 14 Grad.
Dafür erwartet uns dann ein traumhafter Sonntag. Nur am Vormittag gibt es ganz im Osten dichtere Quellwolken und ganz vereinzelt kann mal ein Tröpfchen fallen, das wird aber nicht der Rede wert sein. Sonst wird es strahlend sonnig, im Süden ist der Himmel oft wolkenlos bei 20 Grad an der Nordsee, 24 bis 29 in der Mitte und um 30 Grad im Süden. Was für ein herrlicher Sonntag.
Waldbrand am Vesuv - Aufstieg für Touristen gesperrt

Wegen eines großen Waldbrands ist der Aufstieg zum über 1.200 Meter hohen Vulkan Vesuv bei Neapel gesperrt worden. Der Nationalpark verfügte, dass für Wanderungen hinauf zum Krater bis auf weiteres keine Tickets mehr verkauft werden. Touristen dürfen demnach den Aufstieg derzeit nicht antreten. Die Feuerwehr versuchte, den Brand in dem Busch- und Waldgebiet mit mehreren Löschflugzeugen unter Kontrolle zu bringen.
Das Feuer an den Hängen wurde immer wieder durch heftigen Wind und Hitze angefacht. Die Temperaturen in der Region liegen derzeit bei rund 35 Grad. Zeitweise drehte der Wind in Richtung Tal, wo sich nur wenige Kilometer entfernt die ersten Häuser befinden. Der Bürgermeister der nahegelegenen Gemeinde Terzigno, Francesco Ranieri, äußerte die Vermutung, dass vorsätzliche Brandstiftung die Ursache ist.
34 Grad im Süden: Erste Hitzewarnung ausgesprochen
Der Deutsche Wetterdienst hat für den Süden Bayerns und Baden-Württembergs bei erwarteten Höchstwerten bis 34 Grad Warnungen erste Hitzewarnungen herausgegeben. Alte und pflegebedürftige Menschen würden extrem belastet, heißt es. Der Wetterdienst rät, die Hitze unbedingt zu meiden, genug zu trinken, luftige Kleidung zu tragen, leichtes Essen zu sich zu nehmen und auf Alkohol zu verzichten.
Die Hitze kommt - und wird zum wirtschaftlichen Störfaktor - mehr Menschen melden sich krank
Hitze ist nicht nur Gesundheitsgefährdend - sie wird auch zunehmend zu einem Störfaktor für die Wirtschaft. Ob Sonnenstich, Hitzschlag oder Kreislaufprobleme: Die Zahl der hitzebedingten Krankmeldungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland nimmt nach Angaben der Krankenkasse IKK Südwest zu. Bereits bis Mitte Juli hätten sich bei ihren Versicherten mehr als 500 Menschen deswegen krankgemeldet. 2024 habe es im gesamten Zeitraum knapp 400 solcher Krankmeldungen gegeben.

Und der Sommer sei noch nicht vorbei: „Je länger und ausgeprägter Hitzeperioden im Sommer sind, desto mehr Krankmeldungen erreichen uns”, teilte der Chef der IKK Südwest, Jörg Loth, mit. ”Die aktuellen Zahlen zeigen sehr deutlich, dass Hitze längst keine bloße Unannehmlichkeit mehr ist – sie ist ein handfestes Gesundheitsrisiko.”
Besonders betroffen seien Menschen, die tagtäglich draußen und unter körperlichen Anforderungen arbeiteten. Die meisten hitzebedingten Krankschreibungen in diesem Jahr habe es bisher gegeben bei Zustellern von Post- und Kurierdiensten gefolgt von Bauarbeitern und Handwerksberufen im Hoch-, Tief- und Maschinenbau. Aber auch in Erziehungsberufen sei eine Häufung von Krankmeldungen auffällig. Es sei höchste Zeit, mehr Bewusstsein bei Arbeitgebern und Beschäftigten zu schaffen, dass Hitze ernst genommen werde, sagte Loth
Waldbrandgefahr wird nächste Woche wieder sehr hoch sein

Wegen der Hitze und der Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr nun wieder an. Schon am Mittwoch erwarten die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schon wieder Stufe 4 von 5 in vielen Teilen Deutschlands, allen voran in der südlichen Mitte, wo es am heißesten wird und im stets trockenen Osten.
Wo ist der Regen? In Norwegen
Während es bei uns sonnig und trocken ist und Südeuropa unter übler Hitze und Wadbränden ächzt, regnet es im Norden. An der Westküste von Norwegen kommen bis Montagabend ca. 100 l/m² runter, am Dienstag wird es dort kurz etwas ruhiger, ehe am Mittwoch nochmal 50 l/m² fallen.
Menschen fliehen vor Hitze und Flammen in Kalifornien
Starke Sommerhitze, Winde und Trockenheit: Unter diesem gefürchteten Szenario kämpfen Hunderte Feuerwehrleute in Südkalifornien gegen einen Waldbrand unweit von Los Angeles. Die Flammen vom sogenannten ‘Canyon Fire’ hatten sich etwa 60 Kilometer nordwestlich der Millionenmetropole innerhalb weniger Stunden rasch ausgebreitet. Das war ein Warnsignal für die kalifornische Brandschutzbehörde. „Aggressiv” sei der Löscheinsatz aus der Luft und vom Boden aus erfolgt, teilte die Einsatzzentrale mit.
Explosionsartig hatten sich die Flammen anfangs ausgebreitet. Tausende Menschen erhielten die Anweisung, sofort ihre Häuser zu verlassen. Zudem wurden rund 14.000 Anwohner alarmiert, sich auf eine mögliche Evakuierung einzustellen. Auf Fernsehbildern waren lichterloh brennende Hügelketten, dichter Rauch und flüchtende Menschen zu sehen. Doch eine Katastrophe konnte zunächst verhindert werden. Eine Entwarnung gab es aber nicht, denn die gefährlichen Wetterbedingungen sollen auch am Wochenende anhalten. Eine Hitzewelle bringe heiße, trockene und windige Bedingungen mit sich, warnte die Behörde.
Heißer Süden, trockener Norden – örtlich bis zu 36 Grad
Auch heute gibt es große Unterschiede zwischen Nord und Süd, auch wenn der Norden jetzt trockener und sonniger wird. In der Mitte und im Süden scheint häufig die Sonne, nur dünne Schleierwolken ziehen gelegentlich durch. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern steigen die Temperaturen auf 30 bis 36 Grad. Die 30-Grad-Marke wird voraussichtlich bis nach Halle/Saale und in den Großraum Berlin erreicht oder knapp übertroffen.

In der Nordhälfte ist es wechselnd bewölkt, insgesamt aber freundlich und weitgehend trocken. Die Höchstwerte liegen hier bei 24 bis 28 Grad, an den Küsten bei etwas Wind bei 22 bis 25 Grad. In Hamburg werden um 26 Grad erreicht. Am Abend bilden sich im Norden Quellwolken. In der Nacht zum Sonntag sind zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einzelne Schauer möglich.
Unglaubliche Serie: Es brennt auch in Griechenland - Mann stirbt in den Flammen

Nach den verheerenden Bränden in Spanien, Frankreich und Portugal geht es nun in Griechenland weiter: Dort hat die Feuerwehr aber immerhin einen Waldbrand am Rande der Hauptstadt Athen am Samstagmorgen eingedämmt. Die Evakuierung gefährdeter Gebiete wurde jedoch fortgesetzt, da für das Wochenende starke Winde erwartet wurden. Bei den am Freitag ausgebrochenen Bränden kam mindestens ein Mensch ums Leben, zudem wurden Häuser und Ackerland zerstört. Der schwerste Brand war in der Kleinstadt Keratea südwestlich der Hauptstadt ausgebrochen. Dort entdeckten Feuerwehrleute in einem ausgebrannten Gebäude die Leiche eines älteren Mannes. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte am Samstag, das Feuer sei unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht.
Sturmböen von bis zu 80 Stundenkilometern hatten die Flammen um Keratea am Freitag angefacht und Olivenhaine in Brand gesetzt.
Sturzfluten fordern mindestens zehn Tote
Bei schweren Überschwemmungen im Nordwesten Chinas sind nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. 33 weitere werden noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Auslöser waren demnach anhaltende Regenfälle, die seit Donnerstagabend im Kreis Yuzhong in der Provinz Gansu zu Sturzfluten geführt haben.
Nach Angaben der Provinzregierung gingen in Teilen Yuzhongs bis Freitagmittag bis zu 220 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Zum Vergleich: In Berlin fallen üblicherweise etwa 580 Liter pro Jahr.
Heftiger Hitzevorstoß mit ungewissem Ausgang

Von Samstag bis Montag gibt es reichlich Sonnenschein und vorwiegend in den Alpen Hitzegewitter. Zur Mitte der nächsten Woche hin können auch im Westen welche auftreten und zudem kündigt sich dann ein heftiger Hitzevorstoß von Frankreich her an. Wie ausgeprägt und nachhaltig dieser Vorstoß ausfallen wird, dazu in den nächsten Tagen mehr. Einigen Modellen zufolge wären Spitzenwerte von 36 bis 38 Grad denkbar.
Wetterlage: Hoch Ines - das Bollwerk über Europa

Der Norden Deutschlands wird von der schwach ausgeprägten Kaltfront des mittlerweile über dem Nordmeer liegenden Tiefdruckgebietes Odo hauptsächlich durch einige dichtere Wolkenfelder und vereinzelt auch Schauer beeinflusst. Sonst sorgt Hochdruckgebiet Ines – das sich mit mehreren Schwerpunkten von Südfrankreich und Norditalien über die Alpen und den nördlichen Balkan bis östliches Europa erstreckt - für freundliches und trockenes Sommerwetter. Mit einer südwestlichen Strömung wird dabei sehr warme bis heiße und insgesamt überwiegend trockene Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum nach Deutschland geführt.
(mit dpa)