Enorme Regenmengen und Gewitter
Unwetter in Europa: Starker Regen auf den Urlaubsinseln im Mittelmeer
Der Winter treibt manchmal seltene Blüten. Derzeit ja auch bei uns: Die Inversionslage macht es auf den Bergen wärmer als in den Tälern. Da liegt nämlich der Nebel drin, auf den Bergen hingegen Sonne satt. Doch auch in anderen Teilen Europas spielt das Wetter gerade verrückt. Am Mittelmeer rumpelt ein fettes Tief daher und bringt Regen ohne Ende, in Skandinavien ist es dagegen außergewöhnlich mild.
Kommt die klirrende Kälte auch zu uns? Gut möglich
Üble Regenfälle und Gewitter im südlichen Mittelmeerraum

Im Januar mal eben dem deutschen Winterblues entfliehen und ab nach Sizilien? Schlechte Idee. Im südlichen Mittelmeer rumpelt es gerade gewaltig. Ein markantes Tief mit Kern über Nordtunesien zieht bis Sonntag nordwärts Richtung Sardinien. Das Tief heißt Gabri und bringt heftige Regenfälle und Gewitter.
Besonders betroffen ist eine Zone vom nordöstlichen Algerien und Nordtunesien bis zu den Urlaubsinseln Sardinien, Sizilien und später auch Korsika. Das italienische Festland bekommt ebenfalls eine geballte Ladung Starkregen ab. Mallorca ist auch nicht sicher vor den Regenfällen.
Vor allem rund um den Süden Italiens und in Nordafrika sind heute und am Wochenende Regenmengen von örtlich über 100 Liter pro Quadratmeter mit lokalen Überschwemmungen möglich.
Dazu wird einem der Segeltörn ordentlich vermiest, denn es herrschen stürmische Böen und Sturmböen sowie ein hoher Wellengang mit gefährlicher Brandung an den Küsten vor. Hier geht keiner freiwillig baden.
Wetter verkehrt in Skandinavien - aber nicht mehr lange
Ungewöhnlich mild ist es dagegen gerade in Nordeuropa. Die milde Luft ist in den nördlichen Regionen Europas momentan absolut wetterbstimmend. Es herrscht ziemliches Tauwetter da, wo der Winter eigentich zuhause ist. Selbst in der Nähe des Polarkreises sind es aktuell stellenweise bis zu +7 Grad, zumindest an den Küsten.
So sind die Temperaturen im finnischen Teil Lapplands in den Plusbereich gerutscht. Das ist sehr außergewöhnlich und leider überhaupt nicht gut. Denn wenn es nun bald wieder kälter wird, wird das auf den Böden stehende Schmelzwasser oft zu Eis. Das legt sich dann über die Böden und verhindert, dass die Tiere an Nahrung kommen. Denn durch Schnee können sich Füchse und Rentiere durchwühlen, nicht aber durch Eisflächen. Auch für die Tiere unter dem Eis wird das Überleben schwierig.
Erst ab Sonntag geht es dort wieder in den winterlichen „Normalbereich“ mit mäßigem bis strengem Dauerfrost zurück.
Polarwirbel bringt Kälte ins Spiel: Kommt der Hochwinter noch richtig in Fahrt?
Sibirische Kälte im Osten
Blicken wir weiter nach Osten: In Ostsibirien herrcht derzeit eisiger Frost. In Jakutien rund um die beiden berühmten Kältepole Werchojansk und Oimjakon – die kälteste dauerhaft bewohnte Region der Welt – messen wir gerade -50 Grad. Der absolute Rekord dort liegt bei -68 Grad.
Warum erzählen wir das? Weil einige Modelle durchaus die Kälte bis zu uns ziehen sehen. Von einem klaren kalten Skandinavienhoch bis zu fiesen nasskalten Winterstürmen ist derzeit in den Prognosen alles vertreten.
(osc)



