Prognosen bis 400 Liter Regen
Unwetteralarm im Süden Europas: Starkregen, Gewitter, Sturm

Der Süden Europas kommt nicht zur Ruhe. Erneut bildet sich eine unwetteraktive Zone aus. Die reicht vom Westen bis ans östliche Mittelmeer. Auch die Katastrophenregion um Valencia liegt abermals im Einflussbereich der Gewitter.
Kaltluft trifft Wärme - Tief Nelly verschärft Unwettergefahr drastisch
Der Wettercheck für die Urlaubsregionen im Süden unseres Kontinents beginnt im Westen Europas. Genauer gesagt mit Hoch Azzedine über den Britischen Inseln. Das sorgt nämlich dafür, dass Tief Nelly nach Süden abgelenkt wird und damit gen Mittelmeer zieht. Mit hochreichender Kaltluft im Gepäck, die dort auf das gut 20 Grad warme Mittelmeerwasser trifft.
Eine unheilige Gemengelage, die erneut heftige Regengüsse und Gewitter auslösen kann. Auch die Sturm- und Tornado-Gefahr ist in den kommenden Tagen mitunter deutlich erhöht.
Welche Regionen sind betroffen?
Die Berechnungen der Wettercomputer sind sich noch uneins. Zum Teil stehen die Bereiche zwischen Valencia und Barcelona im Fokus. Andere Prognosen präferieren den Süden Frankreichs sowie den Süden Spaniens im Bereich Malaga.
Gleichzeitig drohen der nordafrikanischen Küste bis herüber in den Westen Griechenlands ebenfalls teils schwere Gewitter mit Unwetterpotenzial.
Wettermodelle zeigen bis zu 400 Liter je Quadratmeter
Nicht nur die genaue Verteilung der Unwetter stellt die Wettermodelle vor schwere Aufgaben mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Größenordnung wird ebenfalls noch unklar. In der Maximalabschätzung zeigen die Vorhersagen teilweise aber Regenmengen, die bis einschließlich Freitag in der Größenordnung bis um die 400 Liter pro Quadratmeter liegen. Das ist zwar in Summe geringer als bei den katastrophalen Unwetter bei Valencia, als bis um die 600 Liter pro Quadratmeter fielen.
Dennoch ist es eine sehr brisante bis gefährliche Entwicklung, die – je nach Bodenbeschaffenheit und Gelände – mit Sturzfluten und Überschwemmungen sowie Schlammlawinen einhergehen kann.
(bal, apf)