Klima und Wetter in Mauretanien

Das Klima im westafrikanischen Mauretanien, direkt südlich des nördlichen Wendekreises gelegen, entspricht in den inneren Landesteilen dem trocken-heißen Wüstenklima der Sahara. Nur der Küstenstreifen am Atlantik wird vom kühlen Tiefenwasser des Kanarenstroms beeinflusst. Von der dadurch begünstigten Nebenbildung sind die beiden Nationalparks Banc d’Arguin und Diawling betroffen, die beide zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurden und wichtige Überwinterungsregionen für Zugvögel darstellen. In den südlichen Landesteilen, der Übergangszone zur Dorn- und Buschsavanne des Sahels, liegt der jährliche Niederschlag bei 300 bis 400 Millimetern. In den weiter nördlich gelegenen Wüstengebieten werden selten mehr als 100 Millimeter Niederschlag gemessen. Die tatsächliche Niederschlagsmenge ist von der jeweiligen Ausprägung der innertropischen Konvergenzzone abhängig, die mit einem gewissen zeitlichen Abstand dem Sonnenstand folgt. Die Jahresdurchschnittstemperaturen reichen in den Wintermonaten von 20 bis 24 Grad Celsius und von 30 bis 34 Grad im Juli. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede in den Tagesmaxima und -minima zwischen den südlichen und nördlichen Landesteilen. In den Wüstengebieten können die Tagestemperaturen 50 Grad Celsius überschreiten, während es nachts in der trockenen Wüstenluft auf Werte unter 20 Grad im Sommer und bis auf den Gefrierpunkt im Winter abkühlen kann. Zudem machen in den nördlichen Landesteilen Sandstürme häufig Straßen unpassierbar.