Der Wetter-Tag bei wetter.de
Gewitter im Doppelpack – Unwettergefahr im Südosten und Nordwesten
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht ziehen teils gewittrige Regenfälle in den Süden, während im Nordwesten Schauer unterwegs sind. Dazwischen und im Osten beruhigt sich das Wetter mit größeren Auflockerungen. Die Temperaturen sinken auf 17 bis 10 Grad.
Am Vormittag halten sich kräftige Regenschauer und Gewitter im Süden Bayerns und Baden-Württembergs, auch im Nordwesten zeigt sich ein wechselhaftes Bild. Zwischen Saarland und Osten hingegen liegt ein freundlicher Streifen. Doch am Nachmittag kann es auch dort krachen – besonders im Südosten und Nordwesten drohen lokal unwetterartige Regenmengen. Im Osten hingegen bleibt es zwischen Leipzig, Frankfurt/Oder und Cottbus mit etwas Glück trocken. Während am Alpenrand nur frische 16 Grad erreicht werden, kann es im Osten bei zeitweisem Sonnenschein bis zu 25 Grad warm werden.
Juli-Regen verpufft: Grundwasser bleibt im Südwesten auf Tauchstation
Wer nach den teils heftigen Regenfällen im Juli auf eine schnelle Erholung der Grundwasserstände gehofft hat, muss weiter Geduld haben. Laut aktueller Auswertung der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat der Regen die knappe Ressource kaum aufgefüllt. Anfang August dominieren vielerorts unterdurchschnittliche Pegel – an jeder sechsten Messstelle sogar auffallend niedrige Werte, besonders in Oberschwaben.
Der Grund: Viel Wasser versickert erst mit Verzögerung in tiefere Bodenschichten. Erste kleine Anstiege gibt es an Quellen und gewässernahen Messpunkten, doch unterm Strich bleibt die Lage angespannt. Im trockenen Frühjahr lag das Niveau teils noch tiefer als in den Extremjahren 2003 und 2018. An Flüssen und Seen sieht es momentan besser aus – hier hat der Juli-Regen die Niedrigwasserlage vorerst beendet. Doch ohne weiteren Nachschub könnten die Pegel schon nach wenigen Tagen wieder sinken. Für eine echte Entspannung müsste auch der August noch ordentlich Wasser bringen.
Wetter bleibt wechselhaft – Montag wieder milder
Das Wochenende bringt unbeständiges Wetter: Am Samstag ziehen Schauer und Gewitter vor allem über den Westen, Nordwesten und Südosten. Von der Mitte bis in den Osten bleibt es häufiger trocken bei bis zu 24 Grad in Berlin und der Lausitz. Am Sonntag verlagern sich die Schauer in den Norden und Südosten, während es im Westen meist trocken bleibt. Zum Wochenstart wird es etwas milder mit 19 bis 25 Grad, zeitweise sonnig – später kann im Nordwesten neuer Regen aufziehen.
Und so geht’s danach weiter: Schwere Sturmböen im Anmarsch
Waldbrände in Spanien und Portugal unter Kontrolle
Nach Tagen im Kampf gegen die Flammen melden die Behörden in Portugal und Spanien vorsichtige Entwarnung: Die schwersten Waldbrände sind unter Kontrolle. In Portugals Nationalpark Peneda-Gerês verbrannten über 7000 Hektar, auch in Arouca konnte das Feuer eingedämmt werden. In Spaniens Grenzregion Extremadura kehrten viele Evakuierte bereits zurück. Trotz Fortschritten bleiben die Risiken hoch: In Portugal wurden dieses Jahr schon über 29.000 Hektar zerstört – der Klimawandel verschärft die Lage weiter.
Über 50 Grad im Iran – Wasserkrise spitzt sich zu
Im Iran verschärft sich die Hitze- und Wasserkrise: In der südwestlichen Stadt Omidieh wurden am Donnerstag laut staatlichem Rundfunk 51 Grad gemessen. Auch in anderen Landesteilen stiegen die Temperaturen auf über 45 Grad. Die Wetterbehörde warnt zudem vor Sandstürmen und schlechter Luftqualität. Wegen leerer Stauseen kommt es in vielen Städten zu Wasserausfällen, auch in Teheran. Präsident Peseschkian ruft zum Wassersparen auf. Experten sprechen von einem Scheitern im Umgang mit der Klimakrise.
Gedenkgottesdienst für Opfer des Zugunglücks von Riedlingen
Fünf Tage nach dem schweren Zugunglück bei Riedlingen mit drei Toten haben Angehörige, Rettungskräfte und Politiker in Zwiefalten der Opfer gedacht. Im bis auf den letzten Platz besetzten Münster Unserer Lieben Frau nahmen unter anderem Bahnchef Richard Lutz, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sowie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesverkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) teil. Der Gottesdienst wird von Bischöfen der katholischen und evangelischen Kirche gemeinsam gestaltet und live im SWR übertragen. Das Unglück ereignete sich am 27. Juli nach einem Unwetter.
Perseiden starten – bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde
Ab Anfang August zeigt sich mit den Perseiden der größte Sternschnuppenstrom des Jahres. Der Höhepunkt wird in der Nacht vom 12. auf 13. August erwartet – dann können bei klarem Himmel bis zu hundert Meteore pro Stunde sichtbar sein. Allerdings könnten Wolken und der helle Mond die Sicht stören. Besonders beliebt bei Sternguckern ist die Eifel: Im Naturpark Nordeifel wurden 2024 zehn sogenannte „Sternblicke“ ohne Lichtverschmutzung eingerichtet, wo zuletzt Hunderte Menschen – viele mit Wohnmobil – den Himmel beobachteten.
Sturmtief in Nordwesteuropa kommt auch nach Deutschland
Ein kräftiges Sturmtief soll laut aktuellen Modellprognosen bis Dienstag von den Britischen Inseln über die Nordsee nach Südskandinavien ziehen. Zunächst sind vor allem Irland und Großbritannien betroffen, wo teils schwere Sturmböen, in den schottischen Highlands örtlich sogar Orkanböen möglich sind. Anschließend verlagert sich das Sturmfeld ostwärts – mit Auswirkungen auf die Niederlande, Dänemark und Norddeutschland, besonders auf Schleswig-Holstein. Wegen der belaubten Bäume besteht erhöhte Gefahr durch Ast- oder Baumbruch, was zu Störungen im Straßen- und Bahnverkehr führen könnte. Konkrete Warnungen sind jedoch noch nicht möglich.
Südwesten Europas schwitzt weiter bei 40 Grad
Der Süden der Iberischen Halbinsel bleibt der Hitzepol Europas: Schon heute werden dort fast 40 Grad erreicht, am Wochenende und zu Wochenbeginn sind örtlich auch deutlich über 40 Grad möglich. In Frankreich könnte es nächste Woche ebenfalls heiß werden – vor allem im Süden und in der Mitte sind Temperaturen um 40 Grad nicht ausgeschlossen. Die Prognosen sind dort jedoch noch mit Unsicherheiten behaftet.
Wasserstände steigen – aber keine Hochwassergefahr

An mehreren Flüssen in Süddeutschland, insbesondere südlich der Donau sowie am Ober- und Mittelrhein, sind die Wasserstände derzeit erhöht. Laut aktuellen Messwerten ist jedoch kein gefährliches Hochwasser zu erwarten, die Pegel gehen vielerorts bereits zurück. Lokal kann es heute und morgen durch Starkregen erneut zu kurzen Anstiegen kommen. Am Bodensee ist der Pegel binnen einer Woche um etwa 45 Zentimeter gestiegen und hat damit rund zwei Drittel seines Rückstands zum langjährigen Mittelwert aufgeholt.
Viele Schauer und einzelne Gewitter

Heute setzt sich das turbulente und recht kühle Wetter weiter fort. Bei wechselnder bis starker Bewölkung ziehen zunächst Regenfälle und vereinzelt erste Gewitter von der südlichen Mitte und Südwesten in die südlichen Regionen Baden-Württembergs und Bayerns. Nach einer kurzen ruhigeren und trockeneren Phase dahinter lebt die Schauertätigkeit von der Nordsee und Benelux her erneut auf. Teils kräftige Gewitter, vereinzelt und lokal eng begrenzt mit Starkregen sind dabei ebenfalls möglich. Die Höchstwerte steigen auf 18 bis 24 Grad, wobei es in der Kur- und Vorderpfalz sowie an der unteren Nahe am wärmsten wird. Schwacher bis mäßiger, in Schauer- und Gewitternähe in Böen starker bis stürmischer Wind weht aus westlichen Richtungen.
In der nächsten Woche kann es wärmer werden
In den nächsten Tagen setzt sich das wechselhafte Wetter bei zunächst 17 bis 23 Grad fort. Am Sonntag wird es im Südwesten und am Montag im gesamten Süden freundlicher und zudem auch etwas wärmer. In der ersten Hälfte der nächste Woche stellt sich das Wetter um. Vorübergehend wird es windig bis stürmisch, aber im weiteren Verlauf macht sich aus Südwesteuropa warme bis heiße Luft auf den Weg, die am übernächsten Wochenende auch Deutschland erreichen kann.
- Lese-Tipp: Sommer-Comeback in der kommenden Woche
Wetterlage: Wechselhafte Tendenz

Das hartnäckige Tiefdruckgebiet „Karlheinz“ bleibt nahezu ortsfest mit mehreren Kernen zwischen Südskandinavien und der Pommerschen Bucht liegen und beeinflusst weiterhin das Wetter in Deutschland, wobei feuchte Luft und für die Jahreszeit unterdurchschnittliche Temperaturen vorherrschen, so dass es verbreitet zu Regenfällen sowie vor allem in der zweiten Tageshälfte punktuell auch wieder zu heftigen Gewittern kommen kann. Diese Wetterlage bleibt auch am Wochenende größtenteils bestehen. Anfang nächster Woche soll ein für den Hochsommer ungewöhnlich kräftiges Tief mit teils schweren Sturmböen von den Britischen Inseln über die Nordsee nach Südskandinavien ziehen. Dahinter wäre der Weg für trocken-warme bis heiße Sommerluft frei, die nach der Wochenmitte zunächst den Südwesten und Süden Deutschlands erreichen könnte.
(mit dpa)