Rasen fit für den Sommer
Rasendüngen im Sommer leicht gemacht
Ein sattgrüner Rasen im Sommer? Kein Problem! Mit den richtigen Düngemethoden und Timing bleibt der Rasen gesund und widerstandsfähig. Hier gibt es alle wichtigen Infos und Tipps, damit der Rasen auch bei Hitze topfit bleibt.
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Rasen muss sich jetzt beweisen
Während der Sommermonate befindet sich der Rasen in seiner Wachstumsphase. Die langen Tage und die warmen Temperaturen kurbeln das Wachstum an und der Rasen verbraucht mehr Nährstoffe als zu anderen Zeiten im Jahr. Das regelmäßige Mähen fordert seinen Tribut, denn mit jedem Schnitt werden Nährstoffe entfernt, die ersetzt werden müssen. Um eine dichte, gesunde Grasnarbe zu fördern, ist eine gute Stickstoffversorgung unerlässlich. Stickstoff ist der Motor des Wachstums – er fördert die Verzweigung der Grashalme und die Bildung von Chlorophyll, was dem Rasen seine frische grüne Farbe verleiht.
Timing ist alles
Die Frage „Wann sollte man düngen?“ ist nicht trivial. Die Regel ist, während der kühleren Tageszeiten oder an bewölkten Tagen zu düngen, um eine schnelle Verdunstung des Wassers und damit verbundene Schäden zu vermeiden. Die optimale Zeit für die Sommerdüngung sind die Monate zwischen dem Frühsommer und dem frühen Herbst, bevor die erste große Hitze einsetzt, oder kurz danach. Experten raten, die besonders heißen und trockenen Phasen im Hochsommer zu meiden, da der Rasen in diesen Zeiten sein Wachstum drosselt und Dünger weniger effektiv aufnehmen kann.
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Der richtige Dünger macht den Unterschied
Nicht jeder Dünger ist gleich. Für den Sommer eignen sich besonders stickstoffreiche Dünger. Doch Vorsicht ist geboten: Mineralische Dünger, die schnell löslich sind, sollten sparsam und gezielt eingesetzt werden, da sie bei falscher Anwendung schnell zu Verbrennungen des Rasens führen können. Langwirkende organische oder organisch-mineralische Dünger sind hier die bessere Wahl. Sie geben ihre Nährstoffe langsamer und über einen längeren Zeitraum ab, was das Risiko von Überdüngung und Nährstoffverlust minimiert. Zudem verbessern sie die Bodenstruktur und fördern das Leben darin.
Verschiedene Dünger und ihre Eigenschaften
Mineralischer Dünger
Mineralische Dünger bestehen aus chemisch hergestellten Verbindungen, die Nährstoffe in einer schnell löslichen Form liefern. Diese Dünger sind so zusammengesetzt, dass sie direkt von den Pflanzen aufgenommen werden können, was zu einer schnellen Reaktion führt. Typischerweise enthalten sie:
- Stickstoff (N), welcher das Blattwachstum und die grüne Farbe fördert.
- Phosphor (P), der wichtig für die Wurzelentwicklung und die Blütenbildung ist.
- Kalium (K), das für die Wasserregulierung in der Pflanze und die Stärkung der Zellwände zuständig ist.
Diese Nährstoffe werden oft in der Formel N-P-K auf den Verpackungen angegeben, die die prozentualen Anteile dieser Hauptnährstoffe repräsentiert. Mineralische Dünger können sehr effektiv sein, führen jedoch bei übermäßigem Einsatz leicht zu einer Überdüngung und können die Bodenstruktur sowie das Mikroorganismenleben negativ beeinflussen.
Organische Dünger
Organische Dünger stammen aus natürlichen Quellen und enthalten pflanzliche oder tierische Materialien. Sie sind oft reich an organischer Substanz, die nicht nur Nährstoffe liefert, sondern auch das Bodenleben und die Bodenstruktur verbessert. Zu den Inhaltsstoffen gehören:
- Pflanzliche Stoffe wie Kompost, Algen und Baumrinde.
- Tierische Produkte wie Hornspäne, Blutmehl oder Knochenmehl.
Diese Dünger setzen die Nährstoffe langsamer frei als mineralische Dünger, was zu einer gleichmäßigeren Versorgung der Pflanzen führt und das Risiko von Nährstoffauswaschung und Überdüngung reduziert.
Organisch-mineralische Dünger
Organisch-mineralische Dünger sind eine Kombination aus organischen und mineralischen Komponenten. Sie bieten sowohl die sofortige Verfügbarkeit der Nährstoffe aus den mineralischen Bestandteilen als auch die langfristigen Vorteile der organischen Substanzen:
- Schnelle Nährstofffreisetzung durch die mineralischen Komponenten für einen sofortigen Effekt.
- Langfristige Bodenverbesserung und Nährstofffreisetzung durch die Zersetzung der organischen Materialien.
Diese Art von Dünger ist besonders vorteilhaft für Gärtner, die sowohl eine schnelle Reaktion auf Nährstoffmängel als auch eine nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität suchen.
Insgesamt haben alle drei Düngerarten verschiedene Vorteile, und die Wahl hängt oft von den spezifischen Bedürfnissen der Pflanzen und den Bodenbedingungen ab. Organische und organisch-mineralische Dünger sind tendenziell besser für die langfristige Bodengesundheit, während mineralische Dünger bei akutem Nährstoffmangel schnell helfen können.
Eine Frage des Bodens
Die Beschaffenheit des Bodens ist entscheidend dafür, wie viel und welche Art von Dünger benötigt wird. Leichte Sandböden etwa verlieren Nährstoffe schneller und benötigen häufigere Düngungen, während schwere Tonböden Nährstoffe besser speichern können. Eine Bodenanalyse kann Aufschluss darüber geben, welche Nährstoffe im Boden bereits vorhanden sind und welche zusätzlich benötigt werden.
(avo)