Lasst das Unkraut einfach wachsen
Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch und Brennnessel: Essen statt ärgern
Anstatt sich über hartnäckiges Unkraut im Garten zu ärgern, erstmal die guten Seiten sehen: Oft nämlich sind Löwenzahn, Brennnessel und ihre unbeliebten Kolleginnen und Kollegen, die sich unaufgefordert in den Beeten breitmachen, nützlich bis lecker. Was die Kräuter beinhalten und wofür sie genutzt werden können: Vier Beispiele im Text - zehn im Video.
Vogelmiere

Auch von ihr hat manch Ziergarten unbeabsichtigt viel zu bieten und es wird stetig daran gearbeitet, sie auszureißen. Dabei hat die Vogelmiere gesundheitsfördernde Eigenschaften, da sie reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Magnesium und Antioxidantien ist. Somit stärkt sie nicht nur das Immunsystem, sondern kann auch Zellschäden verhindern. Die Vogelmiere kann zum Beispiel in Salaten, Suppen oder als Beigabe zu verschiedenen Gerichten verwendet werden. Ihr Geschmack ist mild und der Petersilie nicht ganz unähnlich.
Giersch

Giersch hat ebenfalls ein sehr einnehmendes Wesen und einmal im Garten heimisch geworden, wird man ihn nicht mehr los. Schnell hat er alle Beete erobert. Warum also nicht das Beste daraus machen? Ihn als Nahrungsmittel in Betracht ziehen zum Beispiel. Er hätte es verdient, denn er enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, insbesondere Vitamin C, sowie Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium. Er soll entgiftend wirken, bei Verdauungsproblemen helfen und den Körper vor freien Radikalen schützen.
Frischer Giersch kann direkt in Salate gegeben oder beim Kochen in Suppen und Eintöpfen verwendet werden. Auch als Pesto, in Kräuterquark und Aufstrichen macht er sich ganz gut. Giersch kann auch gedünstet oder kurz angebraten werden und ähnlich wie Spinat als Gemüsebeilage serviert werden.
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Löwenzahn: Strahlend gelbes Multitalent

Wenn im Frühling die Wiesen vom Löwenzahn gelb erstrahlen, mag das ja eine echte Augenweise sein. Aber im Garten in den mühsam angelegten Beeten und in jeder Ritze der Terrasse ist die Pflanze unerwünscht. Warum? Der Löwenzahn hat richtig Power und kann uns aus unserer Frühjahrsmüdigkeit wecken. Das grün-gelbe Multitalent ist Stoffwechsel anregend und fördert bei einer Diät die Fettverbrennung.
Wenn die Blätter im Frühling am zartesten sind, schmecken sie am besten. Einfach die untersten Blätter direkt aus der Erde ziehen, gut waschen und sie sind bereit für den Salat. Aus den Blüten können Sirup oder eine essbare Deko gezaubert werden. Selbst die Wurzeln sind nutzbar – getrocknet für einen erdig schmeckenden Tee.
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Brennnessel: Superfood im Überfluss

Brennnesseln gehören wohl mit zu den unbeliebtesten Wildkräutern im Garten. Sie können meterhoch werden, ihren weitverbreiteten Wurzeln, aus denen sie immer wieder ausschlagen, ist kaum Herr zu werden und dann brennt auch noch die Haut bei Berührung. Aber auch sie hat ihre positiven Eigenschaften. Die Brennnessel wirkt harntreibend, entzündungshemmend und entgiftet den Körper. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist besonders eisenhaltig und hilft deswegen bei Eisenmangel. Daher sind Tee, Suppe und auch Zubereitungen ähnlich wie von Spinat sehr gesund. Mal ausprobieren?
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