Jetzt wird’s heftig!
Akute Unwettergefahr: Lebensgefährliche Superzellen bedrohen auch Public Viewing
Derzeit ziehen die ersten heftigen Gewitter in den Westen Deutschlands. Die hohe Unwettergefahr zieht sich aber bis in den Osten. Heftiger Starkregen, großer Hagel, Orkanböen und sogar Tornados drohen! Superzellen können Gefahr für Leib und Leben bringen.
Im Video: Luftmassengrenze sorgt für hohe Unwettergefahr!
Unwetter in Deutschland: Los geht’s aktuell im Westen

Über Frankreich haben sich am Dienstagmorgen heftige Gewitter gebildet, die zur Mittagszeit den Westen Deutschlands erreichen. Betroffen sind zunächst die Regionen vom Saarland bis zum Niederrhein. Schnell arbeitet sich die erste Gewitterfront am Nachmittag weiter in Richtung Hessen und Süd-Niedersachsen. Sonst bleibt es noch – Betonung auf noch – ruhig.
Was ist zu erwarten? Heftiger Starkregen mit örtlich um 50 Litern pro Quadratmeter. Dazu kommen Hagel und vereinzelt auch schwere Sturmböen. Vorsicht: Auch das Tornadorisiko ist erhöht. Wenn es am Himmel schwarz wird, bitte Schutz aufsuchen.
Potenzielle Lebensgefahr bis in den Osten Deutschlands

Am frühen Abend erreichen die teils heftigen Gewitter Thüringen und Sachsen-Anhalt, einzelne könnten auch bis Franken ziehen. Auch der Südosten Niedersachsens ist noch in der Gefahrenzone. Im Laufe des Abends sind dann auch der Süden Mecklenburg-Vorpommerns, aber vor allem Berlin, Brandenburg und Sachsen dran.
Die Gewitter intensivieren sich auf dem Weg nach Osten teilweise nochmal. Superzellen sind möglich! Dabei kann es neben Starkregen sogar zu größerem Hagel und Orkanböen kommen. Im südlichen Bereich dieses recht breiten Streifens bleibt die Tornadogefahr erhöht. Bei dieser Wetterlage besteht im Extremfall Lebensgefahr.
Im Norden Deutschlands ist das Gewitterrisiko deutlich geringer, teils regnet es aber über längere Zeit recht intensiv. Die Unwettergefahr ist hier deutlich geringer, örtliche Überflutungen sind aber bei solch einer Lage nie ausgeschlossen.
Vorsicht! Gewitter kommen in mehreren Staffeln!

Wer denkt, dass das Unwetter vorbeigezogen oder überstanden sei, der sei gewarnt. Es ziehen mehrere Staffeln über Deutschland hinweg. Bis weit in die Nacht hinein kann es wiederholt zu Gewittern kommen.
Besonders der Westen, der schon frühzeitig die erste Klatsche bekommt, sollte am Abend und in der ersten Nachthälfte mit noch einmal heftigen Gewittern und hohem Unwetterpotential rechnen. Selbst in den Morgenstunden kann es von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bis nach Bayern, Sachsen und Brandenburg nochmal ordentlich krachen und schütten.
Wirklich ruhig wird es erst am Mittwochabend, wo die letzten Gewitter im Osten abziehen. Diese Pause hält im Süden nicht lange. Am Donnerstag gibt es in der Südwesthälfte erneut einzelne Schwergewitter. Von Freitag zu Samstag kracht es dann wohl wieder häufiger samt Unwettergefahr. Details sind aber noch offen.
Fußball-EM: Public Viewings vor Absage

Bei dieser Lage ist es sehr wahrscheinlich, dass vorsorglich oder durch akute Unwetterwarnungen der Behörden Public Viewings geräumt werden oder frühzeitig abgesagt werden – bei dieser Gefahrenlage absolut zurecht! Betroffen ist vor allem die oben beschriebene breite Mitte Deutschlands. Es ist nie klar, ob die Gewitter genau über solche Areale ziehen, aber wenn, dann wird es heftig. Bitte folgt den möglichen Anweisungen.
UPDATE, 18.06.2024, 11:00 Uhr:
Erste Fan-Zonen haben bereits geschlossen, weitere werden wohl folgen. Informiert euch am besten vor Ort.
Am Mittwochabend sieht die Lage ganz anders aus. Zum Spiel der deutschen Nationalmannschaft ab 18 Uhr könnte es von Südbrandenburg bis Bayern hier und da noch Einschränkungen geben. Die Lage entspannt sich aber deutlich, sodass meist dem Fußballfest nichts im Wege stehen sollte.
(phe)



