Der Wetter-Tag bei wetter.de

Das Wetter kippt - Schauer und Gewitter starten

von Oliver Hantke

Die Nacht verläuft noch recht ruhig - mit Ausnahmen.
Die Nacht verläuft noch recht ruhig - mit Ausnahmen.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Bevor sich in den kommenden Tagen wechselhafteres und kühleres Wetter durchsetzt, hieß es heute nochmal ausgiebig den Sommer zu genießen. Mit am wärmsten war es im Südwesten mit Temperaturen um 30 Grad.

Heute Nacht geht es meist noch ruhig und trocken weiter bei Tiefstwerten zwischen 11 und 17 Grad. Nur vereinzelt und besonders im Süden bilden sich Schauer und teils kräftige Gewitter.

Die lassen morgen vorübergehend nach und die Sonne scheint oft. Zeitweise dichter sind die Wolken rund um die Ostsee. Ab dem Mittag breiten sich von Südwesten aber neue kräftige Schauer und Gewitter aus und erreichen zum Abend auch den Osten. Örtlich sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Dazu klettern die Temperaturen auf sommerlich warme und zunehmend schwüle 24 bis 31 Grad. Abkühlung gibt’s direkt an der Küste bei Temperaturen um 22 Grad.

Weit gereistes Tief beendet den Hochsommer

Der Wettertrend von Donnerstag bis Samstag
Der Wetterwechsel ist nicht mehr weit weg

Derzeit erleben wir deutschlandweit tatsächlich den letzten schönen und warmen, teils auch heißen Sommertag. Zur Wochenmitte nehmen nämlich erst Schauer und Gewitter an Fahrt auf - zum Teil mit Unwettergefahr, bevor es zum Wochenende eher herbstlich frisch, teilweise windig und wechselhaft weitergeht. Mittendrin und hauptverantwortlich ist übrigens ein weit gereistes Tiefdruckgebiet aus tropischen Breiten: der ehemalige Hurrikan Erin.

Hoch Mareike zieht ostwärts ab und damit ist der Weg frei für die Fronten von Ex-Erin - zunächst in Form der Warmfront, die uns die wärmste Luft und erste Wolken bringt. Anschließend folgt schubweise kältere Luft, die uns kräftige Gewitter und am Ende einen Schwall herbstlicher Luft schickt.

Der NOAA-Modis-Satellit zeigt den Hurrikan Erin, der sich am 21. August 2025 nordwestlich vor der Küste Virginias in Richtung Karibik bewegt.
Der NOAA-Modis-Satellit zeigt den Hurrikan Erin, der sich am 21. August 2025 nordwestlich vor der Küste Virginias in Richtung Karibik bewegt.

Übrigens kommt es häufiger vor, dass Tropenstürme bis zu uns nach Europa ziehen. Allerdings wird die Reisewilligkeit der ehemaligen Tropenstürme durch die wärmer werdenden Meeresoberflächen noch verstärkt. Durch den Klimawandel werden die energieliefernden Bereiche mit warmem Oberflächenwasser nämlich immer größer.

Schauer und Gewitter kommen näher

Schöner Sommertag - später erste Gewitter

Heute Nachmittag wird es oft sonnig und sommerlich warm mit 24 bis 31 Grad. Nur im Nordosten ist es kühler. Später ziehen von Westen mehr Wolken heran und zum Abend bilden sich erste Schauer und Gewitter.

Top-10 der Höchstwerte bis 13 Uhr (nur DWD-Stationen)
Top-10 der Höchstwerte bis 13 Uhr (nur DWD-Stationen)

Eine Million Hektar Land bei Rekord-Waldbränden in EU vernichtet

In der Europäischen Union haben Waldbrände in diesem Jahr bislang mehr als eine Million Hektar Land vernichtet - so viel wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006. Bis Dienstag wurden nach Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS 1.028.000 Hektar von Bränden zerstört – eine Fläche, die größer ist als Zypern. Der bisherige Höchstwert wurde im Jahr 2017 erreicht, damals verbrannte eine Fläche von rund 998.000 Hektar. Am stärksten betroffen sind Spanien und Portugal. Auf die beiden Länder entfallen zusammen rund zwei Drittel der in der EU verbrannten Fläche.

UN-Bericht: Jeder vierte Mensch hat keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben noch immer keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Vereinten Nationen am Dienstag veröffentlichten. Mehr als hundert Millionen Menschen sind weiterhin von Wasser aus Quellen wie Flüssen, Brunnen und Kanälen abhängig, hieß es in dem UN-Bericht. In den vergangenen zehn Jahren erhielten laut der Studie 961 Millionen Menschen einen gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Damit stieg der Anteil von 68 auf 74 Prozent.

Forscher entdecken in Bayern Überreste von Dinosauriern

Forscher haben in einem Wald in Bayern Überreste von Dinosauriern entdeckt, die Krokodilen ähneln. In Sandsteinbrocken aus dem Steigerwald wurden insgesamt zehn krokodilähnliche Schädel von zwei Dinosaurierarten gefunden, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt am Dienstag in Augsburg mitteilte. Diese sind rund 230 Millionen Jahre alt.

Apple darf seine Apple Watch nicht mehr als CO2-neutral bewerben

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat einen weiteren großen Erfolg wegen des Greenwashings von Produkten erzielt: Das Landgericht Frankfurt am Main hat der Unterlassungsklage der DUH gegen die Apple Distribution International Ltd. stattgegeben (Az. 3-06 O 8/24). Der Technologiekonzern bewirbt drei seiner Smartwatch-Modelle als „CO2-neutrales Produkt“ und behauptet, die bei der Produktion der Uhren entstehenden CO2-Emissionen würden durch „naturbasierte“ Kompensationsprojekte ausgeglichen.

Apple setzt zur Kompensation seiner verbliebenen CO2-Emissionen auf Eukalyptus-Monokulturen in Paraguay, für die Pachtverträge schon 2029 auslaufen und eine Nachnutzung nicht sichergestellt ist. Eine neutrale CO2-Emissionsbilanz lässt sich damit nicht erreichen. Die Werbung ist wegen der kurzen Projektlaufzeit nicht haltbar, wie nun auch das Gericht urteilte.

102 Jahre alter Japaner stellt mit Fuji-Besteigung Rekord auf

Ein 102 Jahre alter Japaner hat ungeachtet seiner Herzprobleme den Fuji bestiegen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Laut dem Guinness Buch der Rekorde ist er der älteste Mensch, der den höchsten Berg Japans erklommen hat. Der 1923 geborene Kokichi Akuzawa war Anfang August zu der Besteigung des 3776 Meter hohen Berges aufgebrochen, nachdem er zu Trainingszwecken in den Wochen zuvor wöchentlich eine Bergwanderung unternommen hatte.

Fluten durch Monsun in Pakistan: 800 Tote und Zehntausende evakuiert

In Pakistan sind seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni knapp 800 Menschen ums Leben gekommen. Das gab die Nationale Katastrophenschutzbehörde des Landes bekannt. In Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes, mussten Zehntausende Menschen ihre Dörfer verlassen. „Wir haben mehr als 24.000 Menschen aus den tief gelegenen Gebieten in der Nähe der Flüsse evakuiert”, sagte ein Sprecher der Rettungsbehörde. Auch in den kommenden Tagen könnten die Evakuierungen anhalten.

Die Monsunzeit in Pakistan dauert bis September. Wie ein Sprecher der Meteorologie-Behörde mitteilte, ist der Niederschlag dieses Jahr stärker als gewöhnlich und könnte auch länger andauern.

Krefeld verhängt als vierte Stadt Badeverbot im Rhein

Nach Düsseldorf, Neuss und Meerbusch ist nun auch in Krefeld das Baden im Rhein verboten. Das Verbot gilt nach Angaben der Stadtverwaltung seit Dienstag für das gesamte Stadtgebiet. Hintergrund der Verbote sind zahlreiche Badeunfälle, die sich Jahr für Jahr im Rhein ereignen. In Köln soll im September über ein Badeverbot entschieden werden.

Video: Wetterprognose für Europa für 5 Tage

Im Laufe der Woche wird’s vor allem Norditalien und im Alpenraum erneut sehr nass. Prognosen sehen oft 150 bis 200, teils sogar bis 300 Liter pro Quadratmeter Regen auf die Bergregionen zukommen.

Unwetter Europa: Schauer, Hitze und Hagel – Unwetter rollen übers Mittelmeer

Gigantischer Staubsturm fegt über Phoenix

Ein gigantischer Staubsturm hat zu Verkehrschaos und Stromausfällen in der Stadt Phoenix und Umgebung geführt. In den sozialen Medien ist zu sehen, wie sich eine riesige Staubwolke langsam über die größte Stadt im US-Bundesstaat Arizona legt. Aufgrund stark eingeschränkter Sichtweite kamen zeitweise der Straßen- und Flugverkehr zum Stillstand, fast 60.000 Menschen waren vorübergehend ohne Strom.

Der Wetterdienst NWS (National Weather Service) und die Behörden riefen Autofahrer dazu auf, ihre Fahrzeuge an den Rand der Fahrbahn zu fahren, und dort das Ende des Staubsturms abzuwarten. Der Wetterdienst sprach eine Staubsturm- und eine Gewitterwarnung für die Umgebung von Phoenix aus. Betroffen waren demnach etwa 2,6 Millionen Menschen.

Ätna erneut ausgebrochen - höchste Warnstufe für Flugverkehr

Auf der Mittelmeerinsel Sizilien ist der Ätna erneut ausgebrochen. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) wurden an den Gipfelkratern des größten aktiven Vulkans Europas starke Asche-Emissionen beobachtet, deren Höhe am Abend nicht abgeschätzt werden konnte. Für den Flugverkehr wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Der internationale Flughafen von Catania blieb vorerst geöffnet.

Tote und Schäden durch Taifun Kajiki in Vietnam

Taifun «Kajiki» - Vietnam
Die Straßen der Hauptstadt Hanoi sind nach dem Durchzug des Taifuns Kajiki aufgrund starker Regenfälle überflutet.

Taifun Kajiki hat im Zentrum und Norden Vietnams mindestens drei Menschen das Leben gekostet und zehn weitere verletzt. Der Tropensturm, der am Montag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen war, habe nach ersten Erkenntnissen mehr als 6.000 Häuser beschädigt, teilte das vietnamesische Krisenmanagement mit.

Den Behörden zufolge wurden zudem 18.000 Bäume entwurzelt, rund 330 Strommasten knickten um. Landesweit waren mehr als 1,3 Millionen Haushalte ohne Strom. In der Hauptstadt Hanoi führten sintflutartige Regenfälle zu schweren Überflutungen, die den Stadtverkehr teilweise zum Erliegen brachten.

Zehnter Testflug von Riesenrakete Starship wegen schlechten Wetters erneut verschoben

Wegen des schlechten Wetters hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX den zehnten Testflug der Riesenrakete Starship ein weiteres Mal verschoben. „Leider wird der Start heute nicht stattfinden, das Wetter ist uns dazwischengekommen”, sagte SpaceX-Vertreter Dan Huot während einer Live-Übertragung am Montagabend (Ortszeit). Die Rakete sollte um 18:30 (01:30 Uhr MESZ) vom unternehmenseigenen Weltraumbahnhof Starbase im US-Bundesstaat Texas starten.

Nach Havarie: Kreuzfahrtschiff kommt in Neapel an

Nach einer Havarie vor der italienischen Insel Ponza ist das Kreuzfahrtschiff „MSC World Europa” im Hafen von Neapel eingelaufen. An Bord sind 8.585 Menschen - darunter knapp 6.500 Passagiere und über 2.000 Crewmitglieder - gewesen.

Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff war von Genua nach Neapel unterwegs, als es gegen 7.25 Uhr rund acht Seemeilen südwestlich von der Insel im Tyrrhenischen Meer ein Problem am elektrischen Antrieb meldete. Die italienische Küstenwache erklärte, die Lage an Bord sei stabil gewesen, Wetter und Seegang günstig.

Wetterlage: Hoch Mareike bringt noch mal Spätsommerfeeling

Ziemlich wolkenloser Himmel über Deutschland dank Hoch Mareike.
Ziemlich wolkenloser Himmel über Deutschland dank Hoch Mareike.

Unter Hochdruckeinfluss gestaltet sich der Tag heute meist noch sommerlich ruhig und warm. Der ehemalige Hurrikan Erin wird bei uns zum Mittwoch mehr wetterwirksam und sorgt dann mit seinen Frontensystemen vor allem am Donnerstag und Freitag für unbeständiges, schauer- und gewitteranfälliges Wetter.

Tiefstwerte bis 7 Uhr
Auch am Dienstagmorgen war es nicht nur auf der Zugspitze ziemlich frisch (nur DWD-Stationen)