Der Wetter-Tag bei wetter.de

Kalte Oktobernacht mit Frostgefahr im Osten

von Amelie von Kruedener

In der Nacht zum Sonntag friert der Osten bei bis zu minus 2 Grad, im Westen halten Wolken die Temperaturen bei milden sechs bis acht Grad.
In der Nacht zum Sonntag friert der Osten bei bis zu minus 2 Grad, im Westen halten Wolken die Temperaturen bei milden sechs bis acht Grad.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Während sich der Herbst im Westen mild gibt, legt er im Osten eine frostige Nacht hin. In der Nacht zum Sonntag klart der Himmel über der Osthälfte zunehmend auf – perfekte Bedingungen für eine kalte Oktobernacht. Die Temperaturen sinken dort auf Werte zwischen plus eins und minus zwei Grad, örtlich kann sich Reif auf den Feldern bilden. Wer früh unterwegs ist, sollte sich also warm einpacken: die Luft fühlt sich deutlich winterlich an. Ganz anders zeigt sich das Bild im Westen: Dichtere Wolken ziehen heran und wirken wie eine Decke – sie halten die Wärme am Boden fest. Die Tiefstwerte liegen hier bei vergleichsweise milden sechs bis acht Grad.

Am Sonntag selbst präsentiert sich der Osten freundlich und sonnig, während von Westen her immer mehr Wolkenfelder aufziehen. Nur an der Donau bleibt es stellenweise ganztägig grau oder neblig. Mit Höchstwerten zwischen sieben und sechzehn Grad bleibt es insgesamt herbstlich kühl.

Lichtblick beim Strom, Dämpfer beim Gas

Gute Nachrichten für Stromkunden, schlechte fürs Gas: Die Netzentgelte entwickeln sich gegensätzlich – Entlastung ja, aber nicht überall gleich stark.
Gute Nachrichten für Stromkunden, schlechte fürs Gas: Die Netzentgelte entwickeln sich gegensätzlich – Entlastung ja, aber nicht überall gleich stark.

Ein kleines Aufatmen für Stromkunden: Durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro sinken die Stromnetzentgelte im Jahr 2026 im Schnitt um 16 Prozent. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch entspricht das einer rechnerischen Entlastung von rund 82 Euro brutto, meldet Verivox. Besonders groß fällt der Effekt in Berlin und Brandenburg aus – hier dürften die Gebühren sogar um über 20 Prozent sinken.

Doch die Freude hat Grenzen: Die Versorger müssen die Entlastung nicht zwingend an ihre Kunden weitergeben. Und während der Strompreis etwas Luft nach unten bekommt, zieht das Gas an. Die Gasnetzentgelte steigen voraussichtlich um rund 11 Prozent, was für ein Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden etwa 61 Euro Mehrkosten bedeutet. Grund sind gesunkene Verbrauchsmengen und schnellere Abschreibungen bei Netzbetreibern.

Immerhin: Die Gasspeicherumlage fällt ab 2026 weg – das könnte den Preisanstieg zumindest teilweise abfedern.

Kleiner Aufwärtstrend beim Rebhuhn

Ein Drittel mehr Rebhuhn-Paare als 2019 – vor allem in Hessen und NRW. Doch trotz Aufwärtstrend bleibt der seltene Vogel stark gefährdet.
Ein Drittel mehr Rebhuhn-Paare als 2019 – vor allem in Hessen und NRW. Doch trotz Aufwärtstrend bleibt der seltene Vogel stark gefährdet.

Ein kleines Comeback auf leisen Sohlen: Das Rebhuhn, frisch gekrönt zum „Vogel des Jahres 2026“, macht den Jägern und Naturschützern wieder etwas Hoffnung. Nach Jahrzehnten des Absturzes zeigt die Kurve endlich leicht nach oben. Laut aktueller Zahlen leben in Deutschland wieder rund ein Drittel mehr Rebhuhn-Paare als noch 2019 – durchschnittlich 0,37 Paare pro Quadratkilometer Offenland.

Besonders wohl fühlt sich der unscheinbare Feldbewohner offenbar in Hessen, wo mit 0,68 Paaren pro Quadratkilometer die höchste Dichte gemessen wurde. Knapp dahinter folgen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Gezählt wird übrigens während der Balzzeit im Frühjahr, wenn das Männchen lautstark um Aufmerksamkeit ruft – und damit die Arbeit der Zähler erleichtert.
Ganz Entwarnung gibt es aber nicht: Der Bestand liegt weiterhin auf niedrigem Niveau. Hauptgrund für den jahrzehntelangen Rückgang bleibt die intensive Landwirtschaft, die Hecken, Brachen und Insekten schwinden ließ. Trotzdem: Ein bisschen Hoffnung flattert durchs Kornfeld.

Nordwesten im Regen – Osten bleibt eher trocken

Die neue Woche zeigt ein nasses West-Ost-Gefälle in Sachen Regensumme.
Die neue Woche zeigt ein nasses West-Ost-Gefälle in Sachen Regensumme.

Hamburg steht in dieser Woche klar im Mittelpunkt des Wetters – allerdings nicht im Sonnenschein, sondern im Regen. Knapp fünfzig Liter pro Quadratmeter kommen dort bis Sonntag zusammen. Auch Frankfurt und Köln bekommen mit über vierzig beziehungsweise rund siebenundzwanzig Litern ordentlich Nachschub von oben.

Im Osten dagegen bleibt es weitgehend trocken. Berlin und München schaffen es kaum über zwanzig Liter hinaus – dort zeigt sich der Herbst von seiner ruhigen Seite. Verantwortlich ist eine klassische Westwindlage, die feuchte Atlantikluft gegen Deutschland drückt. Während der Osten noch von Hochdruckresten profitiert, reihen sich im Westen und Norden Tiefausläufer aneinander.

Ab Donnerstag wird das Wetter dann richtig usselig: Windig, mild und immer wieder nass, im Norden sogar mit stürmischen Böen. Der Osten darf sich noch über freundliche Abschnitte freuen, ehe das wechselhafte Wetter am Wochenende ganz Deutschland erreicht. Wer Sonne sucht, muss sich also beeilen – sie hat gerade nur im Osten einen kurzen Gastauftritt.

Trump torpediert Klimaschutz-Pläne für die Schifffahrt

Die USA bremsen beim Klimaschutz: Nach Trumps Einspruch vertagt die UNO ihre Pläne für klimaneutrale Schifffahrt – ein herber Rückschlag für Europa.
Die USA bremsen beim Klimaschutz: Nach Trumps Einspruch vertagt die UNO ihre Pläne für klimaneutrale Schifffahrt – ein herber Rückschlag für Europa.

Eigentlich sollte das neue Klimaschutzpaket der internationalen Schifffahrt ein Meilenstein werden – doch nun herrscht Flaute. Nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump sind die Verhandlungen in London vorerst gescheitert. Die zuständige UN-Organisation IMO vertagte die Entscheidung um ein Jahr. Trump wetterte auf Truth Social, die geplanten globalen Abgaben auf Schiffsemissionen seien „betrügerisch“ und würden von den USA nicht akzeptiert. Den Antrag zur Vertagung stellte Saudi-Arabien – und bekam prompt Zustimmung.

In Deutschland sorgt das für mächtig Frust: Der Verband Deutscher Reeder spricht von einer verpassten Chance, der Verband für Schiffbau und Meerestechnik von einem „herben Rückschlag“. Auch Umweltverbände zeigen sich enttäuscht. Dabei war das Ziel klar: Bis 2050 sollte die Schifffahrt klimaneutral werden, mit Zwischenzielen schon für 2030 und 2040. Nun bleibt offen, ob sich die Staaten im kommenden Jahr überhaupt auf gemeinsame Regeln einigen können. Bis dahin tuckert die Branche weiter im Nebel.

Letzte Fahrten: Saisonende für Weiße Flotte am Bodensee

Schluss, aus, einwintern: Am Bodensee heißt es an diesem Wochenende „Leinen los“ für die letzten Fahrten der Weißen Flotte. Die Ausflugsschiffe beenden ihre Saison und gehen in die wohlverdiente Winterpause. Noch bis Sonntag verkehren die Kursschiffe im reduzierten Fahrplan, danach heißt es: Hafen statt Wellen.

Trotz stabilem Betrieb und beliebten Zielen wie Mainau, Meersburg und Lindau zeigen sich die Betreiber nur bedingt zufrieden. Rund 1,6 Millionen Menschen nutzten in diesem Jahr die Schiffe – deutlich weniger als vor der Corona-Pandemie, als über zwei Millionen Gäste gezählt wurden. Der Start im Frühjahr war zudem von Niedrigwasser und Regen geprägt, doch das Sommerwetter rettete vieles. Ab Dezember soll es mit stimmungsvollen Adventsfahrten weitergehen, bevor die Schiffe im Frühjahr, traditionell rund um Ostern, wieder ablegen. Dann hoffentlich mit mehr Sonne, Rückenwind – und ein paar Passagieren mehr.

Trüber Start in den Samstag, später mehr Sonne

Wettervorhersage für Samstagnachmittag, 18. Oktober
Die Sonne zeigt sich am Samstag häufiger, als noch in den Tagen zuvor.

Der Tag beginnt in der Mitte und im Süden oft grau und stellenweise mit ein paar Regentropfen. Im Norden zeigt sich dagegen schon früh die Sonne. Im Tagesverlauf wird es insgesamt freundlicher und trocken, nur zwischen Eifel und Bayern bleibt es teils länger bewölkt. Die Temperaturen gehen spürbar zurück und erreichen nur noch 7 bis 16 Grad.

Nach Sonne und Nebel folgt mildes Schmuddelwetter

Wettervorhersage für 3 Tage ab Sonntag
Die Temperaturen bleiben bei rund 15 Grad, doch der Himmel ist meist bedeckt.

Wetterlage: Feuchtmilde Luft

Aktuell liegt Deutschland in einer Hochdruckzone, aus Nordwesten strömt feucht-kühle Luft ins Land. Der Ausläufer eines Skandinavientiefs bringt dem Norden unbeständiges Herbstwetter.

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(mit dpa)