Selbst Hitzewelle möglich

September 2025: Da geht wahnsinnig viel beim Wetter!

von Paul Heger

September 2025 zwischen Hitze und Herbst-Knall
Typisch September: Von Hitze bis volle Kanne Herbst ist alles drin!

Der Sommer ist vorbei, der Herbst 2025 meteorologisch schon da. Aber halt, der September kann von Spät-Hochsommer bis Schmuddel-Wetter alles. Wir schauen auf die aktuellen Trends und Prognosen für den Herbstbeginn 2025.

September-Anfang: Eher Spätsommerparty anstatt Herbstblues

Der Start des Septembers ist wie so häufig echt nicht schlecht! Klar, die Tage werden spürbar kürzer, die Farben in der Natur beginnen sich zu verändern und die Nächte werden kühler – wobei letzteres für viele auch eine gute Nachricht ist. Und gleichzeitig warten immer wieder Sommertemperaturen auf uns!

Die erste Septemberwoche bringe nach dem Warmstart in der Osthälfte zwar erstmal einen Temperaturdämpfer, okay. Mittwoch und Donnerstag gibt es in Spitzen aber schon wieder über 25 Grad. Das gilt besonders für die Osthälfte. Auch das Wochenende und die nachfolgende Woche bringen oft sommerliche Höchstwerte. Selbst eine kleine Hitzewelle ist in manchen Wettermodellen nochmal drin! Die Unsicherheiten wachsen aber ab der Wochenmitte deutlich.

Frau am Strand im Sommer
Sommertemperaturen? Da ist sogar nochmal Strandwetter drin!

Das Wetter ist dazu zwar wechselhaft, aber immer wieder gibt es lange trockene Phasen mit Sonnenschein. Und genau dieses wechselhafte Wetter tut der Natur und der Luftqualität gerade richtig gut. Also Schirm oder Regenjacke parat haben und die schönen Seiten des Wetters genießen. Denn irgendwann schlägt der Herbst sicherlich zu!

Wetter-Herbstbeginn zum Kalender-Herbstbeginn?

Dieser erste Herbstknall kommt nicht selten zur Monatsmitte. „Pünktlich zur Wiesn!“, mögen mache auf dem Oktoberfest in München behaupten. Und ja, das könnte auch in diesem Jahr so ähnlich kommen. Schaut man sich die verschiedenen Wettermodelle an, so sieht man grob zwischen dem 10. und 14. September einen deutlichen Temperaturrückgang – allerdings eher auf durchschnittliches Niveau – das ginge auch schon deutlich kühler. Damit wären zur Monatsmitte in den meisten Regionen Temperaturen um 20 Grad drin – hey, das geht doch voll!

Aber Vorsicht: Immer dann, wenn sich der Herbst anschleicht, wachsen die Unsicherheiten schier ins Unendliche. Und so sehen wir in den Berechnungen zur Monatsmitte auch kühle Varianten mit teils unter 15 Grad, aber gleichzeitig auch sehr warme Varianten mit 25 bis 30 Grad. Diese Spanne zieht sich bis zum kalendarischen, bzw. astronomischen Herbstanfang am 22. September.

Septemberfinale: Herbst-Knall oder Altweibersommer?

Na ja, und wo wir schon unsicher über die Monatsmitte hinwegrutschen, kann die Prognose danach kaum sicherer werden. Oder doch? Tendenziell wird es natürlich kühler. Und wenn wir davon ausgehen, dass – wie fast immer – irgendwann im September der große Herbstknall kommt, müsste das spätestens in den letzten Tagen geschehen.

14-Tage-Trend für Berlin Anfang September 2025
Wahnsinn! Mitte September ist zwischen rekordverdächtiger Hitze und richtigen Herbsttagen alles drin (hellrot). Die wahrscheinlichsten Temperaturen (dunkelrot) sind deutlich über 20 Grad und damit ganz anständig!

Anders kann man momentan auch die Berechnungen der experimentellen Langfristmodelle der amerikanischen Wetterbehörde NOAA nicht verstehen. Denn sie gehen von einem durchschnittlich temperierten September aus. Für solch einen Monatsschnitt müsste die erste, sehr sicher zu warme Monatshälfte von einer deutlich zu kühlen abgelöst werden. Das wäre der Herbstblues Ende September.

NOAA-Langfristberechnung für die Durchschnittstemperatur im September 2025: Durchschnittliche Werte in Deutschland
Langfrist-Berechnung der NOAA: Damit es so kommt, müsste die zweite Septemberhälfte deutlich kühler als normal ausfallen.

Aber, liebe Freude des Altweibersommers: Keine allzu große Angst! Die Berechnung des europäischen Langfristmodells (EFFIS) sieht das anders. Demnach fällt der September insgesamt zu warm und „normal nass“ bis leicht zu trocken aus. Und das riecht alles sehr stark nach einem halbwegs geschmeidigen Übergang vom Spät- in den Altweibersommer.

Es bleibt also – mal wieder – spannend!

(phe)