Erhebliche Unwettergefahr!
Gewittertiefs Lisa und Maxine sind am Start
Für weite Teile Deutschlands und Europas sind es unruhige Tage. Denn die Wetterkapriolen gehen erneut in die Verlängerung. Grund ist eine ausgedehnte Tiefdruckzone, in der auch die Wahrscheinlichkeit von Tornados erhöht ist.
Oben im Video: Schwülwarme Luft bringt Starkregen, Hagel, Sturm
Welche Gefahren erwarten uns jetzt?
Insbesondere der Freitag bringt vor allem im Westen unseres Landes teilweise mehrstündigen Dauerregen. Hier sind durchaus 15 bis 30 Liter je Quadratmeter möglich. Gleichzeitig steigt im Tagesverlauf vom nördlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen und Berlin/Brandenburg die Gefahr für kräftige und gewittrige Regengüsse – mit der Gefahr von Starkregen mit 20 bis 40 Litern in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen. Auch im Süden sind vor allem über den Bergen teilweise intensive Sommergewitter drin.
Wo fällt aktuell der meiste Regen?
Die Tiefdruckaktivität beschäftigt nicht nur uns

Derzeit erstreckt sich eine sogenannte Tiefdruckrinne von der Nordsee und dem Süden Skandinaviens über Mitteleuropa und Frankreich sowie den Alpenraum bis nach Südosteuropa. Hier herrschen schwache Luftdruckgegensätze, in denen sich aktuell zwei Gewitter- und Unwettertiefs drehen: Einerseits Lisa, andererseits Maxine, das von den Alpen nach Deutschland gezogen ist.
Auch Tornados nicht ganz auszuschließen
Neben dem intensiven Starkregen, Hagel und Sturmböen bringen die Wettermodelle dabei noch ein weiteres Gefahrenpotenzial ins Spiel. Auch die Gefahr von Tornados ist im Umfeld der Gewitterzellen leicht erhöht. Das gilt vor allem im Einflussbereich von Tief Maxine - also von den Niederlanden über die Mitte Deutschlands bis nach Polen und Österreich. Eine durchaus brisante Lage also, die wir definitiv im Blick behalten sollten.
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Wetterwissen: Wie entstehen Tornados?
Zutaten sind einerseits große Gewitterwolken, die ja auch immer für Aufwinde sorgen. Gleichzeitig braucht es aber auch noch die sogenannte Scherung. Das bedeutet, dass der Wind in unterschiedlichen Höhen unterschiedlich stark weht, oder dass er sich mit zunehmender Höhe in der Richtung ändert. Dann kann sich eine rotierende Windwalze bilden. Diese rotierenden Windkörper drehen sich zunächst einmal in horizontaler Richtung. Bildet sich nun in diesem Umfeld eine Gewitterzelle, dann kann sich der Rotationskörper aufrichten.
Mehr zu Tornados und Wetterwissen in unserem Lexikon
(bal, apf)



