Der Wetter-Tag bei wetter.de

Nach den Gewittern ist vor den Gewittern

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht klingen oder ziehen Schauer und Gewitter ab und im Westen sind auch mal die Sterne zu sehen. In den Süden zieht ein neuer Schub mit teils kräftigem und gewittrigem Regen und die Luft kühlt auf 17 bis 10 Grad ab.

Morgen Vormittag zieht der Regen vom Süden in den Osten, in den Mittelgebirgen mitunter gewittrig verstärkt. Im Westen geht es mit Sonnenschein in den Tag. Am Nachmittag kommen im Westen und Südosten Schauer auf und im Nordosten ziehen sie ab. Die Regionen dazwischen können sich auf eine ordentliche Portion Sonne freuen. Die Höchstwerte pendeln sich meist zwischen 20 und 25 Grad ein, am Alpenrand bleibt es kühler. Im Westen frischt der Wind auf.

Fluten in Pakistan: Mehr als eine Million Menschen betroffen

Monsunzeit in Pakistan - alles unter Wasser.
Monsunzeit in Pakistan - alles unter Wasser.

Pakistan kämpft schon wochenlang mit Starkregen und Überschwemmungen. Seit Beginn der Monsunzeit sind nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 8.000 Häuser seien zerstört oder beschädigt. In den kommenden Tagen müssen eine Million Menschen evakuiert werden. Die Armee hat schon 200.000 Menschen aus überfluteten Dörfern gerettet. Soldaten sprengten zudem Deiche, um den Flusslauf umzuleiten. Unzählige Menschen fürchten angesichts drohender Überschwemmungen um ihre Häuser und Felder. Viele Bauern wollen aber nicht evakuiert werden, weil sie ihr Vieh nicht zurücklassen wollen.

20 Jahre nach „Katrina”: Wie Trumps Politik die Wirbelsturm-Gefahr erhöht

Am Freitag jährt sich in den USA zum 20. Mal die Katastrophe durch den Hurrikan Katrina mit mehr als 1800 Toten. Zur diesjährigen Wirbelsturm-Saison warnen Experten vor deutlich gewachsenen Gefahren. Denn die US-Regierung von Donald Trump nimmt massive Einschnitte bei Bundesbehörden vor, was Vorhersagen und Rettungsmaßnahmen erschwert.

Am 29. August 2005 traf der Wirbelsturm Katrina an der Südostküste der USA auf Land. Besonders starke Zerstörungen gab es im Bundesstaat Louisiana und in der Stadt New Orleans. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) kamen 1833 Menschen durch Überschwemmungen und andere Sturmfolgen ums Leben, Millionen Menschen verloren ihre Behausungen und die Schäden wurden auf 108 Milliarden Dollar in damaligen Preisen geschätzt. Damit gilt Katrina als einer der verheerendste Wirbelstürme der US-Geschichte.

Die gemeinnützige Wissenschafts-Organisation Union of Concerned Scientists (UCS) hatte zum Auftakt der diesjährigen Wirbelsturm-Saison im Atlantik am 1. Juni gewarnt, diese könne unter Trump „doppelt so gefährlich” ausfallen wie gewöhnlich. Die UCS, die vor gut 50 Jahren an der Elitehochschule Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet wurde, begründete dies mit Kürzungen beim US-Wetterdienst NWS, der Klimaschutzbehörde NOAA, und der Katastrophenschutzbehörde Fema. Dies erschwere Wirbelsturm-Prognosen und gefährde Menschenleben.

Regenmengen bis 08:00 Uhr

Im Südwesten Deutschland hat es bisher am kräftigsten geregnet. In Müllheim kamen bis 8 Uhr fast 50 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen.

Die Tabelle zeigt, wo zwischen 0 und 8 Uhr die höchsten Regenmengen gemessen wurden.
Die Tabelle zeigt, wo zwischen 0 und 8 Uhr die höchsten Regenmengen gemessen wurden.

2025 bisher weniger Schäden durch Naturgefahren in Deutschland als erwartet

Die versicherten Schäden durch Naturgefahren sind im ersten Halbjahr dieses Jahres unter den Werten der Vorjahre geblieben. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. „Mit rund einer Milliarde Euro fielen die versicherten Schäden aus Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen geringer aus als aufgrund des langjährigen Durchschnitts erwartet”, erklärte der GDV-Hauptgeschäftsführer, Jörg Asmussen, laut einer Mitteilung.

Bei den Sachversicherungen sind demnach rund 500 Millionen Euro Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz entstanden. Weitere 100 Millionen Euro an Schäden kämen durch Naturgefahren wie Überschwemmung und Starkregen hinzu. Zudem beliefen sich die Schäden bei Kraftfahrtversicherungen auf 350 Millionen Euro. In der Statistik werden laut GDV neben Schäden an Häusern und Kraftfahrzeugen auch die an Hausrat, Gewerbe- sowie Industriebetrieben erfasst.

Was Naturgefahrenschäden angehe, sei das erste Halbjahr 2025 zwar unterdurchschnittlich, so Asmussen. „Trotzdem zeigt der langfristige Trend eine deutliche Zunahme an Extremwetterereignissen und Schäden.”

Wetteraussichten für heute

Ganz im Osten gibt es zunächst am Vormittag noch sonnige Auflockerungen. Im Nordwesten bleibt es überwiegend wolkig, aber meist noch trocken. In einem breiten Streifen vom Südwesten über die Mitte bis nach Sachsen-Anhalt setzt hingegen bereits von Beginn an teils kräftiger Regen ein. Immer wieder treten Gewitter auf, die lokal mit Starkregen und Sturmböen einhergehen können. Besonders im Südwesten besteht Unwettergefahr. Abseits davon ist es vielfach dicht bewölkt.

Am Nachmittag breiten sich die Schauer und Gewitter zunehmend aus. Der Schwerpunkt liegt zunächst im Westen, wo örtlich auch Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen möglich sind. Im weiteren Verlauf verlagern sich die Gewitter ostwärts. In der Osthälfte fällt häufig Regen, teils länger anhaltend. Die Temperaturen liegen zwischen 18 Grad am Alpenrand und 30 Grad im östlichen Sachsen.

Unwettergefahr in Europa

Ex-Hurrikan Erin macht sich heute auch in Westeuropa bemerkbar, häufig gehen kräftige Schauer und Gewitter nieder, in Westfrankreich sind Sturmböen und Tornados möglich. In Norditalien wird vor allem vor Starkregen, großem Hagel und Sturmböen gewarnt. In Österreich sind Hagel und Sturmböen ein Thema, in Katalonien und auf den Balearen sind ebenfalls Hagel und Sturmböen sowie Starkregen möglich.

Wetterlage: Hoch Mareike zieht ab, Tief Ex-Erin kommt

Wetterlage für Donnerstag 28. August in Deutschland
Ex-Hurrikan Erin liegt mit seinem Kern über dem Nordatlantik.

Der ehemalige Hurrikan Erin kreist als Tiefdruckkomplex nordwestlich von Irland und verursacht mit seinen Frontensystemen unbeständiges, schauer- und gewitteranfälliges Wetter. Derzeit liegt dessen Randtief Thomas über Deutschland und bringt mitunter auch unwetterartige Schauer und Gewitter.