Der Wetter-Tag bei wetter.de

Schauer im Osten, Sommer im Westen: Wetter spielt Kontrastprogramm

Wetter in der Nacht
Ja, das geht bei diesen Temperaturen in der Nacht: Endlich mal wieder durchlüften.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Die Nacht wird verbreitet recht frisch mit Tiefstwerten zwischen 7 und 16 Grad. Von den Alpen bis zur Ostsee bilden sich zudem ein paar Schauer.

Der Donnerstag beginnt meist trocken und besonders vom Oberrhein bis zur Ostsee lässt sich sogar häufiger die Sonne blicken. Ein paar Tropfen fallen am Vormittag am ehesten von Brandenburg bis nach Sachsen. Später steigt auch an der Nordsee sowie in Bayern das Schauerrisiko. Örtlich sind zudem Gewitter möglich. Dazu erreichen die Temperaturn 19 bis 24 Grad. Rund um den Rhein sind schon wärmere 25 bis 27 Grad drin. In den kommenden Tagen klettern sie hier sogar bis auf hochsommerlich heiße 30 Grad. Sonst liegen die Höchstwerte immerhin um 25 Grad drin. Nur im Norden lässt kühler Wind kaum mehr als 20 Grad zu. Dazu überwiegt vor allem in den östlichen Regionen weiterhin wechselhaftes und teils gewittriges Schauerwetter. Sonst scheint häufiger die Sonne. Am Sonntag steigt auch im Westen das Regenrisiko.

Unwetter-Schock in den Alpen: Familie aus Rheinland-Pfalz gerettet

Eine Familie aus dem Raum Koblenz musste das am eigenen Leib erfahren. Bei einer Wanderung in den österreichischen Niederen Tauern wurden die drei von einem plötzlichen Wetterumschwung kalt erwischt – im wahrsten Sinne des Wortes. Schnee, Starkregen, Sturm – auf über 2.000 Metern Seehöhe wurde aus dem Freizeitspaß ein Überlebenskampf. Zum Glück hatten die 56- und 54-jährigen Eltern sowie ihre 20-jährige Tochter noch Handyempfang. Der Notruf ging durch – aber die Rettung dauerte. Sechs Stunden lang kämpften sich Bergretter bei widrigsten Bedingungen zu ihnen durch. Am Ende: alle drei lebend, aber durchnässt und unterkühlt.
Laut Einsatzkräften hätte die Familie die Nacht ohne Hilfe wohl nicht überstanden. Ihr Appell: Wetterbericht checken, Ausrüstung nicht vergessen – und die Berge niemals unterschätzen. Die Alpen sind eben kein Spaziergang.

Wegen Temperaturen bis 41 Grad bleibt die Akropolis in Athen am Nachmittag geschlossen

Die Sonne brennt, der Marmor glüht – und die Akropolis macht dicht: Wegen einer erneuten Hitzewelle bleibt das berühmte Wahrzeichen Athens auch heute am Nachmittag geschlossen. Zwischen 12 und 17 Uhr sind keine Besichtigungen möglich, wie das Kulturministerium mitteilte. Schon am Vortag mussten die Pforten des Weltkulturerbes zeitweise geschlossen bleiben – zum Schutz der Besucher und Mitarbeiter. Griechenland schwitzt sich derzeit durch die zweite große Hitzewelle seit Ende Juni. Für heute sind in Teilen des Landes bis zu 41 Grad gemeldet, in Athen selbst klettert das Thermometer auf satte 37 Grad. Parallel warnt der Zivilschutz vor hoher Waldbrandgefahr rund um die Hauptstadt.

Schon in den vergangenen Jahren wurde sie bei extremer Hitze regelmäßig temporär geschlossen. Auch 2025 könnte dieser Sommer in die Geschichte eingehen – als der, in dem selbst die Antike eine Pause brauchte.

Quo vadis Sommer? Die Unsicherheiten sind groß!

Die Prognosen für Berlin gehen weit auseinander.
Die Prognosen für Berlin gehen weit auseinander.

Die Ensemble-Vorhersagen geben uns Aufschluss darüber, wie sicher oder unsicher Prognosen sind. Zudem zeigen sie, wie weit die Berechnungen gestreut sind. Anhand unseres Beispiels Berlin lässt sich daran schön die Crux der aktuellen Wetterentwicklung erkennen.

Die kühlsten Varianten, die durch die blaue Linie dargestellt werden, zeigen Temperaturen im Bereich um die 20 Grad, während die heißesten Prognosen deutlich über 30 Grad liegen. Die mittleren Ansätze spiegeln hingegen einen angenehmen Sommer wider. Zudem deuten wiederholte Hinweise auf Niederschläge darauf hin, dass ein leicht wechselhafter Verlauf möglich ist.

Sommer in Deutschland kommt nur allmählich wieder in Wallung

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, dann bleibt der Sommer auch am Wochenende in Sachen Hitze entspannt. Das amerikanische Wettermodell liegt in der aktuellen Prognose rund 3 bis 4 Grad darüber - hat also ein rascheres Hochsommer-Comeback im Fokus.
Geht es nach dem europäischen Wettermodell, dann bleibt der Sommer auch am Wochenende in Sachen Hitze entspannt. Das amerikanische Wettermodell liegt in der aktuellen Prognose rund 3 bis 4 Grad darüber - hat also ein rascheres Hochsommer-Comeback im Fokus.

Von einem raschen Comeback der Hitze in Deutschland ist das Gros der Wettercomputer inzwischen abgerückt. Aber wärmer wird es schon, wie auch Meteorologin Stefanie Scharping zusammenfasst:

„Zwischen Atlantikhoch Dorle und Osteuropatief Gabriel herrscht in Deutschland teils freundliches, teils wechselhaftes und nur mäßig-warmes Wetter, wobei es im Südwesten trocken mit längerem Sonnenschein ist. Zudem steigen in den kommenden Tagen die Temperaturen etwas an und erreichen teilweise wieder sommerlich-warme Werte. Auch Anfang der neuen Woche bleibt es ähnlich, doch wird es von Tag zu Tag noch wärmer, sodass auch die 30 Grad wieder erreicht oder überschritten werden.”

Wochenende bleibt nicht störungsfrei

Und auch wettertechnisch stockt es ein wenig. Wobei das wechselhafte Wetter Mutter Natur sicherlich freuen dürfte - insbesondere im Osten unseres Landes. Aber nicht nur dort. Denn im Laufe des Wochenendes breiten sich die dichten Wolken mit Schauern und Gewittern vom Osten voraussichtlich weiter in Richtung Westen aus. Im Südwesten bleibt es wahrscheinlich oft sonnig und trocken.

Rekordbeteiligung bei Hummel-Challenge: Seltene Arten entdeckt

In diesem Sommer haben über 6.500 Menschen in Deutschland an der sogenannten Hummel-Challenge teilgenommen und rund 35.000 Hummel-Beobachtungen gemeldet. Dabei wurden 28 verschiedene Hummelarten dokumentiert, darunter seltene Exemplare wie die Bergwaldhummel, Pyrenäenhummel und Eisenhuthummel.

Die Hummel-Challenge wird zweimal jährlich vom Bund Naturschutz (BN) und dem Thünen-Institut organisiert, um die Verbreitung und den Schutz der Hummelarten zu fördern. Über die Hälfte der 41 Hummelarten in Deutschland gilt als gefährdet. Besonders auffällig ist die erstmalige Meldung der Pyrenäenhummel und der Eisenhuthummel, die nur in den bayerischen Alpen vorkommen.

Unwetter Europa - hier kracht es heute heftig

Der Unwetterschwerpunkt liegt heute und morgen über Osteuropa.
Der Unwetterschwerpunkt liegt heute und morgen über Osteuropa.

Von Südpolen und der Westukraine bis zum Baltikum gibt es kräftige Schauer und Gewitter mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Dabei kommen bis Donnerstagabend 30 bis 60, örtlich bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, was zu Überflutungen und Überschwemmungen führen kann. Zuvor waren die teilweise schweren Gewitter besonders am zentralen Mittelmeer unterwegs.

Heißester Juni in Westeuropa seit Aufzeichnungsbeginn

Der Juni war in Westeuropa der heißeste bisher gemessene. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,49 Grad, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus laut dpa mitteilte. „Im Juni 2025 wurde ein Großteil Westeuropas von einer außergewöhnlichen Hitzewelle heimgesucht, wobei ein Großteil der Region unter sehr starker Hitzebelastung litt”, erklärte demnach Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW), das den Klimawandeldienst betreibt. „Diese Hitzewelle wurde durch Rekordwerte der Meeresoberflächentemperaturen im westlichen Mittelmeerraum noch verstärkt.”

In weiten Teilen West- und Mitteleuropas lagen die Lufttemperaturen im Juni 2025 über dem Durchschnitt, wie es weiter hieß. Mitte und Ende Juni hätten zwei starke Hitzewellen weite Teile West- und Südeuropas getroffen. Im westlichen Mittelmeer habe sich eine außergewöhnliche marine Hitzewelle entwickelt, die zur höchsten jemals in dieser Region gemessenen täglichen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperatur (SST) von 27,0 Grad führte.

Arktisches Meereis ebenfalls betroffen

Copernicus meldete außerdem, dass die Ausdehnung des arktischen Meereises 6 Prozent unter dem Durchschnitt lag, was die zweitniedrigste monatliche Ausdehnung für Juni seit Beginn der 47-jährigen Satellitenaufzeichnungen bedeute. «Die Ausdehnung des antarktischen Meereises lag 9 Prozent unter dem Durchschnitt und war damit die drittniedrigste jemals gemessene Ausbreitung für diesen Monat.»

Der Klimawandeldienst Copernicus der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen.

Klimawandel verdreifacht Hitzetote in Europa

Eine Studie zeigt, dass die extreme Hitzewelle von Ende Juni bis Anfang Juli in europäischen Großstädten etwa 2.300 Todesfälle verursachte, von denen rund 1.500 auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Extreme Temperaturen führten laut dpa demnach besonders bei Senioren ab 65 Jahren zu hohen Opferzahlen.

Die Analyse umreißt, dass Hitzewellen mehr Todesfälle verursachen als andere Naturkatastrophen. Experten warnen, dass solche extremen Wetterereignisse durch den Klimawandel zunehmen werden. Um zukünftige Hitzetote zu vermeiden, sei es entscheidend, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren und Städte hitzeresistenter zu gestalten.

Prognose aktuell: So geht es heute wettertechnisch durch den Tag

Heute ziehen bei wechselnder Bewölkung immer wieder Schauer durch, die vor allem am Nachmittag häufiger auftreten. Daneben zeigt sich auch die Sonne, die ganz im Norden und im Südwesten bei trockenem Wetter länger zu sehen ist. Die Höchstwerte liegen bei 15 Grad an den Alpen bis örtlich 24 Grad westlich des Niederrheins. Dazu weht schwacher bis mäßiger, im Nordosten und Osten teils frischer und stark böiger Wind aus nordwestlicher Richtung.

Flutkatastrophe in Texas: Zahl der Vermissten steigt

Die verheerenden Folgen der Sturzflut im Süden der USA werden immer deutlicher. Gouverneur Greg Abbott berichtete am Dienstag, dass 161 Menschen im besonders betroffenen Kerr County vermisst werden und die Zahl der Todesopfer auf 109 gestiegen ist.

Die Rettungsteams setzen ihre Suche nach Vermissten fort, haben jedoch keinen genauen Überblick darüber, wer sich während des langen Wochenendes in dem beliebten Urlaubsgebiet aufhielt. Viele Familien campierten auf eigene Faust und waren nicht registriert. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, mögliche Vermisste zu melden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, am Freitag mit seiner Frau Melania das Katastrophengebiet zu besuchen und bezeichnete die Situation als „tragisch“.

Waldbrand in Südfrankreich außer Kontrolle

Ein Waldbrand in Südfrankreich, der zur Schließung des Flughafens Marseille führte, ist noch nicht unter Kontrolle. Innenminister Bruno Retailleau berichtete, dass 400 Einwohner in Sicherheit gebracht wurden und 100 Personen, darunter Rettungskräfte, leichte Verletzungen erlitten haben.

Der Brand, ausgelöst durch ein brennendes Auto, breitete sich auf 700 Hektar aus und erreichte den Stadtrand von Marseille. 63 Häuser wurden beschädigt, einige vollständig zerstört. Der Flughafen schloss am Nachmittag, was zu 54 Flugstreichungen führte. Auch Zugverbindungen und mehrere Autobahnen sind betroffen.

Ein weiterer Brand nahe Narbonne zerstörte bis Dienstag 2000 Hektar Vegetation, wobei mehrere Menschen ärztlich behandelt werden mussten. Experten warnen vor einem Sommer mit hohem Risiko für Waldbrände aufgrund des Klimawandels.

Sommer steht auf der Bremse

Der Sommer machte gestern ja noch Pause. Die Natur freut sich aber weiter über den Regen und nach langer Zeit musste der oder die eine oder andere überlegen, wo wohl der Regenschirm abgeblieben ist. Aber die meisten fanden ihn wieder und er ist auch heute noch brauchbar. Denn der Sommer kommt noch nicht überall wieder in Schwung.

Am Vormittag können die Schauer im Osten und im Bergland schon wieder aufleben. Besonders an den Küsten und in Südbaden ist dagegen Sonnenwetter angesagt. Am Nachmittag bleibt es bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken in den westlichen Landesteilen meist trocken, während in der Osthälfte weiter dann und wann mit Schauern gerechnet werden muss. Im Erzgebirge und an den Alpen bleibt es noch kühl bei 17 Grad, meist kommen die Temperaturen auf 20 bis 24 Grad.

Im Video: So wird es langsam wieder wärmer in Deutschland

Die Wetterlage: Hoch Dorle macht sich bereit für die Rückkehr des Sommerwetters

Hoch Dorle nimmt jetzt schon mehr Raum ein und hält bald auch Deutschland die Wolken vom Leib - zumindest im Westen.
Hoch Dorle nimmt jetzt schon mehr Raum ein und hält bald auch Deutschland die Wolken vom Leib - zumindest im Westen.

Hinter dem Tiefdruckkomplex um Tief Gabriel herum kommt weiterhin feuchte Meeresluft nach Mitteleuropa. Dazu bleibt es vor allem in den Alpenregionen unbeständig und kühl, mit Schauern und Gewittern. Aber der Hochdruckeinfluss nimmt von Westen her jetzt wieder zu. Der Sommer kommt zurück in die Spur.

Ein Blick auf das Regenradar