Der Wetter-Tag bei wetter.de

Da kommt noch einiges an Regenduschen - teils auch heftig

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Am Abend und in der Nacht bilden sich vor allem im Süden weitere Schauer und anfangs auch noch einzelne Gewitter. Im Norden, insbesondere von Schleswig-Holstein bis östliches Niedersachsen, später auch in NRW, breitet sich teils kräftiger Regen aus. Dazwischen lassen die Schauer nach und stellenweise gibt es auch größere Wolkenlücken. Dabei kühlt die Luft auf 9 Grad am Alpenrand bis 16 Grad an der Nordseeküste, hier zudem kräftiger Wind, ab.

Am Sonntag breiten sich die Regenwolken aus der Nacht vom Nordwesten weiter aus und erreichen bis zum Mittag ungefähr das westliche Mecklenburg-Vorpommern - Hessen. Auch im Südosten bilden sich am Vormittag weitere Schauer und einzelne Gewitter. Sonst beginnt der Tag überwiegend trocken und stellenweise, besonders im Osten scheint auch mal länger die Sonne. Am Nachmittag steigt auch hier das Schauerrisiko, dafür lässt der Regen im Westen und Nordwesten vorübergehend nach, bevor zum Abend von Nordwesten bereits die nächsten Regenwolken nachrücken. An den Temperaturen ändert sich nur wenig, 16 Grad am Alpenrand und bis 24 Grad im Rheinland. Teilweise windig mit kräftigeren Böen an der Nordsee.

Unwetter in Offenburg: Überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und große Schäden

In Offenburg hieß es plötzlich „Land unter!“ – ein heftiges Unwetter fegte am durch die Stadt und hinterließ eine Spur der Verwüstung, besonders in der Nord- und Nordoststadt. Innerhalb weniger Minuten standen Straßen unter Wasser, Keller liefen voll und Bäume wurden wie Streichhölzer entwurzelt oder abgeknickt. Besonders hart traf es ein Unternehmen, dessen Photovoltaikanlage von herabfallenden Ästen zerstört wurde. Selbst die Zufahrt zum Ortenau-Klinikum war zeitweise blockiert, Dächer wurden beschädigt und ein Kleinwagen wurde von einem schweren Ast regelrecht zerquetscht.

Über 130 Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu tun und waren bis in die Nacht hinein mit knapp 100 Einsätzen beschäftigt. Obwohl die Straßen gesperrt wurden, versuchten einige Autofahrer mutig – oder eher leichtsinnig – die Absperrungen zu umfahren. Glück im Unglück: Bis auf zwei leichtverletzte Jugendliche durch splitterndes Glas blieb es weitgehend bei Sachschäden. Die genaue Schadenshöhe? Noch völlig offen.

Regen-Frust im Südwesten: Sommer macht weiter Pause

Sommer geht anders: Wer im Südwesten auf ein sonniges Wochenende gehofft hat, kann den Regenschirm gleich in Griffweite lassen. Rheinland-Pfalz und das Saarland bleiben weiterhin fest im Griff von Wolken, Regen und Gewittern. Auch wenn sich der ein oder andere Sonnenstrahl verirren könnte, dominieren Schauer und örtlich heftige Gewitter das Geschehen. Der Samstag zeigt sich von seiner besonders nassen Seite, Starkregen inklusive – Temperaturen zwischen frischen 17 und eher verhaltenen 22 Grad sprechen ebenfalls eine klare Sprache: Hochsommer ist woanders!

Am Sonntag bleibt es ähnlich trüb, allerdings mit leicht steigenden Temperaturen bis maximal 23 Grad. Trocken bleibt’s höchstens im Süden, alle anderen packen besser Gummistiefel aus. Wer auf Besserung hofft, braucht noch etwas Geduld: Montag steigen die Temperaturen zwar leicht an, einzelne Schauer bleiben aber weiter ein treuer Begleiter.

Unwettergefahr in Teilen Schleswig-Holsteins

Schleswig-Holstein und Hamburg bleiben über das Wochenende im aktuellen Wettertief. Von der Nordsee strömen immer wieder Schauer und Gewitter ins Landesinnere. Unwettergefahr gibt es auf Helgoland und auch an der Schlei. Für Helgoland wird bei 19 Grad Celsius heftiger Starkregen erwartet. An der Schlei soll es etwas wärmer werden, bis 22 Grad, allerdings auch mit heftigem Starkregen.

Für die Nacht zum Sonntag ist leichte Beruhigung angesagt: Die Schauer und Gewitter lassen nach, es bleibt vielfach wolkig. Am Sonntag soll sich das Wetter dann weiter beruhigen, es bleibt bewölkt, aber der Regen wird weniger. Im Laufe des Nachmittags soll sich die Wolkendecke auflockern, die Temperaturen erreichen bis zu 21 Grad.

Heftige Gewitter richten am Freitag Abend in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg Schäden an

Hagel, Starkregen und Sturmböen haben am Freitag in Teilen von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg für chaotische Szenen gesorgt. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich Straßen in Flüsse, Bäume stürzten auf Fahrbahnen – und sogar eine Straßenbahn geriet unter einen umstürzenden Baum.

In Hattersheim am Main fegte das Unwetter mit voller Wucht durch den Ort. 40 Einsatzkräfte rückten in nur vier Stunden zu 18 Einsatzstellen aus. Am Tierpark blockierte ein abgebrochener Baum den Weg, Keller liefen voll, ein Supermarkt und eine Unterführung standen unter Wasser. Auch auf dem Friedhof musste die Feuerwehr entwurzelte Bäume beseitigen.

Im Landkreis Aschaffenburg traf es vor allem Haibach und Bessenbach. Dort zogen die Wassermassen Gullydeckel aus der Verankerung, Straßen standen bis zu 30 Zentimeter unter Wasser. Insgesamt zählte die Feuerwehr in den beiden Gemeinden über 65 Einsätze – vom Auspumpen vollgelaufener Keller bis zur Beseitigung von Sturmschäden.

In Mannheim kippte bei einem Gewitter ein Baum direkt auf eine fahrende Straßenbahn. Verletzt wurde niemand, doch Oberleitung und Bahn wurden beschädigt. Alle Feuerwachen und Freiwilligen Feuerwehren der Stadt waren im Einsatz, rund 50 Mal rückten die Kräfte aus.

Zwischen Zwingenberg (Baden) und Mosbach-Neckarelz musste die Bahnstrecke wegen umgestürzter Bäume und anderer Unwetterschäden gesperrt werden. Auf den Linien S1, S2 und S4 fuhren Ersatzbusse. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Ausfälle.

Wegen Starkregens in Nürnberg sind die Feuerwehren im Stadtgebiet zu fast 100 Einsätzen ausgerückt. Die Einsatzkräfte wurden eigenen Angaben zufolge wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen sowie Unterführungen gerufen. Am Freitagabend waren demnach innerhalb einer Stunde etwa 150 Anrufe bei der Leitstelle eingegangen. Auch in ein Krankenhaus war demnach Wasser eingedrungen. Eine ganze Etage sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Um die Unwetterschäden im Stadtgebiet zu beseitigen, waren in Nürnberg die Berufsfeuerwehr sowie 17 freiwillige Feuerwehren im Einsatz.

Das Unwetter zog in rasender Geschwindigkeit über mehrere Bundesländer – mit Hagel, Starkregen und Sturmböen im Gepäck. Binnen Minuten wurde aus Sommerwetter ein Ausnahmezustand. Glück im Unglück: Menschen kamen nicht zu Schaden, die Aufräumarbeiten laufen.

Gewitter ohne Ende und die können auch noch heftig werden

Heute Vormittag regnet und gewittert es im Süden Bayerns und Baden-Württembergs teils kräftig und auch im Nordwesten ist es wechselhaft mit Schauern und Gewittern. Vom Saarland bis in den Osten gibt’s einen Streifen mit mehr Sonne und es bleibt oft trocken. Am Nachmittag allerdings können auch dort gewittrige Schauer aufkommen. Weitere Lichtblicke: Im Osten bestehen zwischen Leipzig, Frankfurt/Oder und Cottbus gute Chancen, dass es trocken bleibt. Im Nordwesten und besonders im Südosten können die Regengüsse dann auch unwetterartig ausfallen.

Am Alpenrand ist es kühl bei 16 Grad, während im Osten bei Sonnenschein bis zu 25 Grad möglich sind.

Wetterlage: Karlheinz wie festgetackert

Jetzt bekommt Tief Karlheinz auch noch Unterstützung von Tief Michael 🙄
Jetzt bekommt Tief Karlheinz auch noch Unterstützung von Tief Michael 🙄

Das hartnäckige Tiefdruckgebiet Karlheinz bleibt nahezu ortsfest mit mehreren Kernen zwischen Südskandinavien und der Pommerschen Bucht liegen und beeinflusst weiterhin das Wetter in Deutschland, wobei feuchte Luft und für die Jahreszeit unterdurchschnittliche Temperaturen vorherrschen, so dass es verbreitet zu Regenfällen und Gewittern kommen kann. Diese Wetterlage bleibt auch am Wochenende größtenteils bestehen.

Anfang nächster Woche soll ein für den Hochsommer ungewöhnlich kräftiges Tief mit teils schweren Sturmböen von den Britischen Inseln über die Nordsee nach Südskandinavien ziehen. Dahinter wäre der Weg für trocken-warme bis heiße Sommerluft frei, die nach der Wochenmitte zunächst den Südwesten und Süden Deutschlands erreichen könnte.

(mit dpa)