25 Grad nahezu außer Reichweite - Minusgrade in Sicht

42-Tage-Wettertrend: Oktober erst noch warm, dann erste Kältewelle

Schon eine erste Mini-Kältewelle im Oktober

Nun, der Sommer 2020 ist Geschichte. Es regnet und das ist gut und wichtig. Der Oktober wird – so wie es die Langzeitmodelle momentan berechnen – einiges an Niederschlägen bringen. Temperaturmäßig ist im Oktober ja so einiges möglich und diese Spanne wird wohl auch der Oktober 2020 ausnutzen. Zu Beginn könnte in einigen Regionen nochmal an der Sommermarke von 25 Grad gekratzt werden. Ende Oktober fallen die Werte aber fast überall in den Frostbereich.

Teils sehr nass und am Ende Schnee: Björn Alexander blickt im Video mit Ihnen aus seiner Wetterküche in die Wetterküche Deutschlands. 

Hintergrund und mehr zum Thema Herbst:

42 Tage-Vorhersage für den Osten

42 Tage Trend Dresden
Der 42-Tage-Trend für den Osten am Beispiel von Dresden.

Letztes Oktober-Drittel kalt und trocken

Ein Oktober ohne Sommertage und mit vielen Tiefs heißt im Umkehrschluss natürlich auch: Die Herbstferien, die in den letzten Jahren ja sehr häufig mit Sonne und teils noch recht warmen Temperaturen einher gingen, könnten deutlich bescheidener ausfallen. Auch im Osten ist das so, für die östlichen Landesteile ist relativ viel Niederschlag vorhergesagt. Immerhin scheinen die ersten 10 Oktobertage noch recht mild zu werden. Außerdem sehen wir eine klirrend kalte Phase Ende Oktober. Das letzte Oktober-Drittel wird demnach ziemlich kalt und trocken.

42 Tage-Vorhersage für den Westen

42 Tage Trend Duesseldorf
Der 42-Tage-Trend für den Westen am Beispiel von Düsseldorf. Da ist richtig viel Niederschlag unterwegs.

Der Westen macht den Regentanz

Das gab es auch schon lange nicht mehr: Der Westen könnte im Oktober mit am meisten Regen abbekommen. Das ist zwar für die Herbstferien nicht so schön, würde aber auf der anderen Seite helfen, die Folgen der enormen Trockenheit des Sommerhalbjahres abzumildern. Auf jeden Fall könnten unsere Trinkwasserspeicher den Regen richtig gut gebrauchen. Bei den Temperaturen ist im Oktober 2020 ebenfalls eher der Durchschnitt als der Rekord im Fokus. Bis auf etwas mehr Wärme zum Monatsbeginn sehen die aktuellen Berechnungen häufig Höchstwerte zwischen 10 und 18 Grad kommen. Ende Oktober wird es auch im Westen klar und kalt, aber trocken. Das heißt dann: Nachtfrost!

42 Tage-Vorhersage für den Norden

42 Tage Trend Bremen
Der 42-Tage-Trend für den Norden am Beispiel von Bremen. Nordisch frisch mit Schauern, aber mit einem warmem Start.

Der Norden zeigt sich nordisch frisch

Wer im Norden 20 Grad und mehr sucht, der findet diese ebenfalls zum Beginn des Oktobers. Mit ganz viel Glück gibt es am ersten Oktober-Wochenende nochmal einen Sommertag. Anschließend gibt’s bei den Temperaturen einige Zuckungen rauf und runter. Insgesamt überwiegt aber der Abwärtstrend. Hinzu kommen in den ersten zwei Monatsdritteln wiederholt Schauer. Eine Stabilisierung sehen die Wettercomputer erst im letzten Monatsdrittel bis in den November. In den ruhigeren und trockeneren Phasen macht sich dabei gerne mal Bodenfrost breit. 

42 Tage-Vorhersage für den Süden

42 Tage Trend Garmisch
Der 42-Tage-Trend für Garmisch-Partenkirchen. Uuuuh, das gibt eine echte Kältewelle.

Goldener Oktober und Regen wechseln sich ab

Neben reichlich Regen zum Monatsanfang bringt der Oktober 2020 im Süden auch einige Tage mit Hang zum Oktober der goldenen Art. Dann aber scheint der Oktober seinen großen Hang zum Regen ausleben zu wollen.Das heißt: Regensachen und warm anziehen gehören im Oktober 2020 mit dazu. Meistens verbleiben die Höchstwerte bei 9 bis 17 Grad und nachts gesellen sich gerne mal Frost oder Bodenfrost dazu. Vor allem am Ende des Monats könnte eine echte kleine Kältewelle über die Süddeutschen hereinbrechen mit deftigen Minusgraden – aber natürlich nur nachts. Immerhin wird es dann wohl trocken und frisch.

So lesen Sie die Grafiken des 42-Tage-Wettertrends

Die rote Linie zeigt die Höchstwerte, die blaue die Tiefstwerte und die Balken unten den berechneten Regen.

Eiskaltes Wetter in Niedersachsen - das könnte Ende Oktober wieder drohen. Die ersten Eisblumen.
Eiskaltes Wetter in Niedersachsen - das könnte Ende Oktober wieder drohen. Die ersten Eisblumen. © dpa, Julian Stratenschulte, jst axs

So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unsere 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben. Dieser Artikel wird immer am Wochenende mit neuen Karten aktualisiert

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