Alles drin im Dezember: Regen, Schnee, Kälte, aber auch Plusgrade

42-Tage-Wettertrend: Weiße Weihnachten vor allem in den Höhenlagen möglich

Wie wird das Wetter im Dezember 2021?

In vier Wochen liegt Weihnachten schon hinter uns und wir steuern auf das Jahr 2022 zu. Höchste Zeit einen Blick auf das Wetter in der Vorweihnachtszeit und die Feiertage zu werfen. Wer darf sich wirklich Hoffnungen auf weiße Weihnacht machen und wo wird es eher grau und grün?

Oben im Video: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Das Wetter im Norden: Selten Frost, aber oft Regen

42 Tage Trend Hamburg: Selten Frost, aber oft Regen
Hamburg wird wohl eher grüne Weihnachten erleben. Aber Winterwetter hat der Dezember schon im Angebot.

Bis zum neuen Jahr erlebt der Norden wie so oft immer wieder Wetterwechsel. So richtig winterlich wird es dabei allerdings nie. Der Dezember startet nass, in der ersten Dezember-Woche sehen wir viele Niederschläge, aber nur selten Temperaturen unter 0 Grad. Das heißt. Es wird meist regnen, sicherlich besteht die Chance auf ein paar nasse Flocken, die dürften aber nicht liegen bleiben. Mitte Dezember wird es dann trocken und kalt. Zwischen dem 7. und 12. Dezember wird die vielleicht schönste Zeit für einen Bummel durch die Stadt sein.

Danach wird es wieder mild und vor allem richtig nass. Bis zum Heiligen Abend berechnet unser Wettermodell tägliche Niederschläge und Werte zwischen 5 und 8 Grad. Das ist nicht schön. Für nach Weihnachten besteht dann Hoffnung auf kalte, sonnige Tage. Zumindest wird es wieder trockener und kühler. Aber weiße Weihnachten? Eher nein.

Das Wetter im Westen: Weiße Weihnacht in den Mittelgebirgen gut möglich

42 Tage Trend Köln: Weiße Weihnacht in den Mittelgebirgen gut möglich, in Köln eher nicht
Der 42-Tage-Trend für Köln: Das wird eine ziemlich nasse Vorweihnachtszeit am Rhein.

Was für den Norden gilt, gilt für den Westen – mit winterlichen Abstrichen. Im Westen sind im Vergleich zum Norden schon ein paar kühlere Abschnitte mit nennenswertem Nachtfrost in den aktuellen Trends dabei. Aber richtig nach Winter sieht das noch nicht wirklich aus. Immerhin: gerade der Abwärtstrend ab Weihnachten könnte Winterfreunden Hoffnung machen. Davor werden die Menschen an Rhein und Ruhr allerdings ordentlich nass. Besonders in den letzten zehn Tagen vor Heiligabend könnte es bei fiesen 2 bis 9 Grad jeden Tag regnen. Wenn die Weihnachtsmärkte dann noch geöffnet haben sollten, wird der Bummel auf jeden Fall eine nasskalte Angelegenheit.

Da hilft es, etwas höher hinaus zu fahren: das Sauerland ist ja nicht weit. Sollte es so kommen, wie es die Prognosen jetzt zeigen, dann wird es in den höheren westlichen Mittelgebirgen ganz ordentlich in puncto Winter aussehen.

Das Wetter im Osten: Etwas trockener - aber nicht richtig kalt

42 Tage Trend Berlin: Etwas trockener - aber nicht richtig kalt
Im Osten wird es etwas trockener und kälter als im Norden und Westen. Ob das aber für Weiße Weihnachten reicht...?

Auch in Ostdeutschland wird es schwierig mit einem Schneemann über die Weihnachtsfeiertage. Generell sind dort nicht so viele Niederschläge berechnet wie im Norden und Westen. Es ist auch nicht richtig kalt. Weite Teile des Dezembers verlaufen im Plusbereich. Immerhin berechnet unser Modell einen schönen Temperatursturz pünktlich zu Weihnachten. Von den Temperaturen her wäre Schnee möglich, allerdings müssen dann eben auch die Niederschläge her. Danach sieht es derzeit nicht aus. Würde bedeuten: Weihnachten wird trocken kalt. Immerhin.

Fazit: Ein nachhaltiger Wintereinbruch im Dezember ist im Osten vorerst nicht in Sicht.

Das Wetter im Süden: Winter in den Bergen geht klar

42 Tage Trend Garmisch: Winter in den Bergen geht klar
Der aktuelle 42-Tage-Trend für Garmisch vom 29.11.2021. Das sieht nach Weißer Weihnacht aus.

Das sieht tatsächlich ziemlich gut aus für Schnee im Dezember und über Weihnachten – zumindest für alle Menschen, die im Süden Deutschlands etwas höher gelegen wohnen. Die Langfristprognosen im Hinblick auf Schnee und Frost sind da wesentlich optimistischer, was Winter-Feeling und Schnee angeht.

Was der Süden mit dem Rest des Landes gemein hat, ist der „Fahrplan“ bis Weihnachten. Ein nasser Start in den Dezember, dann ein paar trockene Tage, ehe es wieder recht mild und nass wird. An Weihnachten selbst geht es dann richtig runter mit den Temperaturen. Bemerkenswert vor allem dieunter -15 Grad an unserem Beispiel Garmisch-Partenkirchen Mitte Dezember. Aber auch die -10 zwischen den Jahren sind beachtlich. Da es in den Bergen aber generell nicht sonderlich weit über die 0 Grad hinausgeht, hat der Schnee gute Überlebenschancen. Weiße Weihnachten in den Bergen scheint somit gesichert. Ob es auch in München für Schnee über die Festtage reicht, könnte ein Grenzfall werden. Warten wir ab. Weiße Weihnachten bleiben möglich.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten?

Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt immer auch die Frage nach Schnee zum Fest auf. Wir haben mal in die Statistik geschaut. Und so ist die Faktenlage:

Seit der letzten deutschlandweiten weißen Weihnacht im Jahr 2010 erlebten alle Winterfreunde eine extreme Durststrecke. Denn danach gab es eine Serie von sehr milden Weihnachtstagen wie seit mindestens 60 Jahren nicht mehr. Wenn man bis in die 1950er-Jahre zurückblickt, dann zeigt sich ein eindeutiges Bild. Wer es an Weihnachten weiß haben möchte, der muss auf die Berge. Oberstdorf, Oberwiesenthal oder herauf in den Hochschwarzwald oder auf den Brocken.

Und wie ist es mit Schnee zum Fest in den größeren Städten?

Seit 1950 bekamen die Menschen in Hamburg 12 Mal eine geschlossene Schneedecke von mindestens einem Zentimeter. Ähnlich war es in Frankfurt mit 11 Mal. Davor rangierten Berlin (16 Mal) sowie München mit 25 Jahren, in denen es Schnee zur Weihnachtszeit gab. Deutlich bescheidener sieht es in den Tieflagen im Westen und Nordwesten aus. In Köln bescherte Frau Holle in den vergangenen Jahrzehnten zum Beispiel nur 4 Mal eine weiße Weihnacht.

Weiß oder grün? – Unser Wetter an Weihnachten 2021: So sind die Trends für Schnee zum Fest

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(osc)