Unwetterlage am Herbstanfang

Gewitter im schwülen Westen - extreme Hitze im Osten

von Claudia Träger

Es ist heiß und wird immer schwüler – die nächsten Gewitter kündigen sich also an. Die ersten Blitze zucken schon am Sonntagabend im Südwesten, ab Montag breiten sich Gewitter im Westen und Süden aus. Es besteht Unwettergefahr.

Unwettergefahr mit allem Drum und Dran

Der Herbst ist da, meteorologisch gesehen, macht aber keine Anstalten, seine hochsommerliche Seite abzulegen. Die äußert sich nicht nur in Hitze, sondern auch in Gewittern mit Unwettergefahr. Auch wenn die Details und die Verteilung noch nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden können, so ist in der energiegeladenen Luft sehr wahrscheinlich wieder einmal mit Gewittern mit Unwetterpotenzial zu rechnen. Da bleibt der Sommer 2024 sich auch im Herbst noch treu.

Die üblichen Gefahren, die von Starkregen, Hagel, stürmischen Böen und Sturmböen ausgehen, sind bekannt. Auch örtliche Überflutungen sind denkbar, da die Regensummen binnen kurzer Zeit stellenweise bis um oder über 30 Liter je Quadratmeter erreichen können.

Grenzwetterlage zwischen Tief und Hoch

Und das liegt daran: Zwischen dem Azoren-Hoch über dem Atlantik und einem Hoch über Nordosteuropa mogeln sich immer wieder Ableger eines Island-Tiefs, das kühlere Luft nach Deutschland schickt. Das Hoch über Nordosteuropa bewirkt, dass es im Osten noch am stabilsten ist, Sonne und Hitze fast ungebremst weiter machen können. Eine Grenzwetterlage zeichnet sich ab, die es in der Westhälfte immer wieder krachen und blitzen lässt.

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Gewitterlage am Herbstanfang: Hier drohen Unwetter

Gewitter ziehen auf
Es wird mal wieder brenzlig in Deutschland - Gewitter ziehen sich bis Mitte der Woche.

Der Montag geht noch schön los, nachdem sich die Gewitter in der Nacht im Südwesten gelegt haben. Im Süden und Westen bilden sich im Tagesverlauf aber örtlich kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im Rest bleibt es meistens ruhiger.

Auch am Dienstag und am Mittwoch scheint die Lage im Nordosten und Osten unaufgeregt zu bleiben. Zumindest sieht das Gros der Wettercomputer die zum Teil heftigen Gewitter eher im übrigen Land - punktuell mit der Gefahr von Unwettern und Überflutungen.

Ab Donnerstag sollten sich Schauer und Gewitter in die Südwesthälfte zurückziehen.

Die Temperaturen dazu liegen meist zwischen schwülen 20 und 30 Grad. Der Osten glüht bei bis zu 35 Grad, dort ist die wenigstens nicht so feucht. Wer also schon nass-kaltes Herbstwetter befürchtet: Entwarnung! Es geht eher hochsommerlich weiter.

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