Der Wetter-Tag bei wetter.de
Am Wochenende beginnt die Hitzewelle

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Die Nacht wird ruhig und bringt verbreitet angenehme Temperaturen von 11 Grad bis 19 Grad:

Am Samstag gibt es im Süden und in der Mitte Sonnenschein und Schönwetterwolken. Im Nordosten ist zeitweise wolkig und am Vormittag fällt örtlich leichter Regen. Die Temperaturen erreichen 22 Grad im Norden bis 33 Grad in Karlsruhe. An Nord- und Ostsee ist es windig mit starken Böen.
Der Sonntag bringt auch im Norden mehr Sonnenschein und nur ein kleines Schauerrisiko mit 23 Grad bis 28 Grad. Der Rest des Landes kriegt Hochsommer pur mit 30 Grad bis 35 Grad.
Griechenland ächzt unter Hitzewelle: 42 Grad, hohe Brandgefahr und 30 Grad in der Nacht
Griechenland erlebt derzeit die erste große Hitzewelle des Sommers. Laut Wetterdienst steigen die Temperaturen vielerorts auf bis zu 42 Grad – schon am Freitagmorgen wurden örtlich 36 Grad gemessen. Besonders belastend sind die Tropennächte mit Temperaturen über 30 Grad, die laut Ärzten die Gesundheit gefährden.
Die südliche Ägäis und Kreta bleiben dank Meeresbrise etwas kühler. Gleichzeitig ist die Brandgefahr im Land hoch. 28.000 Feuerwehrleute und Freiwillige sind in Alarmbereitschaft. Erst am Donnerstag konnte ein gefährlicher Waldbrand nahe Athen gelöscht werden – dabei wurden 13 Ferienhäuser beschädigt.
Wettertrend: Hitzewelle rollt an – bis zu 39 Grad möglich

In der neuen Woche gibt es weiterhin verbreitet hochsommerliche Hitze, vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Oberrhein sind sogar 35 bis 39 Grad möglich. In den großen Städten sinken die Temperaturen nachts oft nicht unter oder nur wenig unter 20 Grad.
Pakistan: Familie wird von Fluss mitgerissen – sieben Tote
Im Nordwesten Pakistans ist eine Großfamilie von einem plötzlich anschwellenden Fluss erfasst worden. Nach starken Regenfällen im Swat-Tal wurden sieben der 18 Familienmitglieder tot geborgen, drei konnten gerettet werden. Die übrigen gelten weiter als vermisst, dutzende Taucher suchen nach ihnen.
Die Familie war am Morgen am Flussufer zum Frühstück zusammengekommen, als sie von den steigenden Wassermassen überrascht wurde. Unter den Vermissten sind auch mehrere Kinder. Der pakistanische Premierminister rief den Einsatz von Hubschraubern zur Unterstützung der Rettung aus. Die Monsunzeit hat in Pakistan bereits über zwanzig Todesopfer gefordert.
Unwetterfolgen: Bahnverkehr zwischen Hamburg, Berlin und Hannover gestört
Nach den schweren Unwettern am Donnerstag kommt es auch am Freitag noch zu Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Zwischen Hamburg und Berlin ist derzeit nur ein Gleis befahrbar – es kommt zu Verspätungen von etwa 15 Minuten auf ICE- und EC-Verbindungen nach Süddeutschland, Österreich und Prag.
Auf der Strecke Hamburg–Hannover wurde eine Oberleitung beschädigt. Besonders betroffen ist die Ost-West-Verbindung von Bonn/Köln/Düsseldorf nach Berlin – mit Zugausfällen und Verzögerungen um 30 Minuten zwischen Wolfsburg und Berlin. Auch ICEs von Berlin über Frankfurt nach Frankreich sind betroffen. IC-Züge zwischen Amsterdam und Berlin entfallen derzeit zwischen Hannover und Berlin. Wann alle Störungen behoben sein werden, ist noch unklar.
Niedersachsen erlaubt jetzt auch Hitzefrei für die Oberstufe
In Niedersachsen dürfen Schulen ab sofort auch der Oberstufe Hitzefrei geben – sofern die Bedingungen es erfordern. Die Entscheidung liegt bei den Schulleitungen und orientiert sich nicht an Außentemperaturen, sondern an der Situation in den Klassenräumen. „Wie kühl sind die Räume? Wann ist Lernen bei der Hitze gar nicht mehr drin?“, sagte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne).
Bevor der Unterricht ausfällt, müssen laut Ministerium zunächst kühlere Räume genutzt oder alternative Lernorte angeboten werden. Der neue Erlass gilt zunächst für allgemeinbildende Schulen, für Berufsschulen ist eine Anhörung geplant. Der Landesschülerrat hatte die Lockerung der alten Regelung seit Jahren gefordert. Der Erlass in Niedersachsen ist insofern bemerkenswert, weil er nicht nur für jüngere Klassen gilt – sondern als eines der wenigen Bundesländer überhaupt ausdrücklich den Unterrichtsausfall in der Oberstufe ermöglicht. Vor der Jahrtausendwende war Hitzefrei weniger reglementiert, häufiger und generationenübergreifend üblich. Heute wird es – trotz steigender Temperaturen – restriktiver gehandhabt. Die Neuerung in Niedersachsen erinnert in Teilen an die frühere Praxis.
Hitze am Mittelmeer – Unwettergefahr in Südosteuropa
Während rund um das Mittelmeer weiterhin extreme Hitze herrscht, warnt das europäische Sturmwarnnetz Estofex für Freitag vor schweren Gewittern in Teilen Südosteuropas. Besonders betroffen ist der Osten Rumäniens, wo Sturmböen, Hagel und Starkregen drohen. Eine erweiterte Unwettergefahr gilt für Rumänien, Moldawien, Bulgarien, Nordmazedonien, Serbien und Montenegro.
Gleichzeitig bleibt es in Ländern wie Spanien, Griechenland und der Türkei sehr heiß – teils mit Temperaturen um oder über 40 Grad. Das Mittelmeer weist dabei ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen auf, was die Hitzewelle zusätzlich anheizt. Laut Estofex sorgt ein instabiler Höhenwind über dem Balkan für lokale Gewitter mit Downbursts und Hagel – vor allem am Nachmittag und Abend.
Gute Baumblüte weckt Hoffnung auf reichlich Waldsaatgut in NRW
In Nordrhein-Westfalen blühen in diesem Jahr viele Waldbäume besonders kräftig – das lässt auf eine reiche Samenernte hoffen. Laut dem Landesbetrieb Wald und Holz zeigen unter anderem Spitz- und Bergahorn, Stieleiche, Vogelkirsche sowie Sommer- und Winterlinde eine starke Blüte. Auch Nadelbäume wie Weißtanne, Kiefer und Fichte haben regional auffallend geblüht. Das ist ein wichtiger Schritt für die Aufforstung stabiler Mischwälder, wie sie angesichts des Klimawandels angestrebt werden. Ob tatsächlich geerntet werden kann, hängt aber stark von der weiteren Wetterentwicklung und dem Schädlingsbefall ab. In NRW befinden sich 63 Prozent der Waldflächen in Privatbesitz, 21 Prozent gehören Kommunen.
Unwetter über Deutschland: Frau lebensgefährlich verletzt – S-Bahn teilweise wieder in Betrieb
Die schweren Gewitter am Donnerstag haben in mehreren Bundesländern zu zahlreichen Schäden, Verletzten und Verkehrsbehinderungen geführt. In Potsdam wurde eine Frau lebensbedrohlich verletzt, als sie zusammen mit einem Mann im Neuen Garten von einer herabstürzenden Baumkrone getroffen wurde. Der Mann erlitt schwere Verletzungen. In Berlin war das gesamte S-Bahnnetz zeitweise lahmgelegt – einzelne Linien wie die S45 und S46 fuhren am Abend wieder.
Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen gab es hunderte Feuerwehreinsätze, etwa wegen umgestürzter Bäume oder blockierter Straßen. Eine Windhose traf den Raum Dingelstädt, in Erfurt und dem Harz rückten Einsatzkräfte mehrfach aus. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor orkanartigen Böen, Hagel und Starkregen gewarnt. In Gießen stürzte ein Baum auf ein Auto, eine Bahnstrecke war kurzzeitig gesperrt.
Ein Toter bei Expedition auf Perus höchsten Berg
Ein japanischer Bergsteiger ist beim Aufstieg auf den Huascarán (6768 Meter) in Peru ums Leben gekommen. Sein Begleiter wurde laut Polizei am Donnerstag gerettet. Die beiden Männer im Alter von 40 und 36 Jahren waren ohne Bergführer unterwegs und am Montag wegen Nebels und schlechten Wetters in großer Höhe eingeschlossen worden. Ein GPS-Signal ermöglichte die Ortung, doch für einen der Männer kam jede Hilfe zu spät – er starb an Unterkühlung. Der Huascarán liegt rund 400 Kilometer nordöstlich von Lima in der Weißen Kordillere und gilt als höchster Gipfel des Landes.
Kurze Entspannung beim Wetter
Heute ist es von Beginn an oft schwül-warm und verbreitet dicht bewölkt, vor allem in der Nordhälfte zieht von Westen her leichter Regen durch. Am Nachmittag wird es von Bayern bis Berlin/Brandenburg ein wenig nass, im Südosten sind lokal auch gewittrige Schauer möglich. Die Temperaturen erreichen 19 Grad ganz im Norden und sommerliche 29 Grad im Südwesten. An den Küsten und im Osten weht zeitweise frischer bis starker westlicher Wind.
Wetterlage: Hoch Anita beruhigt das Wetter

Die Kaltfront eines Skandinavientiefs zieht über Deutschland ostwärts ab, auf dessen Rückseite strömt feuchtmilde Luft ein und die Wetterlage beruhigt sich zunehmend. Von Westen her dominiert immer mehr das großflächige Azorenhoch, welches am Wochenende für hochsommerliche Temperaturen von 35 Grad und mehr sorgt.
Am Wochenende beginnt eine Hitzewelle
Am Wochenende wird es heiß. Abseits der frischeren Küsten, die im Seewind bei um die 20 Grad liegen, geht es mit den Temperaturen verbreitet rauf auf 24 bis 32 Grad. Noch hitziger ist es am Rhein und seinen Nebenflüssen. Am Samstag mit bis zu 33, am Sonntag mit bis zu 36 Grad. Am Montag sind Spitzentemperaturen von 38 Grad oder darüber denkbar.
Hitze und hohe Wassertemperaturen am Mittelmeer
Für die Mittelmeerregion zeigen die Prognosen teils noch höhere Lufttemperaturen. Zudem sind dort auch die Wassertemperaturen hoch. Im Mittelmeer liegen die Wassertemperaturen teils bei Werten um die 26 Grad und oft ein gutes Stückchen über den Durchschnittstemperaturen vergangener Messungen.