Ran an den Schnee
Sicher auf dem Schlitten! Fünf Tipps für den ultimativen Rodel-Spaß

Winterzeit ist Rodelzeit! Auch wenn aktuell nicht überall in Deutschland Schnee liegt – an ein paar Orten kann durchaus den Schlitten aus dem Keller holen. Doch was sollte man beachten, ehe man die Piste runterdüst?
Diese Regeln sollte jeder Schlittenfahrer beherzigen
Wer in der Nähe des Brocken, dem Fichtelberg, im Allgäu oder gar mitten in den Alpen lebt, hat Glück, den Schnee genießen zu können. Und das nicht nur, weil man Schneemänner bauen kann! Nichts geht über eine flotte Schlittenfahrt im Winter – egal ob mit oder ohne Kindern. Aber Vorsicht! Die Verletzungsgefahr ist dabei nicht zu unterschätzen.
Der Schlitten ist eigentlich zu alt, Menschen rennen über die Piste, die Strecke ist eigentlich nur für Ski-Fahrer zugelassen – der Deutsche Alpenverein (DAV) hat einige Regeln aufgestellt, die jeder Schlittenfahrer beherzigen sollte.
1. Örtliche Regeln beachten
Bevor man losrodelt, sollte man sich einen Überblick verschaffen. Gibt es Bahnsperrungen oder Hinweise, besonders langsam zu fahren? Diese sollten unbedingt beachtet werden! Außerdem sollte man die Abfahrt vorher einmal begutachten, damit man die Wegstrecke kennt. Und natürlich gilt: keine Skipisten nutzen, sondern wirklich nur die fürs Rodeln gekennzeichnete Route.
2. Die richtige Ausrüstung parat haben
Ab auf den Schlitten und Abfahrt? Ganz so einfach ist es nicht. Nur mit der richtigen Ausrüstung wird Rodeln zum sicheren Spaß. Dazu gehören:
- Helm
- Skibrille
- Winterjacke
- Handschuhe
- Skihose
- feste Schuhe
- ein Qualitätsschlitten
- Rückenschutz
Übrigens: Liegt zu wenig Schnee, kann sich das Plastik von Plastik-Schlitten-, -bobs- und -tellern abreiben. Das Mikroplastik gelangt dann ins Wasser. Plastikgefährte also nur nutzen, wenn eine geschlossene, dichte Schneedecke liegt.
3. Richtig abfahren
Auch beim Schlittenfahren gibt es einige Regeln, was die Abfahrt angeht. Beim Aufstieg immer die Rodelbahn beobachten und am Rand aufsteigen. Bevor man losfährt, darf die Bahn nicht belegt sein. „Viele Unfälle passieren, weil Rodelnde auf der Rodelbahn spontan losfahren oder unerwartet bremsen“, schreibt dazu der DAV.
Das heißt im Umkehrschluss: Sofort die Bahn freimachen, sollte man stürzen, und den Rodel von der Fahrbahn ziehen.
Je nachdem, wo man rodelt, gibt es jedoch mehrere Bahnen oder man ist einfach auf dem örtlichen Küppelchen unterwegs, wo es keine professionelle Rodelaufsicht gibt. Hielt gilt: Langsame Fahrer rodeln am Rand, man fährt keine Schlangenlinien und wer überholen will, kündigt sich laut und deutlich an.
Übrigens ist der Bremsweg im Schnee und vor allem Eis relativ lang, je nachdem wie schnell man unterwegs ist. Mit dem Kopf voran den Berg hinunterzusausen, macht das Bremsen schwieriger.
4. Alkohol und Hunde sind verboten!
Alkohol beeinträchtigt unser Reaktionsvermögen und ist auf der Rodelbahn deshalb tabu. Zu groß ist die Gefahr, dass man in Unfälle gerät oder rücksichtslos rodelt.
Auch Vierbeiner haben auf der Piste nichts zu suchen. Hunde wissen natürlich nicht, wie man sich auf der Bahn korrekt verhält, könnten in Panik geraten und sich losreißen und in der Folge Unfälle verursachen. Wer allein rodelt, sollte sich dementsprechend zwischen Hund und Schlitten entscheiden. Ist man in der Gruppe unterwegs, sollte derjenige mit dem Hund am besten unten warten.
5. Rücksicht nehmen
Grundsätzlich gilt natürlich: aufeinander achten. Wenn jemand stürzt, zuallererst sicher machen, dass derjenige keine Hilfe braucht. Anschließend die Unfallstelle absichern, dass sich nicht noch jemand verletzt.
Gegenseitige Rücksichtnahme auf der Rodelbahn ist beim Schlittenfahren also das A und O! (jbü)