Auf der Suche nach E.T.

Wie künstliche Intelligenz dabei hilft, außerirdisches Leben zu finden

von Karim Belbachir

Künstliche Intelligenz hat nicht nur in kreativen Berufen, sondern auch in der Astronomie, insbesondere bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz, Einzug gehalten. Trotz dieser technologischen Fortschritte warnen Experten davor, die vollständige Kontrolle an KI zu übergeben, da menschliche Neugier und Vorstellungskraft unersetzlich sind.

Mehr Möglichkeiten durch KI

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Viele Prozesse können von künstlicher Intelligenz schneller bearbeitet und so die Suche nach Außerirdischen beschleunigt werden.

In der Welt der Astronomie verschmelzen kreatives Denken und akribische Datensammlung zu einer einzigartigen Symbiose. Obwohl die Datenerhebung bereits stark automatisiert ist, eröffnen sich durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) mehr Möglichkeiten zur Verbesserung und Beschleunigung von Forschungsprozessen.

Viele Astronomen sehen im Einsatz künstlicher Intelligenz eine wertvolle Unterstützung, insbesondere bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz durch die Analyse elektromagnetischer Signale von fernen Sternen. Dieses Unterfangen erfordert ein Höchstmaß an Präzision und Genauigkeit, bei dem die KI ihre Stärken einbringen kann.

Erneute Suche nach dem "Wow!"-Signal

Image #: 16674145    Hubble Serves Up a Holiday Snow Angel The bipolar star-forming region, called Sharpless 2-106, looks like a soaring, celestial snow angel. The outstretched "wings" of the nebula record the contrasting imprint of heat and motion against the backdrop of a colder medium. Twin lobes of super-hot gas, glowing blue in this image, stretch outward from the central star. This hot gas creates the "wings" of our angel. A ring of dust and gas orbiting the star acts like a belt, cinching the expanding nebula into an "hourglass" shape.  MAI/NASA /Landov Keine Weitergabe an Drittverwerter.
Irgendwo in den weiten der Galaxie könnte außerirdisches Leben existieren. Die Chance, dass die Menschheit allein ist, ist verschwindend gering.

Ein Meilenstein in der Geschichte der Suche nach extraterrestrischem Leben war zweifellos das „Wow!“-Signal von 1977. Dieses Signal, das 30 Mal lauter als das umgebende Rauschen war und auf der resonanten Frequenz eines angeregten Wasserstoffatoms empfangen wurde, bleibt ein bis heute ungeklärtes Phänomen. Entdeckt hatte es der Astrophysiker Jerry Ehman im Rahmen des Seti-Projekts (Search for Extraterrestrial Intelligence). Trotz intensiver Bemühungen gelang es den Astronomen nie, dieses Signal erneut zu empfangen.

In jüngster Zeit hat der Astronom der Columbia University, David Kipping, vorgeschlagen, die Suche nach dem „Wow!“-Signal erneut aufzunehmen und durch den Einsatz von KI zu beschleunigen. Dabei könnte die Analyse von riesigen Mengen an Radiodaten erheblich effizienter gestaltet werden. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung zu betonen, dass manche Aspekte der SETI-Forschung nicht durch KI ersetzt werden können. Menschliche Intuition und Vorstellungskraft spielen weiterhin eine unverzichtbare Rolle bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz. Diese kann künstliche Intelligenz aktuell nicht ersetzen.

(kfb)