Macht der Winter schlapp?

42-Tage-Trend: Frost weicht und mildere Luft will mitwirken

von Karim Belbachir

Wetterprognose: Winter hat Deutschland weiterhin fest im Griff
Schnee ist vor allem noch bis zur Januarmitte in der Prognose zu sehen.

Der Winter startet vielerorts noch mit knackigem Frost, doch im Verlauf des Trends dreht die Großwetterlage laut den aktuellen Prognosen des 42-Tage-Trends. In allen Regionen setzt sich bis zum Monatsende deutlich mildere Luft durch.

Das Wetter im Norden: Vom Dauerfrost in die Milderung

Wettervorhersage für 42 Tage in Hamburg
42-Tage-Wettertrend für Hamburg als Beispiel für den Norden Deutschlands (Stand der Vorhersage: 7. Januar 2026)

Zu Beginn des Trends zeigt sich der Norden noch von seiner winterlichen Seite. Die Tiefstwerte liegen gleich am Anfang bei zweistelligen Minusgraden bis -14 Grad, ehe sich die Nächte gegen Ende des zweiten Januardrittels bei knappen Plusgraden einpendeln. Parallel steigt auch das Temperaturniveau am Tag deutlich an. Zum Monatsende werden die höchsten Werte des gesamten Trends erreicht, mit Spitzen bis rund 14 Grad, wie das Beispiel Hamburg stellvertretend für den Norden zeigt. Niederschläge treten vor allem im ersten Monatsdrittel sowie erneut in der zweiten Januarhälfte auf. Die anfänglich aufgebaute Schneedecke mit bis zu etwa fünfzehn bis sechzehn Zentimetern schmilzt im Laufe der Monatsmitte vollständig ab.

Das Wetter im Osten: Strenger Start, rascher Umschwung

Wettervorhersage für 42 Tage in Berlin
42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands (Stand der Vorhersage: 7. Januar 2026)

Auch im Osten beginnt der Trend mit markantem Winterwetter. Die tiefsten Temperaturen fallen gleich zu Beginn und erreichen mit bis zu -19 Grad extreme Werte. Diese sehr kalte Phase hält bis etwa zur Monatsmitte an, bevor die Temperaturen rasch nach oben drehen. In der zweiten Januarhälfte bewegen sich die Höchstwerte meist zwischen vier und acht Grad, zum Monatsende sind sogar Werte um zwölf bis dreizehn Grad möglich, wie Berlin stellvertretend für den Osten zeigt. Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf die zweite Hälfte des Monats, später bleiben sie die Ausnahme. Die Schneedecke mit bis zu rund vierzehn Zentimetern verschwindet bereits im Verlauf der Monatsmitte wieder vollständig.

Das Wetter im Westen: Von Beginn an auf der milden Spur

Wettervorhersage für 42 Tage für Köln
42-Tage-Wettertrend für Köln als Beispiel für den Westen Deutschlands (Stand der Vorhersage: 7. Januar 2026)

Im Westen zeigt sich der Winter insgesamt deutlich zahmer. Zwar gibt es auch hier zu Beginn frostige Nächte mit Tiefstwerten bis etwa - 4 Grad, doch im Vergleich zu Norden und Osten bleibt die Kälte moderat. Bereits ab der Monatsmitte dominieren Höchstwerte zwischen fünf und neun Grad, zum Monatsende werden auch hier Spitzen um zwölf bis dreizehn Grad erreicht, wie das Beispiel Köln für den Westen verdeutlicht. Niederschläge fallen vor allem im ersten Monatsdrittel und erneut in der zweiten Januarhälfte. Danach überwiegen trockene Phasen, nur vereinzelt tauchen noch schwache Signale auf. Eine Schneedecke spielt im Westen während des gesamten Trends keine Rolle.

Das Wetter im Süden: frostige Nächte

Wettervorhersage für 42 Tage in München
42-Tage-Wettertrend für München als Beispiel für den Süden Deutschlands (Stand der Vorhersage: 7. Januar 2026)

Im Süden startet der Trend mit winterlichen Temperaturen und frostigen Nächten. Zu Beginn werden Tiefstwerte bis etwa -11 Grad erreicht, begleitet von zeitweiligen Schneefällen. Bis zur Monatsmitte bleibt das Wetter wechselhaft mit wiederholten Frostnächten. Ab dem letzten Januardrittel setzt sich jedoch auch hier eine deutliche Milderung durch. Die Höchstwerte steigen zum Monatsende auf elf bis zwölf Grad, wie München stellvertretend für den Süden zeigt. Anfang Februar treten noch einmal frostige Nächte bis etwa -6 Grad auf, insgesamt dominiert aber mildere Luft. Die Schneedecke mit maximal sechs bis sieben Zentimetern geht schrittweise zurück und verschwindet bis Mitte Februar weitgehend.

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Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen und Redakteurinnen und Redakteuren, um euch einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche

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