So kalt kann es im Januar werden

Frost-Alarm mit -30 Grad: Eiskalter Winter in Europa - rückt er nach Deutschland vor?

von Claudia Träger

Legt nach dem Warmluft-Schwall zu Beginn der Woche der Winter 2025 erst richtig los? In Skandinavien werden aktuell um -20 Grad gemessen. Schleicht sich die Kälte nun nach Deutschland? Der 42-Tage-Trend von wetter.de unterstützt diese Option.

Oben im Video: Der aktuelle Temperaturfilm für Deutschland für die nächsten 14 Tage

Der Winter kehrt zurück - wie kalt wird es?

In Deutschland hat mit dem Durchzug von Ginette der Winter Einzug gehalten – mit Schnee auch bis in tiefere Lagen und teils Dauerfrost. Dieses Winterwetter ist nicht von Dauer. Es steht schon ein Tief bereit, das sehr milde Luft aus dem Südwesten nach Deutschland strömen lässt und die Temperaturen Richtung 15 Grad treibt. Allerdings steht auch schon der nächste Absturz ziemlich sicher fest. Schon ab Dienstag kommt der Winter zurück. Und wie kalt wird es dann?

Wie kalt kann es eigentlich werden? Das deutsche Kälteloch am Funtensee

Skandinavien-Kälte mit -20 Grad ist nicht weit weg

Skandinavien-Kälte
Im skandinavischen Winter herrscht extremer Dauerfrost.

Eisiger Winter ist gar nicht so weit von Deutschland entfernt. In Skandinavien werden gerade Temperaturen nicht höher als -20 Grad gemessen. Tagsüber. Wenn sich da die Strömung umstellt auf nördliche Richtung. könnte der Frost durchaus auch Deutschland fluten. Ein Blick in den 42-Tage-Trend von wetter.de zeigt, dass die Wettercomputer diese Möglichkeit durchaus berechnen.

Wetter im Februar: Letzter Wintermonat bringt Kälte bis zu -36 Grad

Trockene Eiszeit voraus

Wettertrend
42-Tage-Wettertrend für den Norden: Es wird knackig kalt.

Beispiel Hamburg für den Norden Deutschlands: Nach dem nassen und stürmischen Warmluftvorstoß sieht die Langfristprognose von wetter.de eine trockene Kältewelle vor, die bis in die dritte Januar-Dekade reicht. Kein Schnee, aber bissiger Frost in der Nacht bestimmt demnach das Wetter für die nächste Zeit. Tagsüber blieben die Temperaturen nur wenig über Null, in der Nacht könnte es auch schon mal in den Bereich des mäßigen Frosts gehen (-5 bis -10 Grad). Solche Werte gab es lange nicht – schon mal gar nicht so lange anhaltend. Ein hartnäckiges Skandinavien-Hoch könnte uns aber genau dieses Wetter bescheren.

Alpen mit massig Schnee und sehr strengem Frost

Wettertrend für den Alpenrand
Schnee-und-Kälte-Wettertrend für den Alpenrand: Das wird eine Zitterpartie.

Beispiel Garmisch-Partenkirchen für den Alpenrand im Süden Deutschlands: Mit dem Durchzug von Tief Ginette ist an den Bergen mächtig viel Schnee gefallen. Und bis zum zweiten Januar-Wochenende kommt auch noch einiges dazu. Bis auf 40 Zentimeter soll die Schneedecke laut 42-Tage-Trend anwachsen. In der folgenden Eiszeit-Phase kommt dann aber nichts mehr nach. Die Kälte dürfte auch herausfordernd genug sein. Selbst tagsüber kommen den Temperaturen nicht über -10 Grad hinaus. Nachts krachen die Werte im Extremfall Richtung -30 Grad. Das kann eigentlich nur bei klarem Himmel über Schnee so eisig sein. Dann kann die Oberfläche so krass ungehindert in die Atmosphäre das letzte bisschen Wärme auch noch abgeben.

Fazit: Wie wahrscheinlich ist das Ganze?

Angesichts der immer wärmer werdenden Erde nicht so. So war das Jahr 2024 das wärmste Jahr seit Beginn des Klimawandels. Es gibt gerade keinen Anlass zu denken, dass dieser Trend aufgehalten wird. Aber möglich ist da so eine Ausreißer-Wetterlage natürlich schon. Rechnerisch sowieso. Warten wir’s ab.

(ctr)