Wetterlexikon: Superzelle

Was ist eine Superzelle?

Superzellen sind mit einem Durchmesser von 20 bis 50 Kilometern an ihrer Basis die größten bekannten Gewitterstrukturen. Auf der Höhe der zweiten Atmosphärenschicht sind Ausmaße von 200 Kilometern Breite möglich.

Rotiert der Aufwindbereich der Gewitterzelle, dann spricht man von einer Mesozyklone

Browning beschrieb mit diesem Begriff 1962 das sogenannte Wokingham-Unwetter, welches im Juli 1959 im Süd-Osten Englands beobachtet werden konnte. Über beinahe 4 Stunden hinweg fielen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimetern in einer Spur von 200 Kilometern zu Boden.

Die Lebenszeit einer Superzelle beträgt meist nur wenige Stunden, häufig sechs und in extremen Fällen bis zu 12 Stunden. Eine Superzelle zeichnet sich durch eine hochreichende Windscherung und unverzweigte, rotierende Aufwinde aus. Diese Mesozyklone sorgt für die Bewegung der Superzelle, indem sie warme Luft aus Bodennähe in das Gewitter zieht und es mit hoher Geschwindigkeit aufsteigen lässt. Außerdem ist sie für die Verteilung der Niederschlagpartikel verantwortlich.