Im Westen Gewitter und der Osten trocknet aus

42-Tage-Wettertrend: Extreme Sommer-Variante in den aktuellen Prognosen

Vorhersage für den Sommer 2021 - Siebenschläfer zwischen Hitzewellen und Unwettern

Derzeit sind die Langfristprognosen vor allem im Osten Deutschlands auf mit ziemlich extremen Ansätzen unterwegs. Sollte es auch nur halbwegs so kommen, wie es die aktuellen Prognosen prophezeien, dann wird es ein ausgewachsener Dürre- und Hitzesommer. Schon jetzt deutet sich für die erste Hitzewelle des Sommers 2021 ein Schwerpunkt im Osten an. Und nach jetzigem Stand dürften noch weitere Hitzespitzen mit großer Trockenheit folgen, während die derzeitige Prognosen im 42-Tage-Wettertrend für den Westen einen wechselhafteren Sommerverlauf andeuten. Es könnte mit der Weichenstellung bereits im Vorfeld des Siebenschläfers ein extremer Sommer werden. Hier die Einzelheiten.

Hier geht es zum Hitzefahrplan für die kommende Woche

Oben im Video: So viele Sommer- und Hitzetage sind normalerweise möglich.

Das Wetter im Norden: Ein guter Sommer mit Einschränkungen

Der 42-Tage-Wettertrend vom 13.6.2021 für den Norden mit dem Fokus auf Hamburg: Bei den Nordlichtern hat es der Sommer schon aufgrund der geographischen Lage am schwersten. Dennoch will der Sommer 2021 erst einmal ganz ordentlich in Fahrt kommen
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand: 13.06.2021). © wetter.de

Im Norden sehen die Vorhersagen im 42-Tage-Wettertrend einen guten weiteren Sommerverlauf. Ein paar durchwachsener Abschnitte sollte es danach zwar auch geben. Alles in allem sind die Berechnungen von einem insgesamt eher mäßigen Sommer auf eine recht ordentliche Temperaturkurve gewechselt. Wenn das tatsächlich so kommt, dann können sich die Nordlichter bis Mitte, Ende Juli auf einen sehr brauchbaren Sommer freuen.

Das Wetter im Westen: Gewitter kontern dazwischen

Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln zeigt einen durchwachsenen Sommer bis Ende Juli. Da aber die Temperaturen auf hohem Niveau sind, werden auch einige Unwetter kommen.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand: 13.06.2021). © wetter.de

Dass es im Westen ganz bestimmt auch für sommerliche bis hochsommerliche Abschnitte reichen wird, zeigt der 42-Tage-Wettertrend sehr eindrucksvoll. Was er aber ebenfalls anzeigt ist, dass sich gerade der Westen auch wiederholt auf schaurige Unterbrechungen einstellen muss. Und weil eben kleine Wetterwechsel mit Regen bei diesem Temperaturniveau von 25 bis über 30 Grad gerne mal mit Gewittern zusammen kommen, könnte es ein recht unwetterlastiger Sommer 2021 für den Westen Deutschlands werden.

Das Wetter im Osten: Dürre und Hitze könnten sehr massiv werden

Der 42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands: Es könnte ein Hitze- und Dürresommer werden. Zumindest bis Ende Juli 2021..
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand: 13.06.2021). © wetter.de

Der Osten trocknet aus. Solche Schlagzeilen gab es in den letzten Jahren leider schon sehr häufig. Und auch in diesem Jahr sehen die momentanen Prognosen in Punkto Niederschlag und Trockenheit ein sehr düsteres Bild. Bereits in den nächsten Tagen wird der Hochsommer mit der Hitzewelle voll zuschlagen und die Waldbrandgefahr verbreitet auf die zweithöchste und die höchste Waldbrandgefahrstufe (4 und 5 von 5) katapultieren. Ein Zustand, wie er im Sommer 2021 schlimmstenfalls zur Regelmäßigkeit werden könnte. Wir hoffen nicht und halten Sie über die langfristigen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Das Wetter im Süden: Hitzephasen mit Tropennächten

Der 42-Tage-Wettertrend für München zeigt bis in den Juli 2021 hinein sehr sommerliche Ansätze. Immer wieder soll es demnach Hitze mit tropischen Nächten geben.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von München (Stand: 13.06.2021). © wetter.de

Auch der Süden scheint wohl des öfteren auf die heiße Seite des Sommers gehen zu wollen. Zumindest sind die aktuellen Berechnungen des 42-Tage-Wettertrends diesbezüglich recht eindeutig. Ganz stabil ist es demnach nicht unbedingt. Aber die Schwankungen vollziehen sich auf hohem Niveau – frieren muss hier keiner. Auch Tropennächte mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad sind häufiger mal mit im Angebot.

Fazit zur Prognose und Vorhersage: Der Sommer 2021 dreht mächtig auf

Im letzten Jahr zeigte sich die erste Hälfte des Sommers ziemlich durchwachsen und erst im August folgten richtige Hitze und Tropennächte. Das scheint der Sommer 2021 anders machen zu wollen. Zumindest sind die Berechnungen derzeit auf Kurs für eine sehr sommerliche Phase bis weit in den Juli hinein. Beunruhigend ist hierbei allerdings die große Trockenheit, die im Osten berechnet wird. Also ausgerechnet dort, wo Hitze und Trockenheit sich auch in der neuen Wetterwoche auslassen werden.

Wenn Sie mehr zum Sommer in Deutschland und den Wetterfakten der heißen Jahreszeit wissen möchten, dann schauen Sie doch mal hier: Was können wir vom Sommer erwarten?

Und wie die Bauernregeln den Sommer 2021 sehen, können Sie hier lesen.

    Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

    Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden.Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

    Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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    (bal)