Der Wetter-Tag bei wetter.de
Frische Nacht zum Start des Sommer-Comebacks
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Die Wolken verziehen sich immer mehr - schon mal eine gute Voraussetzung für die Rückkehr des heißen und sonnigen Sommerwetters. In der Nacht klingen letzte Schauer im Norden schnell ab und der Wind lässt nach. Hier ziehen allerdings noch lockere Wolkenfelder durch. Vom Süden bis nach Sachsen kann es vorübergehend auch mal aufklaren und dann wird es recht frisch mit einstelligen Temperaturen.
Am Donnerstag hält dann der Sommer langsam wieder Einzug. Am Vormittag ziehen zwar vor allem über die Nordhälfte Wolkenfelder hinweg, aber im Süden geht es gleich mit viel los. Am Nachmittag wird der Sonnenschein von Bayern bis nach Sachsen nur wenig getrübt, während im Nordwesten aus den dichteren Wolken am Abend auch mal ein paar Regentropfen fallen können. Die Temperaturen steigen oft auf sommerliches Niveau von 25 bis 30 Grad an, ganz im Norden bleiben sie noch darunter.
Japankäfer auf dem Vormarsch - helft mit, ihn aufzuhalten

Der gefräßige Schädling Japankäfer ist erstmals auch in Hessen entdeckt worden - vor wenigen Tagen im Raum Trebur im Kreis Groß-Gerau. Der für ganz Hessen zuständige Pflanzenschutzdienst beim Regierungspräsidium Gießen vermeldete ein Exemplar und vermutet, dass das Tierchen Käfer sei vermutlich blinder Passagier eingereist ist. Der kleine Japankäfer ist nicht zu unterschätzen: Er könne enorme Schäden in der Natur, der Landwirtschaft, im Garten- und im Weinbau anrichten.
Ihr könnt helfen, ihn auf seinem Vormarsch auszubremsen! Alle wichtigen Infos zu der invasiven Art findet ihr hier:
Japankäfer hat Deutschland erreicht - wie ihr den Schädling erkennt und was ihr gegen seine Ausbreitung tun könnt.
Schwerste Brände des Sommers in Frankreich: Campingplätze evakuiert, Küstenautobahn gesperrt

Mindestens ein Todesopfer und neun Verletzte, Straßensperrungen und Evakuierungen: Hunderte Feuerwehrleute kämpfen in Südfrankreich gegen den bisher größten Waldbrand dieses Sommers. Mehr als 1800 Feuerwehrleute waren am Mittwoch im Einsatz gegen die Flammen, sämtliche Löschflugzeuge des Landes wurden in das Gebiet zwischen Narbonne und Carcassonne entsandt. Die Küstenautobahn zwischen Frankreich und Spanien wurde gesperrt, zwei Campingplätze und zahlreiche Wohnhäuser wurden evakuiert.
Das am Dienstagnachmittag ausgebrochene Feuer breitete sich rasend schnell aus und vernichtete bis Mittwochmittag 12.000 Hektar Vegetation im Corbières-Massiv nahe der Mittelmeerküste. Starker Wind und Hitze fachten die Flammen in dem ausgedörrten Gebiet an.
Im Dorf Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse wurde eine ältere Frau tot in ihrem niedergebrannten Haus gefunden. Ein weiterer Bewohner des Dorfes wurde vermisst, wie Behördensprecher Rémi Recio berichtete. Laut Recio erlitt ein Anwohner lebensgefährliche Verbrennungen, acht weitere Menschen wurden leicht verletzt, darunter sieben Feuerwehrleute.
Mindestens 25 Wohnhäuser wurden von den Flammen vernichtet oder beschädigt. Die Küstenautobahn A9 zwischen Frankreich und Spanien wurde zwischen Narbonne und Perpignan vollständig gesperrt, ebenso zahlreiche Landstraßen in dem Gebiet. Zwei Campingplätze wurden evakuiert, hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
Insgesamt brachen entlang der französischen Mittelmeerküste zwischen Sommeranfang und Ende Juli bereits rund 9000 Waldbrände aus und vernichteten mehr als 15.000 Hektar Vegetation. Besonders betroffen ist das Département Aude zwischen Narbonne und Carcassonne. „All’ diese Brände - es ist dramatisch”, sagte Aude Damesin aus dem Dorf Fabrezan im Brandgebiet. „Das ist furchtbar für die Tierwelt, für die Pflanzenwelt, für die Menschen, die alles verlieren.”
Alltag im Iran: Millionen stundenlang ohne Strom und Wasser

Angesichts der Wasserkrise und Sommerhitze greifen die Behörden in der iranischen Hauptstadt zu schärferen Sparmaßnahmen. In der Millionenmetropole Teheran schaltet die Stadtverwaltung den Strom von Privathaushalten nun zweimal am Tag und insgesamt bis zu vier Stunden ab, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Damit fallen in vielen Wohnungen bei Temperaturen bis zu 37 Grad auch die Klimaanlagen aus.
Die Hitzewelle trifft das Land inmitten einer Wasserkrise. Laut jüngsten Aussagen von Klimaexperten sind 80 Prozent der Stauseen fast leer. In zahlreichen Städten ordneten die Behörden auch Zwangsabschaltungen der Wasserversorgung an. In der Millionenmetropole und Hauptstadt Teheran etwa blieben die Wasserhähne in den vergangenen Tagen teils stundenlang trocken.
Der Iran zählt zu den trockensten Ländern der Erde. In den vergangenen Jahren haben Klimaforscher einen deutlichen Rückgang der Niederschläge verzeichnet, während extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden und Sturzfluten zunehmen.
Auch in spanischem Urlaubsgebiet brennt es
Wegen eines Waldbrandes in Südspanien sind am Dienstag zahlreiche Hotels evakuiert worden. Wie die Regionalregierung in der südspanischen Region Andalusien mitteilte, brach das Feuer in einem Wald in dem bei Touristen beliebten Badeort Tarifa nahe der Meerenge von Gibraltar aus. Demnach mussten sieben Hotels, zwei Campingplätze und 5.000 Fahrzeuge evakuiert werden. Innerhalb einer „Rekordzeit” habe „eine große Anzahl an Menschen” in Sicherheit gebracht werden müssen, sagte Andalusiens Innenminister António Sanz vor Journalisten.
An den anhaltenden Löscheinsätzen seien 17 Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt. Die Lage bleibe nach mehreren Stunden der Brandbekämpfung „weiterhin schwierig”. Wie der Sender TVE berichtete, brach das Feuer in einem Wohnmobil auf einem Campingplatz aus. Der Ort Tarifa selbst sei aber nicht bedroht.
Feuer überall: Es brennt auch in den USA

Ein Waldbrand in Zentralkalifornien ist innerhalb weniger Tage zum bislang größten Feuer des Jahres in dem US-Westküstenstaat angewachsen. Das „Gifford Fire” im Los Padres National Forest, einem Waldgebiet nördlich von Santa Barbara, breitete sich auf einer Fläche von etwa 340 Quadratkilometern aus, wie die US-Forstbehörde mitteilte. Im Juli hatte das „Madre Fire” in demselben Gebiet etwa 327 Quadratkilometer abgebrannt.
Das „Gifford Fire” ist nach Angaben der Forstbehörde bislang nur zu neun Prozent eingedämmt. Knapp 2.300 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, hieß es. Erschwert würden die Löscharbeiten durch Temperaturen von über 30 Grad. Am Donnerstag könnten sogar mehr als 37 Grad erreicht werden. Hitze allein löst zwar noch keine Waldbrände aus, aber hohe Temperaturen verbunden mit Trockenheit, geringer Luftfeuchtigkeit und Wind können das Risiko steigern. Kalifornien ist in diesem Jahr besonders von Waldbränden betroffen. Zu Jahresbeginn waren bei verheerenden Bränden im Großraum der Millionenmetropole Los Angeles mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.
Sommer kommt zurück und bleibt
So! Der Sommer kommt zurück. Heute geht es schon oft sonnig los. Nur im Norden und Nordosten starten wir mit wechselnder Bewölkung mit einzelnen Schauern in den Tag, kurze Gewitter gibt es am ehesten bis Mittag und vor allem in Mecklenburg-Vorpommern. Sonst ist es heiter, im Süden verbreitet sonnig mit im Tagesverlauf allerdings vermehrt dünnen, hohen Schleierwolken. Es bleibt aber trocken. Die Höchstwerte sind noch verhalten und kommen nicht über 19 Grad an der Nordsee und 26 Grad am Oberrhein hinaus. Im Norden weht teils noch frischer und in Böen starker, an der Ostsee stürmischer Westwind. Sonst weht schwacher bis mäßiger Wind, der im Süden meist auf östliche Richtungen dreht.
Von Spanien und Frankreich her macht sich die hochsommerliche Luft auf den Weg zu uns. Ab Morgen kommt der Sommer mit viel Sonnenschein und deutlich ansteigenden Temperaturen zurück. Am Freitag sind im äußersten Südwesten bis zu 35 Grad möglich. Schauer und Gewitter sind zwar auch am Wochenende möglich, bleiben aber voraussichtlich die Ausnahme.
Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel: Jetzt wird es wieder heiß – wie sehr und wie lange?
Krasse Windböen an der deutschen Küste

Gestern war es super windig an der deutschen Küste. Der Sommersturm, der am Montag über Schottland gefegt war, erreichte am Dienstag die deutsche Küste mit ordentlichen Windgeschwindigkeiten und bis zu Windstärke 10!
- Borkum: 90 km/h - Windstärke 10
- Hörnum auf Sylt: 86/9
- Hiddensee-Dornbusch: 83/9
- List auf Sylt: 83/9
- Büsum: 83/9
Brr - nur 3 bis 5 Grad: Kaltstart in den Tag
Es war teilweise sehr frisch heute Morgen - das weckte heftige Herbst-Gefühle. So kalt war es heute Morgen um 5 Uhr an ausgewählten Orten:
Albstadt-Degerfeld (Schwäbische Alb): 3 Grad
Meßstetten (Schwäbische Alb): 4
Haidmühle (Bayerischer Wald): 4
Dill (Hunsrück): 5
Morgenröthe-Rautenkranz (sächsisches Vogtland): 5
Hinterzarten (Schwarzwald): 5
Wetterlage: Hochdruck übernimmt

Das ehemalige Orkantief „Ning“ liegt mittlerweile über der Norwegischen See, seine Reste bestimmen mit feuchter und recht kühler Luft aber heute noch den Norden und Nordosten Deutschlands. Im übrigen Land macht sich zunehmend der Einfluss des von Frankreich nach Osten ziehenden Hoch „Ines“ bemerkbar. Die trockene Luft kann sich dann ab morgen deutlich erwärmen und zunächst nur ganz im Südwesten die 30-Grad-Marke erreichen, diese ab Freitag aber in weiten Teilen Süd- und Südwestdeutschlands zum Teil deutlich überschreiten. Derzeit sieht es nach einer langen sommerlich geprägten sehr warmen bis heißen Witterungsphase aus.
(mit dpa)