Neues Portal warnt vor Naturgefahren in Deutschland
Von Nachtfrost bis Frühlingssonne – alles dabei

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Nachts auf Samstag wird’s im Nordosten und Osten noch ziemlich wolkig, aber der Regen macht sich langsam vom Acker und auch der Wind legt sich schlafen. Sonst meistens klarer Himmel oder nur ein paar Wolken am Start. Die Temperaturen rutschen auf 8 bis 1 Grad, im Südwesten kann’s sogar mal frostig werden
Am Samstag startet der Tag im Osten und Nordosten noch mit vielen Wolken. Doch am Nachmittag setzt sich auch dort zunehmend die Sonne durch, bei Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad. Im übrigen Bundesgebiet zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite: viel Sonnenschein und angenehme 19 bis 25 Grad. Zum Nachmittag hin ziehen aus Südwesten erste Wolkenfelder auf.
Allergiker leiden unter Pollen-Plage

Sonniges, trockenes Wetter dominiert seit Wochen das Geschehen – mit fatalen Folgen für Allergiker. Ohne Regen werden die Pollen nicht aus der Luft gewaschen, sondern wirbeln ungehindert durch Städte und Landschaften. Erst am Samstagabend sind im Südwesten erste Schauer möglich, die sich am Sonntag weiter ausbreiten könnten. Das wäre nach fast sieben Wochen Trockenheit die erste nennenswerte Entlastung.
Pollen-Pest plagt Deutschland: Allergiker im Dauerstress
Paprika und Himbeeren: Wetter lässt Preise explodieren
Wetterextreme im Mittelmeerraum treiben die Preise in deutschen Supermärkten nach oben. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Lebensmittelpreise im März um drei Prozent – bei Paprika sogar um vierunddreißig Komma fünf Prozent. Schuld sind laut Marktbeobachtern Ernteausfälle in Spanien durch zu viel Regen. Auch Tomaten, Gurken und Beeren wurden deutlich teurer. Die kühle Mittelmeer-Witterung verzögert die Reife – das Angebot bleibt knapp, die Preise steigen.
Kakao-Krise in Westafrika macht Schoko-Hasen teuer

Wer dieses Jahr Schokolade fürs Osternest kauft, zahlt deutlich mehr und bekommt weniger. Rekordpreise für Kakao auf dem Weltmarkt schlagen sich bei Schoko-Hasen, -Küken und Co. nieder. ”Wir sehen den Schokoladenmarkt vor einer Teuerungswelle, wie sie in der jüngeren Geschichte kaum vorgekommen ist”, warnt US-Investmentbank J.P. Morgan.
Westafrika, wo gut drei Viertel aller Bohnen herkommen, spürt den Klimawandel. Wetterextreme, Schädlinge und Misswirtschaft treiben den Preis. Die Ernte in Ghana brach 2024 um fast die Hälfte ein – die schlechteste in zwei Jahrzehnten – und erholt sich in diesem Jahr weniger als erhofft. Auch die Elfenbeinküste meldete herbe Rückgänge.
Nach Daten des Statistischen Bundesamts bekommen die Verbraucher in Deutschland für jeden Euro ein Drittel weniger Schokolade als vor fünf Jahren. Der beliebte „Goldhase” von Lindt schlägt erstmals mit über 4 Euro zu Buche. Tafeln sind im Schnitt fast ein Drittel teurer als im Vorjahr, wie Zahlen des Marktforschers NIQ für das erste Quartal zeigen.
In Deutschland ist am Freitag ein Portal für Naturgefahren freigeschaltet worden. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger künftig über aktuelle Warnungen, die damit verbundenen Risiken und Handlungsempfehlungen informieren. Ein erster Schwerpunkt liege auf hydrologischen Gefahren wie Hochwasser oder Sturmfluten, sagte die Präsidentin des Deutschen Wetterdiensts (DWD), Sarah Jones, bei der Vorstellung des Portals im hessischen Offenbach. Später sollten auch Naturgefahren wie Waldbrände, Dürren, Lawinen oder Erdbeben abgebildet werden.

Einmal Richtung Sommer - dann kommen Gewitter
Heute wird es vor allem in der Südhälfte schön warm. Mit viel Sonne erreichen wir oft 19 bis 22 Grad. Und am Samstag geht es noch ein Stückchen höher mit den Werten. Eventuell knacken wir die Sommermarke von 25 Grad, vor allem am Rhein Richtung Duisburg könnte das passieren.

Am Wochenende kommen dann aber auch die ersten Gewitter. Die erreichen zuerst den Südwesten, ziehen dann in die Mittelgebirge weiter Richtung Osten. Da es sich am Sonntag nochmal auf bis zu 23 Grad aufheizen kann, können die Gewitter auch stärker sein. Teilweise wird es auch ergiebige Regenmengen geben, die dann auf sehr trockenen Böden fallen.
Der Rhein wird immer niedriger - Probleme für die Schiffe

Kein Regen, einfach kein Regen: Die Wasserstände am Rhein fallen weiter und sorgen für immer stärkere Einschränkungen bei der Binnenschifffahrt. In Köln könnten größere Schiffe bei einem Pegel von 1,54 Metern gestern und einer entsprechenden Fahrrinnnentiefe von knapp 2,70 Metern aktuell nur noch mit in etwa halber Ladung fahren, sagte Florian Krekel vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Am flacheren Mittelrhein im Bereich Bingen reichten etwa 1,90 Meter Fahrrinnentiefe bei größeren Schiffen nur noch für rund ein Drittel der Frachtkapazität.
„Da guckt eine Menge Bordwand raus”, sagte Krekel. Einschränkungen bei der Lademenge bringen Mehrkosten, weil Unternehmer für ihre benötigte Fracht mehrere Schiffe buchen müssen. Der zusätzliche Frachtraum wird außerdem wegen der größeren Nachfrage am Markt teurer, wie Fachleute vorrechnen. Vorerst fielen die Pegelstände voraussichtlich moderat weiter, sagte Krekel.
Nach dem aktuellen Niedrigwasserbericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde sollen die Wasserstände an den Bundeswasserstraßen bis Mitte April - also bis zur kommenden Woche - weiter langsam zurückgehen. Hoffentlich bringt der Regen nächste Woche Linderung.
Im Süden viel Sonne, Hochnebel stört den Norden

Heute ist es von Schleswig-Holstein und der Ostsee bis in die Lausitz oft länger stark bewölkt und windig mit starken bis stürmischen Böen aus West bis Nordwesten, Schauer bleiben aber die Ausnahme. In der Südhälfte scheint dagegen den ganzen Tag lang die Sonne und im Nordwesten setzt sie sich im Verlauf gegen den Hochnebel durch. Die Temperaturen erreichen an der See und im Osten 11 bis 16 Grad und mit viel Sonne oft 19 bis 22 Grad.
Wetterlage: Erst mal wärmer, bevor es Richtung Ostern abrutscht

Während Tiefs über Nord- und Osteuropa den Nordosten und Osten Deutschlands mit Wolken versorgen, bleibt für den Rest Hoch Olivia wetterbestimmend.
Derweil herrscht von Osteuropa bis in die Türkei unbeständiges, teils windiges und kühles Wetter mit Schnee in den Bergen.
Von den Kanarischen Inseln und Madeira her zieht ein Tief (international: „Olivier“) vor die Küste Portugals und sorgt in Portugal und im Südwesten Spaniens in schwülwarmer Luft für Unwettergefahr.
Morgen schwächt sich Olivia ab und verlagert sich über Süddeutschland Richtung Ungarn und Bosnien. Damit werden in Ostdeutschland die Wolken immer mehr nach Polen abgedrängt und im Großteil des Landes gibt es nochmal einen sonnigen Tag, bevor am Abend im Südwesten die sich nähernden Tiefs erste Schauer auslösen können. Ab Sonntag stellt sich die Wetterlage dann um auf wechselhaftes Tiefdruckwetter.
Ausblick auf die nächsten 3 Tage
Es wird immer wärmer, aber auch bald wechselhafter.
