Fast 15 Grad und Schmuddelwetter

42-Tage-Trend: Winter will sich im Dezember nach Nikolaus verabschieden

von Oliver Hantke

Wetter in Niedersachsen
Keine schönen Aussichten mehr für die Vorweihnachtszeit

Die ersten Tage im Dezember könnten als die Ruhe vor dem Sturm bezeichnet werden. Denn es wird wild. Erst steigen die Höchstwerte weit in den zweistelligen Bereich und dazu kommt viel Regen auf uns zu. Schnee und Frost stehen dann kaum noch auf dem Programm. Und erst im neuen Jahr soll es wieder ruhiger und kälter werden.

Das Wetter im Norden: Milde Wochen nach Nikolaus

42-Tage-trend für Hamburg
42-Tage-Wettertrend für Hamburg als Beispiel für den Norden Deutschlands (Stand der Vorhersage: 30. November 2025)

Wie schon oben angedeutet sieht der Dezember im Norden wenig winterlich aus. Zwar sinken die Temperaturen Richtung 2. Advent noch einmal deutlich ab, aber in der zweiten Dezemberwoche soll das Thermometer kurz weit über die 10-Grad-Marke springen. Diese Wärme hält zum Glück nicht lange an. Aber ab der Monatsmitte kommen auch noch viele Niederschläge hinzu. Bei Werten weit im einstelligen Plusbereich fällt alles als Regen. Vom Schnee sind wir ganz weit entfernt, auch zu Weihnachten. Das ist eher Schmuddelwetter vom Feinsten. Erst Richtung Jahreswechsel und dann im neuen Jahr sieht es wieder etwas ruhiger und kälter aus.

Das Wetter im Osten: Schnee im Dezember wohl vom Tisch

42 Tage Wetterprognose für Berlin
42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands (Stand der Vorhersage: 30. November 2025)

Im Osten - hier als Beispiel Berlin - ist vom Winter mit Schnee und Eis im Dezember nicht mehr viel zu sehen. Zwar gehen die Temperaturen in der ersten Dezemberwoche noch in die richtige Richtung - also nach unten. Aber auch hier geht es nach Nikolaus steil nach oben. Die Höchstwerte liegen kurz bei über 10 Grad. Zwar geht es dann wieder etwas nach unten, aber bei Werten meist zwischen 5 und 10 Grad ist vom Winter keine Spur mehr. Immerhin werden im Osten etwas weniger Niederschläge berechnet. Lediglich Anfang der zweiten Dezemberwoche und rund um den dritten Advent gibt es etwas mehr Regen. Immerhin könnte es zu Weihnachten wenigstens trocken bleiben. Selbst Fröste sind im Dezember fast ausgeschlossen. Lediglich in den ersten Tagen könnte das noch passieren. Das wäre für den Osten schon eine Besonderheit.

Das Wetter im Westen: Bis zu 15 Grad nach dem 2. Advent

Wetterprognose für Köln
42-Tage-Wettertrend für Köln als Beispiel für den Westen Deutschlands (Stand der Vorhersage: 30. November 2025)

Im Westen sind die Prognosen ebenfalls wenig winterlich. Hier könnte es nach etwas kühleren Tagen in der ersten Dezemberwoche in der zweiten Woche dann bis auf 15 Grad hoch gehen. Dazu fällt auch Regen, der sich ab der Monatsmitte regelrecht einnistet. Viele trockene Tage werden bis zum Monatsende nicht mehr berechnet. Dazu gibt es Höchstwerte meist um die 10-Grad-Marke. Erst nach dem Jahreswechsel soll sich das Wetter wieder beruhigen. Von Schnee und Frost bleiben wir aber immer noch weit entfernt.

Das Wetter im Süden: Schnee nur noch in den Hochlagen

Wetterprognose für Garmisch
42-Tage-Wettertrend für Garmisch als Beispiel für den Alpenrand im Süden Deutschlands (Stand der Vorhersage: 30. November 2025)

Die Schneesicherheit ist selbst in den Tallagen der Alpen nicht mehr gegeben. Denn der Schnee wird sich nur oberhalb von 1000 bis 1300 Meter halten können. Sonst wird es einfach viel zu warm. Selbst für das knapp 700 Meter hohe Garmisch-Partenkirchen am Fuße der Zugspitze werden durchgehend positive Höchstwerte berechnet. Immerhin gibt es in den Nächten häufiger einen Hauch von Winter. Denn in den Tälern wird es auch mal zweistellige Minusgrade geben. Nach dem zweiten Advent ist auch hier ein Temperatur-Peak mit fast 15 Grad mit dabei. Sonst liegen die Höchstwerte meist zwischen 5 und 10 Grad. Die meisten Niederschläge werden ab der Monatsmitte bis kurz vor Weihnachten und direkt nach dem Jahreswechsel berechnet. Immerhin ist zumindest in Höhenlagen von über 500 Meter noch Hoffnung auf weiße Weihnachten.

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Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen und Redakteurinnen und Redakteuren, um euch einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche

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