Hitze, Schwüle und Feuergefahr

Wärmebelastung, Unwetterrisiko und hohe Waldbrandgefahr in Deutschland

von Karim Belbachir

Junge Frau mit Hitzewallungen und Schwitzen an einem warmen Sommertag
In den kommenden Tagen ist die Wärmebelastung laut DWD weiter hoch.

Deutschland schwitzt unter drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Der DWD warnt großflächig vor starker Wärmebelastung, während zusätzlich Gewitter und Waldbrände drohen.

DWD-Warnung vor Wärmebelastung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für fast ganz Deutschland eine amtliche Warnung vor starker Wärmebelastung ausgegeben. Ausgenommen sind nur der äußerste Norden und Nordosten. Heute werden bis zu 38 Grad im Südwesten erreicht, vielerorts liegen die Höchstwerte bei über 30 Grad. In dicht bebauten Stadtgebieten kühlt es nachts nur unzureichend ab, was das gesundheitliche Risiko erhöht.

Unter Hoch Julia bestimmt sonniges und sehr heißes Sommerwetter das Geschehen. Heute entwickeln sich im Tagesverlauf vor allem an der Nordsee, in Schleswig-Holstein und am Alpenrand einzelne Gewitter mit Starkregenpotenzial, örtlich auch mit Hagel. Die Hitze breitet sich in den Norden aus, selbst an der Küste werden um 25 Grad erreicht. Der Himmel kann durch Saharastaub zeitweise milchig-trüb wirken.

Hitze- und Unwetter-Entwicklung bis zum Wochenende

Am Donnerstag bleibt es landesweit heiß, die Höchstwerte liegen zwischen 30 und 38 Grad, nur auf den Inseln etwas darunter. Über dem Bergland sind am Nachmittag einzelne Hitzegewitter möglich. Der Freitag bringt wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern vom Nordosten bis in den Südwesten. Am Samstag wird es im Süden unbeständiger mit kräftigen Schauern und Gewittern, teils mit Unwettergefahr, während sich in der Mitte und im Norden trockenes, sonniges Wetter durchsetzt. Sonntag überwiegt vielerorts der Sonnenschein, am Alpenrand bleibt ein leicht erhöhtes Gewitterrisiko.

Hohe Waldbrandgefahr - Lage verschärft sich

Laut DWD ist die Waldbrandgefahr derzeit in vielen Regionen hoch (Waldbrandgefahrenindex Stufe 4), besonders im Südwesten und Osten. In Teilen Brandenburgs und Sachsens wird in den kommenden Tagen sogar die sehr hohe Gefahrenstufe 5 erreicht. Am Wochenende ist regional mit einer leichten Entspannung zu rechnen, dennoch sollte offenes Feuer oder Funkenflug in Wäldern und auf Wiesen strikt vermieden werden.